Donnerstag, 17. Oktober 2019
Abbitte
Aktuell sitze ich viel an Mails und noch mehr Mails.
Mittlerweile etwas entspannter, weil ich endlich letzte Woche etwas erledigt habe, was ich nun schon sehr langer vor mir herschieb.

Nachdem es immer seltsamer und mit der Zeit noch belastender wird, hab ich den Versöhnungstag zum Anlaß genommen, um ihm endlich deswegen zu schreiben.

Wie so oft erwarte ich gar keine Reaktion.
Bereits im Sommer tat er wieder so, als kämen meine Mails nicht an. Ich weiß aber, daß die Mailadresse stimmt.
Es geht jetzt auch nicht um mich. Ich will nur etwas loswerden und anders schaffen wir das wohl nicht.

Ich finde es auch albern, wenn jemand absichtlich andere* (Schleich-) Wege nimmt, um ja nur nicht in Verlegenheit zu kommen, kurz zu grüßen. *Und egal, wie ich das finde, ich möchte nicht, daß er das Gefühl hat, das so tun zu müssen.
Zumindest denke ich nicht, daß wir im Bösen sind.

Nur im Verletztenmodus. Oder auch nicht. Kann ich nicht sagen, weil wir jetzt seit 10 Jahren um den heißen Brei rumtanzen, obwohl wir uns fast mehr als doppelt solange kennen.

Es tut mir ehrlich leid, seit dem Moment als ich das reflexartig sagte und so stehen ließ, da ich dachte, ich könnte es kurz später aufklären.
Das Gesagte (ohne weiteren Zusammenhang) war einfach wirklich massiv falsch zu verstehen und ich sah in der Sekunde schon den Schmerz.
Aber wir verabschiedeten uns und das wars.
Funkstille.

Das hatte dann mit dem Trauma zu tun, dem ich paar Tage später ausgesetzt war, nur konnte ich ihm das nie sagen. Zu der Zeit war ich gar nicht in der Lage, mich zu melden, und er - er war ja noch nicht der Typ "ich melde mich von selbst".
So ging das seinen Lauf. Die Jahren zogen ins Land und der Stachel sitzt offenbar dadurch noch tiefer.

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