Mittwoch, 22. Juli 2020
Vom Haustratsch und Familienklatsch
Als ich grad im Lift bin, bleibt der unterwegs stehen und die Nachbarin mit dem Wuschelhund sagt Darf ich? und steigt in den 1m2 Lift.

Wir unterhalten uns kurz über die WaKü-Affaire, lachen noch bei der Verabschiedung, da seh ich die Hausputzin.

Als ich heimkomme, liegt eine sterbende Hummel vor der Balkontür.
Ich tu mein Möglichstes (was genau tut man?), aber sie kommt nicht mehr hoch. Ich bette sie auf Moos.



Am späten Nachmittag läutet es bei mir an der Tür - die Nachbarin von oben. Wenn ich mal Zeit habe, würde sie gerne mit mir reden.
Nachdem in der Zwischenzeit meldete die Firma die Kundin für den Abend ab, also informierte ich die Nachbarin, daß ich doch am Abend Zeit habe.


Gleich nach der Begrüßung sagt sie zu mir - ich habe gehört, Du hast eine neue beste Freundin?
Bin etwas baff und muß überlegen. Ah - schlußfolgere ich, die Hausfifi hat mich heute mit der Nachbarin reden sehen.

Unglaublich, was da getratscht wird. Würde die Frau nur die Hälfte der Zeit, die sie wohl mit Tratsch- und Unwahrheitenverbreitung zubringt, was arbeiten, würde das Haus blitzblank sein...
Ich überlege kurz und sag - weißt Du, was wirklich lustig ist? Ich habe die Nachbarin Anfang März und dann Ende April je einmal kurz gesehen und dann heute in der Früh. Das war alles.

Als würd ich mir von der Fifi verbieten lassen, mit wem ich rede. Unglaublich.
Allerdings war der Grund, warum sie bei mir geläutet hat, ein anderer.

Ob es bei dem Name bei mir klingelt. Klar sage ich.
Ob ich Kontakt zu ihr möchte. Da muß ich noch überlegen. Nach dieser Aktion habe ich mit beiden abgeschlossen.
Trotzdem gebe ich ihr meine Mailadresse. Aber nicht die Telefonnummer sage ich. Das will ich nicht.
Bei einem Mail kann ich entscheiden, ob und wann ich antworte. Überfallen lasse ich mich nicht.

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Freitag, 17. Juli 2020
Vom gehängten Fisch (sponsored by Mark793)
Der heutige Bilderfisch ist Herrn Mark vor die Linse geschwommen und er hat ihn dankens-werterweise als Sommerfisch zur Verfügung gestellt.

Ursprünglich hatte ich einen netten Text dazu.
Dann kam mir die Woche (oder eher der dumme Kollege dazwischen), letztendlich vergaß ich meinen Text mehrfach und nun kommt halt, was da steht.
Die Woche war ziemlich anstrengend, weniger wegen der Kunden, sondern den Streitereien (aka Kindergarten ©Direx) geschuldet.

Nun war ich dann eh schon ausgelaugt und sehr ventilsuchend, da ergab es sich gestern, daß ich beim Badminton auf den Rentnerplatz abgeschoben wurde. SCHON WIEDER!

Um es anders zu formulieren. Ich spiel seit Jänner am Pensionisten-platz. Im Februar hatte ich bereits die Schnauze davon voll, daß ich mich ab&zu dann nicht zerpflückt habe. Der März, April, Mai rettet sich durch c-19 und seit Mitte Juni schlucke ich schon wieder (mit Ausnahme von 2 Terminen) die anwachsende Wut darüber hinunter.

Klar war ich gestern zu spät dran. Hatte aber im Vorfeld gesagt, daß ich eng kommen werde. Schienenersatz bzw. knapper Kundentermin.

Aber die Wochen davor war ich pünktlich oder auch mehrfach vor der Zeit da und stand mit den andren vor der Tür (bevor wir auf den Platz können). Jedes Mal, wenn ich den Schläger ausgepackt, den Finger eingewickelt hab und mich umdrehte, war der schnelle Platz durch- besetzt und nur noch am Schupfplatz* für mich was frei.

Seit Jahresbeginn wird mit 1-2 Ausnahmen auch nimmer gewechselt. So wie es losgeht, bleibts dann ziemlich durchgehend 60 Minuten lang.
Da wird erst gar net gefragt und getauscht auch net.

Das kotzt mich derart an, daß ich gestern gleich beim Platzbetreten zum Spiel-Bussibär sagte - Du rennst heute.
Weil wir zwei zusammen, wenn drüben keine Energie* ist - das ginge nicht gut.

*Es ergab sich, daß ein Paar, das seit einem Jahr nimmer da war, nun wieder spielt. Er am schnellen Platz (natürlich!), sie mit dem BP ausgetauscht.
Kommt die, mit der ich net kann - stellt die sowieso den Anspruch, mit wem sie spielen will.


Also war ich die erste halbe Stunde nur von der Anreise verschwitzt bzw. trocknete vor mich hin. Insgesamt habe ich 10 schnelle Schritte gemacht. Nun gut, jetzt können wir einen ordentlich eingespielten Spielerwechsel - aber sonst?

Außerdem geht mir langsam der Bussibär zu weit.
Hat er letztens noch gemeint, wir könnten ja geimensam ins Kino gehen (ja, langsam denke ich, da steckt mehr dahinter...), so kam dann gestern mal in Bezug aufs Ferienlager "aja, da warst schon im Alter fürs Knutschen", was ich jetzt noch nicht bewertet hätte, wäre da nicht ein "ach, lags wohl am Sexuellen" nachgefolgt, als ich nur gesagt hab, daß ich zu einem Konzert mit wem andren ging, weil der damalige Freund bereits ex war.
Mit Verlaub, ich werde nicht über das Intimleben (Ausstattung, Fähigkeiten, (Un-) Vermögen) eines Exfreundes sprechen. Das gehört für mich zu den Dingen, die genau 2 Leute was angeht. Zumal der Grund für die Trennung ein anderer war.

Irgendwie geht mir das zu weit. Wir kennen uns nur oberflächig und diese ganzen Anspielungen vermehren sich laufend. Klar, wir sitzen im Auto dicht aneinander (Platz geschuldet), aber irgendwie scheint c-19, Sommer, etc. manche etwas durcheinander zu bringen.
Und oben drüber hängt meine Wutwolke, die ich nicht loswerd.

Eigentlich hatte ich für nächste Woche schon alles arbeitstechnisch arrangiert, aber was soll ich mich noch mehr ärgern. Ich laß mal besser nächste Woche aus und häng lieber bisserl im Sportstudio ab wie der Bilderfisch.

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Mittwoch, 15. Juli 2020
Also ich habe mich wirklich sehr auf heute gefreut.
Endlich wieder Home Office. In schräger Form letzten Freitag auch. Allerdings zählt umgelagertes ausgelagertes HO nicht wirklich, zumal es nach 20 Minuten abgebrochen werden mußte, weil z**m und WLAN eine unpassende Kombination ergaben. (Na was für ein Wunder aber auch...)

Jedenfalls war ich (von dem Intermezzo abgesehen) seit 11 Tagen nimmer HO-arbeitend (einmal nur nachgewerkt). Fast hätte ich gesagt, mit dem Kunden, mit dem es besonders viel Spaß macht - aber eigentlich macht es mit allen viel Spaß und mit manchen noch mehr.

Warum ich mich noch auf HO gefreut habe: ich wollte danach zu Sport.
Tja - netter Plan.
Tatsächlich verbrachte ich bereits heute Mittag meine freie Lesezeit (!!) mit einer Mailvorbereitung.
Nach der Dokumentation fürs HO dann noch um den Mailfeinschliff gekümmert. Also +2,5 Stunden Lebenszeit dazu.

Kaum waren wir fertig, fand ich den schriftlichen Beweise dafür, daß der Stromanbieter einfach nur gaga ist.
Also noch was angehängt und Screenshots gemacht. Um 23h50 zHaus.
Morgen dann Post. Das Einschreiben wird mehr als 1/4 meines Monats -teilbetrags kosten und unterm Strich kotzt mich das an.

Hätte mal jemand mein Mail vor 2 Wochen gelesen (unds Hirn einge-schalten), hätte man sich Drohungen und ich mir Lebenszeit (+ Geld) ersparen können. Da tröstet es auch nicht, daß der Mamazwerg und ich einen Heidnspaß an meinem Antwortschreiben hatten.
Oder wenigstens hätt ich mich in der Zeit um andere Unerfreulichkeiten (der jährliche Märchenbericht der HV ist da) kümmern können.



Nun ja.
Dafür habe ich auch bis ans Ende der Woche jeden Tag HO. Da hoffe ich mal auf Sport morgen. Obwohl es mir lieber gewesen wäre, ich hätte da schon einen Polster, aber seis drum.
Zuerst mal den Husten unter Kontrolle bringen.

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