Freitag, 1. Juli 2005
Loch im Bein
Seit heute Vormittag. Von dem Stein im Bein.

Den haben die Schwestern mit der Pinzette herausoperiert.
Zuerst ist der Stein natürlich weiter hineingerutscht. Taktisch lag er günstig – genau auf der Schwellung, darunter ist noch zusätzlich ein Bluterguß.

Wie ein Splitter sah er aus. Deswegen wollte ich ihn auch rauswachsen lassen. No way – die Schwester hatte angebissen. Blutgeil wie ein Vampir grinste sie mich an, es gab kein Entkommen. Schon davor hat sie wild mit der Pinzette am Schorf herumgezupft. "Wah, nein das ist drunter noch nicht zu... " - Sie reißt an: "Jetzt seh ich's auch", als das Blut gleich geflossen ist.

Ich war knapp vorm Umkippen, als der Stein endlich draußen war. Schlecht war mir noch nach über einer Stunde. Wie der Eisberg von der Titanic. An der Oberfläche so unschuldig klein hinterließ er ein ziemliches Loch.

Daneben noch ein Stein (auch Rollsplitt), den haben wir aber auf Montag verschoben. Den heutigen Übeltäter hab ich mir einpacken lassen. Mal sehen, ob ich ihn mal gescannt bekomme. Immerhin darf ich offiziell an der Kruste rumzupfen und klares Wasser dran lassen. Und da die Wunde seit gestern trocken ist, werd ich heute unverschämt NICHT auf dem Rücken schlafen : )

... verpflanzen (5 Kommentare)   ... bewässern


"Mein Vater hat sich ausgesperrt."
Entschuldigung einer Kollegin, die kurz mal zur Rettung aufbrach. Aber nicht einfach so ausgesperrt. In Unterhosen ausgesperrt.
Ich stelle mir das bildlich vor: Älteres Herr steht nur mit Unterhosen bekleidet auf dem Gang. Mit was telefoniert er dann? Gut, diese Überlegung beiseite schieben, von wem aus telefoniert er, was sagt die Person zu der beinahe Nacktheit?

Die Kollegin kehrt nach kurzer Zeit zurück. Die Nachbarin hätte geläutet, ob er auf ein paar Palatschinken rüber kommen wolle. Er habe dann die Tür offen gelassen, die später zugefallen sei.

Warum die Nachbarin keinen Reserveschlüssel hat, fragt jemand. Das wußte die Kollegin auch nicht, früher einmal hatte die Nachbarin einen. Da wär wohl vielleicht was vorgefallen, oder kein Vertrauen mehr. "Wenn er in Unterhosen zum Essen rübergeht steckt möglicherweise mehr dahinter". Schallendes Gelächter. Wenigstens haben wir es lustig in dem Zimmer, obwohl ich noch immer nicht in den Kopf bekommen, wie man sich so gut wie nackig an einen Tisch setzen kann. Nicht mal im Urlaub hab ich für so was Verständnis. Aber ich will auch mein Essen genießen und nicht sämtliche Brusthaare meines Vis-à-vis zählen oder Brüste ins Essen hängen sehen.

... verpflanzen (3 Kommentare)   ... bewässern