Samstag, 28. Jänner 2012
Meet me in the 80ies

Dreiviertel der Aufmachung

mehr später

Als ich mit dem Zug am Donnerstag mit 190 Sachen durch den langen Tunnel brauste, da dachte ich an die Busfahrten durch die Tunnel. Jeden Sommer und wir wußten genau, wie lange die Tunnelstrecken dauerten. Schon davor haben wir immer genau geschaut, neben wem wir sitzen würden. So viele Erinnerungen...


Wo lernst Du eigentlich Leute kennen, fragte ich ihn gestern. Weil mir irgendwie Supermarktbekanntschaften nie passieren. Ich fände das eventuell auch nicht passend. Er schaute genauso ratlos drein, wie ich mich fühlte und irgendwie kamen wir auf keinen grünen Nenner. Nur bei den no-gos waren wir uns gleich einig.


Am frühen Abend, als ich ihr nur kurz eine gute Reise wünschen wollte, rief sie zurück und lud mich zu einer Geburtstagsparty ein. Später sagte sie, daß es sehr kurzfristig ist, da wir uns schon in 90 min treffen sollten und sie es verstünde, wenn ich nicht kommen wolle. Doch, sagte ich, und erzählte von der kommenden Beerdigung. Du weißt nie, was es zu Ende ist und dann über verpaßte Gelegenheiten weinen, ist nicht.

Und so gigger und gackerten wir, als wir uns am Telefon überlegten, was überhaupt anzuziehen ginge. Dazwischen informierte ich mich anderweitig und Stück für Stück kamen auch mir die Erinnerungen.
Wir entschieden uns für klassisches Schuhwerk und sie sagte noch zu mir, davon bekomme ich jetzt schon Kreuzschmerzen.

Als ich aus dem Haus ging und noch über ihre Bemerkung kicherte, wunderte es mich, daß ich in den alten Schuhe überhaupt noch gehen konnte. Und irgendwie fiel mir ein, daß so ein großer Kaugummi fehlte. Aber immerhin hab ich es geschafft, mir die Nägel schwarz und weiß anzumalen, obwohl ich das das letzte Mal mit ungefähr 16 gemacht hatte und ich hatte die Sonnenbrille dabei.

Die hat damals 99 Schilling gekostet. Ich weiß das noch genau. Das war ganz schön viel Geld und ich hab einige Wochen mein Taschengeld dafür gespart. Ich erinnter mich an mein Lieblingsfoto aus dieser Zeit und hab dann doch noch mehr Armbänder ausgegraben, als ich ursprünglich vor hatte.

Auf der Party hielten wir Ausschau nach Potential. Es waren sehr viele schöne warme Männer anwesend. Aber da die Schnellbahn nur begrenzt fährt, haben wir geschaut, daß wir noch eine der letzten erwischen. Seltsam, sagte ich dann bei der Heimfahrt, ich bin jetzt in 3 von 4 Nächten immer mit einem Zug später gefahren.

Es war ein sehr netter Abend und wie das Horoskop schon vorhersagte: Sie unterhalten sich wunderbar intensiv mit einem interessanten Menschen.

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Von unterlassenen, geplatzten und so ganz allgemeinen Gelegenheiten
Gestern Abend, als ich kurz anrief, um zu fragen, ob wir uns nicht endlich treffen, da erzählt er mitten ins Gespräch, daß ein Freund letztes Wochenende nicht mehr aufgewacht ist.
Er war nur paar Monate älter als wir.

Und dann sagte er etwas über mich, wovon ich meinte, das dürfe er dann gern bei meiner Beerdigung wiederholen, worauf wir uns stritten, wer zuerst gehen wird.
"Keine Sorge", sagte ich, "so schnell wirst Du mich nicht los. Wer würde Dich sonst die kommenden Jahre sekkieren?" Daraufhin brach er in Lachen aus.

Heute dann, am Weg zum ersten Treffen, erfuhr ich am Telefon, daß die aufdringliche Abschleppnummer doch gezogen hatte.
Nach dem Treffen bin ich dann weitergezogen und wir sind zu dritt in ein Lokal, in dem ich seit damals nicht mehr war.

In die Rumalberei hinein, weil das gestern auch kurz angesprochen wurde, fragte ich, wie es dort war. Dort ist es bald gelaufen. Von den Ärzten aufgegeben, er wird den nächsten Jahreswechseln nicht mehr erleben. Die nächsten Monate sind fraglich. Mich trifft das mehr, als ich dachte. Er ist doch 2 Jahre jünger als wir. Ich frage mich, ob es gut war, daß sie damals so schnell gehandelt haben, oder ob es anders besser gewesen wäre. Es ist hart und das Leben manchmal viel zu grausam.

Und dann, als wir nur noch zwei waren und er schon vier Bier getrunken hatte und wir über seinen Abend sprachen, sagte er: "Weißt Du, es war ein Fehler, daß Du in der Nacht nicht doch noch mitgegangen bist." Ich muß ziemlich verdutzt geschaut haben, weil er dann darüber sprach, wie oft er dachte, daß ich die Frau zum Heiraten bin, aber ich mache es ihnen allen so schwer. Das hätte auch das Abschleppobjekt zu ihm gesagt. Worauf ich mich irgendwie nicht mehr auskannte und von der trotz ausstehenden Antworten verschickten Mobilnummer erzählte und, daß viel offener in der Situation für mich kaum mehr geht. Da nickte er und erkannte all die kleinen Puzzelteile und weil wir gerade von Gelegenheiten und Blockaden redeten, erzählte ich ihm von seiner verpatzen Gelegenheit.

Irgendwie haben wir über so vieles und doch weniges, aber intensiv geredet. Kurz vor eins sind wir dann los zur Ubahn gegangen. Am Weg dorthin hat er sich meine Hand geschnappt und hielt sie, bis wir in die Ubahn einstiegen. Beim Aussteigen erzählte er mir was Wunderbares, das das Leben wieder sanft gemacht hat. Seitdem grins ich wie ein Hutschpferd.

Außerdem spiele ich mit dem Gedanken mir das Gesicht vom Abschleppopfer auszumalen, wenn dann doch paar Infos den Weg zu ihm finden. Strafe muß sein. Hier dreht sich die Welt weiter. Wie weit und wohin, werd ich dann sehen. Aber zuerst einmal VIEL schlafen.

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Vorbeigerannter Fisch
Ich hab nicht darauf vergessen, aber die Kombination aus zu wenig Schlaf und sehr viel Arbeit (dafür!! *g*) hat es verhindert, daß u.a. der Fisch(beitrag) noch vor der Datumsgrenze herüberschwamm.


Ein Unfischschaaf an Fischauswahl

Damit aber niemand glaubt, ich würde darauf vergessen, schon am Wochenanfang hielt ich bei der Jagd nach dem vorbeirennenden Fisch Inne und machte ganz schnell dieses eine Bild.

Exklusiv und nur für die Leserschaft.
Und keine Sorge von wegen alt oder stinkend, der schimmt schon langer wieder in der Donau : )
Und gut war der *g* und die Begleitung um so mehr.

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