Montag, 5. April 2010
Auferstehung (ob kurz oder lang, von Dauer oder nicht)
Wer weiß das schon. Jedenfalls heute zugeschlagen. Auf die brechrosa-nicht rosa Wand. Eine Gelse. Glaub ich. Hab vergessen nachzufragen. Währenddessen wird hier das Haus umgebaut. Einen Stock drunter fliegen (mal wieder/wie üblich) die Kästen um und mein Bett macht einen Sprung in die Höhe. Einen Stock drüber, ich trau mich gar nicht fragen.

Ob es meine Blumenkisten betrifft interessiert mich für den Moment nicht. Ich hab frei, und wenn wer Platz braucht, soll ers mir (nett) zwischendurch mitteilen. Zettel an die Tür tät schon reichen. Das Haus vibriert. Aber vllt ist es doch wo anders. Erkennt man hier immer so schwer. Man müßte nur dem Krach nachgehen.

Bin gespannt, ob dann morgen der Lift wieder kaputt ist. Die Leute verstehen einfach nicht, daß der kein Lastenaufzug ist. Und auch nicht, daß heute RUHEtag ist.


Zurück zur Gelse. Von der ich nicht weiß, ob sie eine war. Sah so aus. Da darf man nicht zu lange warten. Patsch und ihr Hirn klebte am Lachspüree. Sie auch. Hat noch bisserl gezuckt. Oder wars der Wind, egal - hab einen Flügel gepackt und den Rest von der Wand gezogen. Wollte ja noch draufsteigen, solche Viecher überleben alles. Auferstehung nach den wüstesten Crashes.

Hab ich mal mit einer Motte erlebt. Eine ganze Rolle Faxpapier auf die drauchgeknallt. Nach 10 Minuten flog sie weiter. Das haben wir dann solange gespielt, bis es mir fad wurde und ich ihr eine Fahrt in den Kanal spendiert hab.

Der Veitschi, den ich heute nicht mehr ansehen wollte und kurz vorm knapp Zurückschneiden war, treibt wild aus. (Nicht ganz soviel wie gehofft, aber viel mehr als erwartet. Andres Grünzeug war auch viel widerstandsfähriger als von den Baumarbeitern vermutet. Grünzeug siegt!)

Weiter mit der Märchenstunde. Verfolgt mich auch seit Tagen, nun mehr Wochen...


The Killers - Mr. Brightside

Wer lieber neu hören möchte - hier und stelle sich dazu einen tanzenden Eisbären ein rumspringendes Streifenhörchen vor.

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Samstag, 3. April 2010
Gef*llter Fisch...
Nun doch. Da es draußen kalt ist, sehr kalt, ist der Tort schneller ausgekühlt, als ich den Geschirrspüler ausgeräumt hab.

Na auch kein Vergehen, also noch schnell die Füllung und dann die Glasur. Kann ja nicht so schwer sein, wo der Tort schon schräg, kann ja nimmer viel schiefgehen...
Guter Plan, wäre da nicht aus irgendeinem Grund die Anzeige mit den oz interessanter gewesen, als die mit den g. Dabei hab ich eh schon die doppelte Menge gemacht. Jetzt weiß ich auch, warum ich sonst die andere Waage benutz.

Irgendwo hörte ich den Omazwerg dann kichernd und feixend auf einer Wolke sitzend und hab das gemacht, was der Omazwerg irgendwie immer gemacht hat: improviersieren. Wo für mich die Genauigkeit wichtig ist und früher alles nur "aus dem Handgelenk" war, beiß ich die Zähne zusammen und weiß, daß es doch passen wird.

Und dann irgendwo dazwischen, in der Küche, die jetzt meine ist, und in der ich aufgewachsen bin, habe ich gemerkt, wie sehr ich das Kind meiner Großmutter bin.

Morgen - so ich angerufen/abgeholt werde - ist sie dann mit dabei. Und es ist dann ein wenig wie früher. Nur eine fehlt. Aber die wird sowieso wohl nie freiwillig dabei sein. Und das ist auch ok. Vllt nehm ich dann doch ein Stück Tort für sie mit. Weil trotz allem ist das Familie.

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Für die Fisch...
So, keinen Anruf wegen der morgigen Verabredung bekommen, und ich hab mal wieder keine Ahnung wann ich wo genau sein soll. Sehr schön. Aber da ich ein großes Faultier bin, hab ich mich ans Werk gemacht und einen Tort verbrochen. Also derart viel daneben ist ja schon lang nimmer gegangen. Und daß ich beim Mamazwerg vergessen hab die Form oder einen passenden Teller zur Glocke zu entwenden, ist nur Nebensache.

Aus dem Schnee wurde Milch, ich kenn den Unterschied zwischen Eiern und Butter nimmer und außerdem und überhaupt hab ich ganz viel zu spät angefangen.
Weil da kam ein andrer Anruf dazwischen. Nicht der, auf den ich gewartet hab, dafür sehr sehr lieb und lange. (Zu lange für den Tort, oder zumindest die Füllung oder Glasur)

Am Donnerstag war Fischerltag in Frankreich, wobei ich grad noch mal so ums Fischerlbasteln drum rum kam, bei mir wurde es ein Osterhase.

Aber dafür hab ich heute Fisch gekauft. Auf Lager quasi. Und damit die Leserschaft auch was davon hat, gibts ab sofort sichtbare Haustiere in der Wirtschaft, im 1818er-Gartenteich. Die Ameisen sind zu unspektakulär und aktuell nicht dressiertbar. Eigentlich wollte ich ja n Hamster, aber bevor hier Panik ausbricht, oder der zuviel Krach macht...

Sollte ich also morgen überraschend doch in aller Herrgottsfrüh einen Anruf bekommen und aus dem Haus stürzen müssen - geruhsame & friedliche Feiertage, einen fleißigen Osterhasen, thanks for all the fish und bitte füttern Sie mir die bei Gelegenheit.

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Freitag, 2. April 2010
EinkaufsSuchliste
Da hab ich mit viel Hirnschmalz letztens in der Nacht eine Einkaufsliste verfaßt, damit ich heute ganz entspannt alle (ausgeplünderten) Geschäfte abklappern kann ohne Schritt mitzunehmen, der eh nur auf die Hüften geht.

Nu, die Liste ist weg. Keine Ahnung wohin. Dazwischen fiel mir das Sparbuch in die Hände, das ich noch nicht gesucht hatte und auch noch nicht vermißt wurde, aber keine Liste.

Den Anfang bring ich schon noch zusammen, aber was stand da sonst noch drauf? Seufz. Und wo kann sich eine Liste hinverstecken?
Weder zwischen Peter Rabbit und PuBär noch im Kochbuch.
Nächstes Mal wieder auf einen bunten Zettel *grrr*

Das dann wohl nur, weil ich gestern Nacht einen Anfall von Papierentsorgung hatte. Also einmal das Altpapier umdrehen..

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Zug um Zug
Nach der Arbeit im Eiltempo zum Zug bewegt, in der Hoffnung schneller als das Anstaltsessen zu sein, daß sich unermüdlich durch meine Eingeweide gewunden hat und sieh an, nur 2 Minuten bis zum nächsten Zug.

Hab mich zwar schon gewundert, daß der die Buchstaben E und C mit dranstehen hatte, aber meine Güte... bei den derzeitigen Plan-umstellungen, was juckt mich das. "Woher kommst Du denn?, wohin fährst Du denn?," dachte ich noch und da kam auch schon mit dem verspätet einfahrenden Zug zeitgleich die Ansage. Immer sehr schlau, man versteht so wenig. Daß der Zug ab Tschechien reservierungs-pflichtig ist, stand ja angeschrieben.

Den hauseigenen Locus vor dem geistigen Auge und in Erwartung auch in spätestens 10 Minuten dem Essen seinen Lauf zu lassen, bin ich einfach mal eingestiegen. In den erste Klassewagen, man gönnt sich ja sonst so selten was. Zudem hab ich auch gleich gesehen, was mit der Bahnsteigverlängerung gemeint war.

Nun, die Türen gingen zu (und nimmer auf) und die Ansagen werden gestartet. War ja alles lustig bis dahin. Begrüßungstext und dieser Zug hält dann in Breclav und auch in Znaim (blabla) bis zum Endbahnhof. Alles schön und gut, und wo genau hält der nochmal in Wien? Oder in Österreich? Währenddessen lief die tschechische Ansage. Guuuut - und während der englischen Ansage sind wir an meinem Zuhause UND meiner Station vorbeigezischt, wars dann nimmer sooo gut...

Okee - folgendes Problem. Kaputter Magen durch Arbeitsessen, keine Ahnung WO der Zug mal stehen bleibt und vor allem nicht in welchem Land, und noch viel interessanter - WIE und WANN (und um welchen Preis) komm ich wieder zurück? Ich war nur froh, daß nicht irgendwo ein Kunde auf mich gewartet hat, weil DEN Anruf machen zu müssen... das wär dann irgendwie das I-Tüpfelchen gewesen....

Also auf zum Zugpersonal... Auf dem Weg dahin hab ich schon mal erfahren, daß es nicht nur mich alleine getroffen hat. Drei Kreuzerl dafür. Und schon am Weg über die Donau, als ich endlich die restliche Herde eingeholt hatte. Aufregung pur.

Und dann die Durchsage, daß außerplanmäßig für die Schäflein (wären wir weniger gewesen, hätte wir Pech gehabt) gehalten wird. Man möge, so auch falsch im Zug, doch bitte die Gelegenheit nutzen, denn das ist die letzte...

Ich glaube, man hat einen halben Steinbruch gehört, als wir dann am Stadtrand alle aus dem Zug gedrängt und gleich in den retour-fahrenden eingestiegen sind. Ein paar waren derart verunsichert, daß sie sich das gar nicht trauen wollten.

An dieser Stelle sei dem netten Zugpersonal, dem umsichtigen Zuführer ABER NICHT der ÖBB (das nenn ich mal eine Null-Info, die ein sattes Nachspiel haben wird - erster April hin oder her, DAS war nicht lustig) herzlichst gedankt.

Danke, danke, danke. Ein sehr netter Zug war das.

Edit: Für gewöhnlich bleiben die meisten Züge in den nächsten 3 Stationen, aber zumindest sicher in der dritten Station stehen. Und da ja schon seit paar Jahren die Züge bis zur Grenze oder weiterfahren, denkt man sich dabei auch nichts böses, wenn der Endbahnhof im Ausland ist.
Ich glaub, der Zug fuhr sonst immer via Südbahnhof und wird nun durchgeleitet oder ist generell neu.

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