Dienstag, 11. Jänner 2011
Kolumnenbücher
Nach der kleinen Katastrophe vor knappen 3 Wochen mit dem R.Buch mußte ich ja frühzeitig zu Gl*nnkill wechseln. Allers andre wäre mir da zu gefährlich gewesen, zudem ja dann der Tag schon derart anfing, daß ich fast nicht in den Zug eingestiegen wär.

Ging schon beim Weggehen los: Schal vergessen.
Wie das im Winter passieren kann, mir ein Rätsel. War allerdings auch bepackt wie der Weihnachtsmann.
Dann genau um diese 30 Sekunden den Zug verpaßt mit einem 10 min Intervall auf den nächsten.

Gut, dachte ich, dann kaufe ich mal die Fahrkarte (hatte sowieso schon einen Zeitpolster eingeplant). Und was macht der Automat bzw. nimmer? Zeigt einfach kein "ab Stadtgrenze" mehr an. Nun ist das aber so, daß die Großstadt da verschiedene hat und ich die nicht alle auswendig kenn. (Für gewöhnlich der Grund, warum ich einige alte Fahrkarten mit mir rumtrage, damit ich eben dann den Stadtgrenze-Bahnhof nachschauen kann.)

So - hab mich doch gern, sagte ich zum Automaten und bin zur Straßenbahn gestiefelt.
Das war dann auch das Einzige, was reibungslos verlief. Straßenbahn war gleich da und ich schon bei der Ubahn.

Und dann - das ist mir in 20 Jahren nicht passiert - vergessen bei der richtigen Station auszusteigen. Derart war ich in Gedanken und irritiert, was alles schon aus den Bahnen lief.

Also gemerkt hab ich das schon, ich kam nur bei den neuen Türen (bei denen kann man nämlich nimmer drücken *harhar* weil zu kaputt-anfällig dadurch) raus.

Zur nächsten Station, beim Einfahren schon gelinst, wann die Retour-Bahn kommt - 1 Minute um runter, quer und rauf zu laufen.
Wenigstens war ich nicht allein...

Zurück zum Stadtgrenzenbahnhof, der ja gar keiner ist, wie ich dann die Schlaumeierin am Automaten neben mir angeblafft hab. Das war irgendwie schon zu viel des Guten (Unwissen). Weihnachtsfeiertag hin oder her.

Endlich unten am Bahnhsteig und noch gute 12 Minuten bis zum Einfahren des Zuges.
Wollte auch nur kurz das Bimmelfon kontrollieren, da verfängt sich was in dem Taschentuch, das ich seit Woooochen im Rucksack vergessen hab und sämtliche Musterklammerln, die ich so mühevoll gesammelt hatte, lagen dann am Bahnsteig verteilt.
Aber nicht so, daß man die einfach nur hätte aufheben brauchen.
Nein - wie denn auch: Unter die Bank gefallen, die die Flugratten dort als Kotplatz nutzen. Sauber - ja genau....

Da war der Tag dann eh schon gelaufen. Ging ja dann noch lustig weiter und nur die Aussicht auf einen entspannten Sonntag hielt mich da noch tapfer aufrecht.


Also hab ich mal den Schaferlkrimi angefangen, bis mir dann am Dienstag kurzfristig einfiel, daß ich ja noch andere Bücher aus der Bibliothek hab, die ich aktuell nicht verlängern kann und die mal dringend gelesen werden sollten.

Also habe ich in jeweils 2 Arbeitsfahrttagen beide Bücher gelesen...

Was soll ich sagen...
Ich hatte zum Glück überhaupt keine Erwartungen.
Zudem lese ich auch keine Kolumnen (oder nicht regelmäßig), was auch daran liegt, daß ich - seit ich nicht mehr regelmäßig mit dem Zug verreise - keine Zeitschriften kaufe.

Das erste Buch ging ja noch halbwegs. Auch wenn ich nach der 4ten Kolumne irgendwie den sich immer wiederholenden Stil dann schon etwas satt hatte. Die Pointen waren vorhersehbar und nun ja. Für die Ubahnfahrten hats gereicht...

In der Hoffnung, daß das zweite etwas spritziger würde, hab ich dann das auch noch gelesen, aber irgendwie nur der Abklatsch vom Vorgänger.

Dazwischen hab ich mich dann gefragt, wann ich denn meinen letzten MusicExpress gekauft hab und warum ich das nicht mehr tu.
Ich könnte nun nicht behaupten, es wäre wegen der Kolumne gewesen. Ich kaufe schon länger nicht mehr, als die Karriere dort gestartet wurde.
Konkret seit dem letzten Jahrtausend nimmer.


Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ich hab mir paar Fahrten zur/von/nach der Arbeit damit verlängert. Mehr nicht. Auch möglich, daß es was für Liebhaber ist.
Da ich hier ja V*Va, M*V usw. verschobt geblieben bin, entzieht sich mir halt vllt auch einiges an der Art des Humors.
Vllt sollte man aber Kolumnen einfach auch nur stückerlweise lesen und nicht auf einen Sitz.

Der Roman gefällt mir dann doch sehr viel mehr besser.

Um auch einen krummen Satz zu bauen.

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