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Freitag, 18. November 2011
Von Schmeichelgrenzen
sid, 00:40h
Heute, als ich kurz einen Moment allein war, vorher schon mit dem ehem. Chef und dem sehr dem jungen Kollegen eine Runde gelacht hab, da dachte ich darüber nach, wie das so ist, mit der Freundschaft zwischen Männlein und Weiblein.
Immer Beteuerungen wo was ist oder nix ist, oder wies dann ist, dazu dann Fremdmeinungen, die ungefragt wen wo reindrängen wollen, obwohl man gar nicht will.
Mitten da rein auch dieses Mail, das ich nach dem Wochenende wieder gelesen hab, daß so viel älter als manch andre Geschichten ist, und ich wohlweißlich sehr verdrängt hab. Als er schrieb, ja das ist so. Und ich warte seit Jahren - und ich nach all den Jahren schlucken mußte und mich nicht fragen will, ob das noch immer so ist. Oder sein wird. Falls es dieses Gespräch mal geben sollte. Wie ich ihn dann wieder auf Abstand bringe ohne auf Distanz zu halten.
Jedenfalls versteh ich mit dem Kollegen sehr gut und wir haben immer sehr viel Spaß. Vor allem der ehem. Chef versucht uns immer miteinander aufzuziehen.
Und ich hab darüber nachgedacht, daß es gut ist, so wie es zwischen uns ist. Bisserl Schmeicheleien, liebe Sticheleien, aber immer mit Respekt und irgendwie macht das den Arbeitstag so viel angenehmer und leichter. (Vor allem, wenn man wieder so viel Kacke läuft, wie grad mal wieder.)
Allerdings sind auch hier die Grenzen sehr dünn. Er hat mir heute eine Massage angeboten. Er meinte das ernst. Ich war schlau genug das ablenkend abzulehnen. Es ist ein sensibles Seil, auf dem wir da balancieren und ich möchte nicht, daß wir herunterfallen.
Und als wir uns eine dreiviertel Stunde später getrennt haben, weil sich unsere Weg zurück zur Firma trennten, da hab ich darüber nachgedacht und später fiel mir dann ein, daß ich eigentlich morgen den Typen wiedersehen sollte, der mich im September so charmelos versetzt hatte. Allerdings gabs da ein admin. Durcheinander, von daher, seis ihm vergeben. Mal schauen, ob er wirklich kommt. Glauben tu ichs ja nicht. Aber bei Kerlen - weiß ich eh nie ; )
Immer Beteuerungen wo was ist oder nix ist, oder wies dann ist, dazu dann Fremdmeinungen, die ungefragt wen wo reindrängen wollen, obwohl man gar nicht will.
Mitten da rein auch dieses Mail, das ich nach dem Wochenende wieder gelesen hab, daß so viel älter als manch andre Geschichten ist, und ich wohlweißlich sehr verdrängt hab. Als er schrieb, ja das ist so. Und ich warte seit Jahren - und ich nach all den Jahren schlucken mußte und mich nicht fragen will, ob das noch immer so ist. Oder sein wird. Falls es dieses Gespräch mal geben sollte. Wie ich ihn dann wieder auf Abstand bringe ohne auf Distanz zu halten.
Jedenfalls versteh ich mit dem Kollegen sehr gut und wir haben immer sehr viel Spaß. Vor allem der ehem. Chef versucht uns immer miteinander aufzuziehen.
Und ich hab darüber nachgedacht, daß es gut ist, so wie es zwischen uns ist. Bisserl Schmeicheleien, liebe Sticheleien, aber immer mit Respekt und irgendwie macht das den Arbeitstag so viel angenehmer und leichter. (Vor allem, wenn man wieder so viel Kacke läuft, wie grad mal wieder.)
Allerdings sind auch hier die Grenzen sehr dünn. Er hat mir heute eine Massage angeboten. Er meinte das ernst. Ich war schlau genug das ablenkend abzulehnen. Es ist ein sensibles Seil, auf dem wir da balancieren und ich möchte nicht, daß wir herunterfallen.
Und als wir uns eine dreiviertel Stunde später getrennt haben, weil sich unsere Weg zurück zur Firma trennten, da hab ich darüber nachgedacht und später fiel mir dann ein, daß ich eigentlich morgen den Typen wiedersehen sollte, der mich im September so charmelos versetzt hatte. Allerdings gabs da ein admin. Durcheinander, von daher, seis ihm vergeben. Mal schauen, ob er wirklich kommt. Glauben tu ichs ja nicht. Aber bei Kerlen - weiß ich eh nie ; )
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Donnerstag, 17. November 2011
Akkordsprüche
sid, 00:24h
Irgendwie liefs gut und auch verkehrt. Diese Sache mit dem Auftrag. Völlig utopische Erwartungshaltungen, obwohl ich seit Tagen darauf hinweise, daß das nie und nimmer machbar ist. Aber alle wissen es besser, und manche halten auf und machen zeitgleich Druck.
Ziemliche lange im Akkord gewerkt, wir funktionieren gut zusammen, sind schnell eingespielt, bis es spät war und Zeit zu gehen. Sie nach Haus, ich einmal quer durchs Haus zum Kundentermin.
Und wie so oft, die die zu spät kommen, lassen mich einfach nicht gehen. Das Maximum rausholen, egal, daß ich schon längst unbezahlt da bin. Und so bauscht sich das dann auf, dieses Wurstel-Gekeife, die Müdigkeit und dann noch mal die aufgedeckte neuerliche Verarsche (was für ein Glück, daß ich am Freitag schon weit weg saß und nicht mal so tun mußte, als ob) und da war dann noch die fehlende Bestätigung. Die und das Angepißtsein darüber, daß man Leuten, die was von einem wollen, nachrennen muß. Ich hatte schon letzte Woche ein Mail geschrieben, schon gegen Mittag eine Nachricht hinterlassen - und dann, natürlich auf die Box getobt - so ein bisserl...
Im Endeffekt, bin ich dann noch länger geblieben und hab einfach meine Kollegin gefragt. So sind wir zusammen in die Ausstellung gefahren, was wirklich toll war. Einerseits den Druck loswerden, selbst wenn wir schon wieder den Mist durchgekaut haben, den wir schon am Freitag in Einzelheiten zerlegt hatten. Andererseits einfach die schönen Fotografien, und dann noch dazwischen ein bekanntes Gesicht, an das ich die letzten 2 Tage gedachte hatte.
Als sich unsere Wege dann getrennt haben und ich ein wenig Zeit hatte, den ganzen Tag zu sortieren, da fiel mir ein, was sie am Morgen zu mir gesagt hatte. Da mußte ich vor mich hin grinsen und ich dachte weiter und weiter darüber nach. Und nachdem ich mir doch die letzten Tage das Blauauge wieder selbst madig gemacht hatte, was noch leichter ging, weil 2 Tagesverabredungen ins Wasser fielen, da war dann doch, des Satzes wegen, wieder so ein Funke da. Ebenso ein Dauergrinsen, weil man den Satz auch wunderschön umdrehen kann.
Ich werds halt am Rande antesten. Dann am Wochenende. Ist ja nimmer lang. Dann seh ich weiter. Falls ich durchseh. Wovon ich eh nicht ausgeh, aber... ich lass mich überraschen.
Nach den Streßtagen dann erst mal Wohlfühlmenschen geplant. Augen zu und Kopf über ins Wochenende. Es darf wieder getanzt werden.. : )
Ziemliche lange im Akkord gewerkt, wir funktionieren gut zusammen, sind schnell eingespielt, bis es spät war und Zeit zu gehen. Sie nach Haus, ich einmal quer durchs Haus zum Kundentermin.
Und wie so oft, die die zu spät kommen, lassen mich einfach nicht gehen. Das Maximum rausholen, egal, daß ich schon längst unbezahlt da bin. Und so bauscht sich das dann auf, dieses Wurstel-Gekeife, die Müdigkeit und dann noch mal die aufgedeckte neuerliche Verarsche (was für ein Glück, daß ich am Freitag schon weit weg saß und nicht mal so tun mußte, als ob) und da war dann noch die fehlende Bestätigung. Die und das Angepißtsein darüber, daß man Leuten, die was von einem wollen, nachrennen muß. Ich hatte schon letzte Woche ein Mail geschrieben, schon gegen Mittag eine Nachricht hinterlassen - und dann, natürlich auf die Box getobt - so ein bisserl...
Im Endeffekt, bin ich dann noch länger geblieben und hab einfach meine Kollegin gefragt. So sind wir zusammen in die Ausstellung gefahren, was wirklich toll war. Einerseits den Druck loswerden, selbst wenn wir schon wieder den Mist durchgekaut haben, den wir schon am Freitag in Einzelheiten zerlegt hatten. Andererseits einfach die schönen Fotografien, und dann noch dazwischen ein bekanntes Gesicht, an das ich die letzten 2 Tage gedachte hatte.
Als sich unsere Wege dann getrennt haben und ich ein wenig Zeit hatte, den ganzen Tag zu sortieren, da fiel mir ein, was sie am Morgen zu mir gesagt hatte. Da mußte ich vor mich hin grinsen und ich dachte weiter und weiter darüber nach. Und nachdem ich mir doch die letzten Tage das Blauauge wieder selbst madig gemacht hatte, was noch leichter ging, weil 2 Tagesverabredungen ins Wasser fielen, da war dann doch, des Satzes wegen, wieder so ein Funke da. Ebenso ein Dauergrinsen, weil man den Satz auch wunderschön umdrehen kann.
Ich werds halt am Rande antesten. Dann am Wochenende. Ist ja nimmer lang. Dann seh ich weiter. Falls ich durchseh. Wovon ich eh nicht ausgeh, aber... ich lass mich überraschen.
Nach den Streßtagen dann erst mal Wohlfühlmenschen geplant. Augen zu und Kopf über ins Wochenende. Es darf wieder getanzt werden.. : )
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Dienstag, 15. November 2011
Heute geht die Post ab... (Teil II)
sid, 18:05h
Damit nu alle zu sehen bekommen, was die Leute in Händen halten, nachdem ich sie mit der Krackelschrift verschreckt hab, gibts endlich paar Bildas. (ACHTUNG SPOILER!!!)
Außerdem ist mir gestern beim Heimfahren aufgefallen, daß ich den Basteleinkauf vom letzten Donnerstag gar nicht online gepackt hab - und nein, das sieht nur aus, wie alles Papier *pfeiff*
Und alles von Magnolia *g*
Aber der Hammer ist und bleibt Bienie. Du bist irre! : *
Im Packerl war dann das:
Klar, ich wußte schon, daß ich diese Minis bekomm, ABER da war noch ein Ollyfant und diese tolle Karte und das Papier (schon wieder Papier! JA!).
Und ich hab noch gar nichts verschickt, weil ja erst heute das neue Licht kam - und hinten noch finster ist - und heute ja Telefon, Telefon, Telefon war.
Gegessen hab ich den ganzen Tag noch nix, getrunken dann wohl auch nix *grübel*
Außerdem ist mir gestern beim Heimfahren aufgefallen, daß ich den Basteleinkauf vom letzten Donnerstag gar nicht online gepackt hab - und nein, das sieht nur aus, wie alles Papier *pfeiff*
Und alles von Magnolia *g*
Aber der Hammer ist und bleibt Bienie. Du bist irre! : *
Im Packerl war dann das:
Klar, ich wußte schon, daß ich diese Minis bekomm, ABER da war noch ein Ollyfant und diese tolle Karte und das Papier (schon wieder Papier! JA!).
Und ich hab noch gar nichts verschickt, weil ja erst heute das neue Licht kam - und hinten noch finster ist - und heute ja Telefon, Telefon, Telefon war.
Gegessen hab ich den ganzen Tag noch nix, getrunken dann wohl auch nix *grübel*
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Heute geht die Post ab... (Teil 1)
sid, 13:30h
Zuerst hat der Postbote kurz nach 10h brav unten geläutet - den hab ich schon sehnsüchtig erwartet, bin dem armen Kerl fast um den Hals gefallen : )
Auspacken, auspacken - ein kurzer Schreck, aber alles wie bestellt. Ich seh wieder rosa! Fragen Sie nicht nach dem Versandpreis. Gefühlt unbezahlbar und real einfach die Krot sehr gern geschluckt.
La vie en rose - endlich, endlich, endlich.
Meine Schmerztherapeutin hat am Freitag sehr eindringlich gesagt: "Sid, Du mußt die Energieverblendung rausmachen! Die macht Dich krank!" - als wir versucht haben, die Migräne vom Explodieren abzuhalten.
Gleich wollte ich die Bewertung abgeben, das gehört sich schließlich so. Aber man solls ja nicht glauben...
Ja - das war der Plan vor fast 3 Stunden, aber weiter als bis zum Kalender kam ich ja nie nicht.
Selbst Mailbeantworten oder im Blog was schreiben - alles wurde mehrfach unterbrochen.
Da war doch gestern schon diese Sache mit hin/her man gibt mir keine rechte Auskunft nicht. Fiel ihnen heute Vormittag ein, man könnte doch noch mal...
Mir ja alles recht - aber das muß man sich mal vorstellen: ich leg das Telefon aus der Hand, schnauf kurz durch, um zu überlegen, wo ich welchen Termin eintrag oder wobei ich grad unterbrochen wurde und wie ich weitertu - läutet es wieder. Und wieder und wieder und wieder. (Drei Damen, drei Nummern, 2 Büros, 1 Firma *g*)
Dann hab ich mich mal gegen 11h mit "na wenns noch was gibt, rufst halt an - nein nein, ist ja nun alles geklärt" verabschiedet und seitdem haben wir noch 5x telefoniert.
Edith: bis 13h kamen noch 2 Anrufe.
Und um den Posteintrag perfekt zu machen, gibt es ein munteres Klebeband raten. War gestern Abend auch kurz ratlos, als ich ins Postkasterl gesehen hab. Und dann um so mehr gequietscht.
Von wem kann denn das sein? : )
Und eigentlich wollte ich nu die Karten online stellen - oder soll ich noch bis morgen warten?
Dazu würd ich gerne wissen, wer die 2 "nein" Stimmen sind - ich denk mal Frau S. und ?
Auspacken, auspacken - ein kurzer Schreck, aber alles wie bestellt. Ich seh wieder rosa! Fragen Sie nicht nach dem Versandpreis. Gefühlt unbezahlbar und real einfach die Krot sehr gern geschluckt.
La vie en rose - endlich, endlich, endlich.
Meine Schmerztherapeutin hat am Freitag sehr eindringlich gesagt: "Sid, Du mußt die Energieverblendung rausmachen! Die macht Dich krank!" - als wir versucht haben, die Migräne vom Explodieren abzuhalten.
Gleich wollte ich die Bewertung abgeben, das gehört sich schließlich so. Aber man solls ja nicht glauben...
Ja - das war der Plan vor fast 3 Stunden, aber weiter als bis zum Kalender kam ich ja nie nicht.
Selbst Mailbeantworten oder im Blog was schreiben - alles wurde mehrfach unterbrochen.
Da war doch gestern schon diese Sache mit hin/her man gibt mir keine rechte Auskunft nicht. Fiel ihnen heute Vormittag ein, man könnte doch noch mal...
Mir ja alles recht - aber das muß man sich mal vorstellen: ich leg das Telefon aus der Hand, schnauf kurz durch, um zu überlegen, wo ich welchen Termin eintrag oder wobei ich grad unterbrochen wurde und wie ich weitertu - läutet es wieder. Und wieder und wieder und wieder. (Drei Damen, drei Nummern, 2 Büros, 1 Firma *g*)
Dann hab ich mich mal gegen 11h mit "na wenns noch was gibt, rufst halt an - nein nein, ist ja nun alles geklärt" verabschiedet und seitdem haben wir noch 5x telefoniert.
Edith: bis 13h kamen noch 2 Anrufe.
Und um den Posteintrag perfekt zu machen, gibt es ein munteres Klebeband raten. War gestern Abend auch kurz ratlos, als ich ins Postkasterl gesehen hab. Und dann um so mehr gequietscht.
Von wem kann denn das sein? : )
Und eigentlich wollte ich nu die Karten online stellen - oder soll ich noch bis morgen warten?
Dazu würd ich gerne wissen, wer die 2 "nein" Stimmen sind - ich denk mal Frau S. und ?
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Schrifterinnerungen
sid, 13:11h
Gestern hab ich mich an der Nase genommen und noch sämtliche Mails geschrieben, die zu schreiben waren und wenn sie zu lange ungeschrieben bleiben, es dann für immer sind.
Als ich wieder zu Hause war, über das Gespräch nachgedacht, und ein Mail gesucht hab. Das ist ja immer ein Minenfeld, und sehr vorsichtig anzugehen.
Und mitten rein in das Jahr, über dessen zweites Viertel ich erzählt hab, mitten rein auf Mailklick.
Dabei noch einmal vergrabene Erinnerungen nachgelesen und mir die Fragen beantwortet, die er mir am Samstag gestellt hat. Deren Antworten ich nicht mehr zu genau wußte, weil ich es nicht mehr wissen will, und doch weiß, daß es da viele Gründe gab, von denen nur wir wußten. Da waren sie dann, verpackt in Buchstaben, Worte und Kopfbilder.
Dann waren mitten drin die andren Mails. Vorsichtige Annäherung nach so viel Scherben und dann die vom Verursacher. Ganz aufgeregt hat der damals zu kitten versucht, was er so mutwillig zerbrochen und zertreten hat in seiner dummen sinnlosen Eifersucht. Der Kontrollzwang, der nichts Gutes brachte und mir letztendlich volle Kontrolle über ihn gab. Als ich dann wieder in der Lage war, vom Boden aufzustehen.
Und wie gereizt die Mails vom Betrüger wurden, als er merkte, daß ich seinem Spiel und Griff entglitt.
Alles nur Spinner - und dazwischen das Leid, daß der Stalker angerichtet hat.
Sie hat zum ersten Mal zugehört. Zum ersten Mal hab ich mehr davon erzählt. Davor war es nicht möglich. Sie, so festgefahren in ihren Meinungen, war nicht in der Lage einfach nur aufzunehmen. Und ich hatte es dazwischen aufgegeben, es erklären zu wollen. Alles nur Spinner im Netz, sagt sie auch gestern zu mir. Und ich lache. Ja - das ist wahr. Alle sind wir Spinner, die einen mehr, die andren weniger. Und davon genug schwarz/weiß im Maileingang.
Und dann die Mails von der Weiterreise. Der Klebstoff und die wenigen Wort, die so vieles wieder gut gemacht haben.
Zeitreise auf Knopfdruck. Noch mal sehen, wie wir es damals hinbekommen haben. Lesen, was ich sowieso weiß, und was ich dazwischen vergessen wollte. Manche Sachen, die sind nur für die blauen Stunden.
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Aber vllt schaffen wir es wieder. Mit all den Veränderungen und Narben, die wir davon getragen haben.
Das wünsch ich uns.
Als ich wieder zu Hause war, über das Gespräch nachgedacht, und ein Mail gesucht hab. Das ist ja immer ein Minenfeld, und sehr vorsichtig anzugehen.
Und mitten rein in das Jahr, über dessen zweites Viertel ich erzählt hab, mitten rein auf Mailklick.
Dabei noch einmal vergrabene Erinnerungen nachgelesen und mir die Fragen beantwortet, die er mir am Samstag gestellt hat. Deren Antworten ich nicht mehr zu genau wußte, weil ich es nicht mehr wissen will, und doch weiß, daß es da viele Gründe gab, von denen nur wir wußten. Da waren sie dann, verpackt in Buchstaben, Worte und Kopfbilder.
Dann waren mitten drin die andren Mails. Vorsichtige Annäherung nach so viel Scherben und dann die vom Verursacher. Ganz aufgeregt hat der damals zu kitten versucht, was er so mutwillig zerbrochen und zertreten hat in seiner dummen sinnlosen Eifersucht. Der Kontrollzwang, der nichts Gutes brachte und mir letztendlich volle Kontrolle über ihn gab. Als ich dann wieder in der Lage war, vom Boden aufzustehen.
Und wie gereizt die Mails vom Betrüger wurden, als er merkte, daß ich seinem Spiel und Griff entglitt.
Alles nur Spinner - und dazwischen das Leid, daß der Stalker angerichtet hat.
Sie hat zum ersten Mal zugehört. Zum ersten Mal hab ich mehr davon erzählt. Davor war es nicht möglich. Sie, so festgefahren in ihren Meinungen, war nicht in der Lage einfach nur aufzunehmen. Und ich hatte es dazwischen aufgegeben, es erklären zu wollen. Alles nur Spinner im Netz, sagt sie auch gestern zu mir. Und ich lache. Ja - das ist wahr. Alle sind wir Spinner, die einen mehr, die andren weniger. Und davon genug schwarz/weiß im Maileingang.
Und dann die Mails von der Weiterreise. Der Klebstoff und die wenigen Wort, die so vieles wieder gut gemacht haben.
Zeitreise auf Knopfdruck. Noch mal sehen, wie wir es damals hinbekommen haben. Lesen, was ich sowieso weiß, und was ich dazwischen vergessen wollte. Manche Sachen, die sind nur für die blauen Stunden.
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Aber vllt schaffen wir es wieder. Mit all den Veränderungen und Narben, die wir davon getragen haben.
Das wünsch ich uns.
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Mit freundl. Genehmigung von
