Montag, 29. Mai 2006
Wochenrückblick
Irgendwie passiert sehr viel und irgendwie gar nichts. Nach wie vor hab ich sämtliche Abende der vergangenen Woche beim Mamazwerg verbracht. Teils produktiv, teils unproduktiv.

Bei der Ausstellungseröffnung von HR Giger waren wir dabei, dabei bin ich fast dem Künstler wortwörtlich in den Rücken gefallen (dem Boden von Hundertwasser sei´s gedankt) und bin nur knapp einem neuerlichen Knoblauchanschlag entgangen. Schon erstaunlich wie sehr Anweisungen von Servier- oder Küchenpersonal ignoriert werden. Wenn es dann mal die erste Anzeige gibt, wird es wohl anders aussehen...

Am Donnerstag wurde ich viel zu früh aus dem Bett geläutet, von einem viel zu unwirschen Kind begrüßt und hab viel zu lange drüber nachgedacht die Sonnencreme zu benutzen, statt es wirklich zu tun. Kurzum wir waren am Mittelalterfest. Bis am frühen Nachmittag war dann meine Laune ungefähr auf dem Niveau des Kindes, dazu trug dann auch noch die Allergie bei und sämtliche unangebrachten Bemerkungen von andren. Als dann die Großeltern (meine Teilzeiteltern) endlich da waren, das Kind gut abgelenkt und auch das Faultier etwas aus der Verantwortung war, ging's besser.

Freitag war ich sehr kurz mit den Italienern bei IKEA, aber das hat meine Laune deutlich gehoben. Anschließend hab ich mich im Baummarkt mal wieder bescheißen lassen und trotzdem glücklich einen Sack voll Pflanzen heim getragen. Samstag war nach langem Nichtstun und einem ziemlich heftigen Gewitter der Weg frei um mit meinen Italienern und noch einem Bekannten der beiden zum Heurigen zu fahren.

Zuerst landeten wir in Guntramsdorf, was ich nicht weiters kommentieren möchte, und dann endlich waren wir in Gumpoldskirchen. Dort hat er mich dann angesprochen. Er war dort zu einer Familienfeierlichkeit und so viel geredet wie an dem Abend hatte er die letzten 12 Monate nicht mit mir.

Jedenfalls hatte ich viel Spaß und das wohl auch vor allem wegen des Regens. Ich liebe Regen. Manchmal bekomm ich gar nicht genug davon. Und meistens ist es mir auch egal, wenn ich mittendrin steh.

Na ja, es geht wieder zurück zum Korrekturlesen. Grad eine halbe Stunde per Telefon die Sonderheiten abgeglichen, die ich bis jetzt entdeckt hab. Diese Woche muß das Werk fertig werden. Mal sehen, ob wirs schaffen : ) Außerdem muß ich jetzt Bienzle zuschauen - hehe. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Samstag, 20. Mai 2006
Das Tier in mir
Wußte ich schon als ich "wild" klickerte und außerdem sollte man nirgends rumklickern, wenn man den Text net versteht. Wär auch hilfreich gewesen nicht so gespannt den Nachrichten zu lauschen ; ) Aber wie schon Frau Jette gesagt hat - zum Glück nicht Miss Piggy und mit dem Tier in mir kann ich leben *g*


You Are Animal

A complete lunatic, you're operating on 100% animal instincts.
You thrive on uncontrolled energy, and you're downright scary.
But you sure can beat a good drum.
"Kill! Kill!"
The Muppet Personality Test

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Begriffserklärung
Das hat zwar nix mit meinem Text zu tun, aber bitte: Klopfen (und zwar auf den Tisch und nicht auf die Bank, nicht zu selten auf die Unterseite des Sessels falls kein Tisch in der Nähe ist) tut man statt Klatschen. Was ja auch etwas merkwürdig wär. Je nach Intensität gibt man zum Ausdruck, was man von dem Vortrag, der Vorlesung, dem Referat - was auch immer - gehalten hat. Oder man läßt es bleiben.
Faulheit gilt hier übrigens nicht als Ausrede.

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Kurzfristiger Durchhänger
Nach einer Woche Korrekturlesen, einer Nacht in der Waschküche, einem halben Tag mit Kind, zwei Nachmittage beim Pflanzenerwerb und Erdeschleppern, Streßfaktor SVA (hach, sie wollen jetzt doch keine 1.580 Teuros für nichterbrachte Leistungen fürs 2te Halbjahr 2004), bisserl Arbeit ist's heute irgendwie seltsam, liegt aber wohl am Krach rundherum. Geweckt wurde ich etwas unsanft aus einem gerade sehr spannenden Traum (zusammen mit andren hatte ich einen Langstreckenflug gewonnen, wir wollten aber nicht 6 Stunden vorher schon am Flughafen sein und wurden deswegen von der Polizei gesucht...) mit zu lauter Beschallung aus der Nachbarswohnung. Die Musi wurde dann zwar etwas leiser gedreht, aber nicht leise genug, sodaß ich den Kampf um "am Traum festhalten" verloren hab. Jetzt schallt es vom Stock drunter mit Technomusi. Trrrrrrr Dumdumdum trrrrrrdum dum dum...

Die Bärchenfreundin weiß noch nicht recht, ob wir zum Keltenfest fahren oder nicht. Der Ehemann hätte nämlich heute Zeit für die Familie. Mir soll's recht sein - bis 13h will ich ne Entscheidung, damit ich weiß, ob ich einkaufen, gartln, Korrektur lesen, sortieren, rumräumen, aufräumen oder einfach nur Faulsein gehen kann.

Der Samstag hat prinzipiell sowieso zu wenig Stunden für mich. Einer der wenigen Tag an denen ich tausend Dinge erledigen wollen würd. : )
Nein, Sonntag ist KEIN Tag. Den lass ich mir diesmal nicht nehmen. Zum Keltenfest fahr ich morgen sicher nicht, da ist sonst der ganze Tag pfutsch, heute wärs noch ok - denn es bliebe ja der Sonntag. Und da wartet ja auch noch das SPSS auf mich...

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Dienstag, 16. Mai 2006
Faultiertage wie dieser
Mich dünkt ich wär gegen 14h mit Godot verabredet gewesen. Na kann ich noch weiter faulenzen, bis er sich meldet. Wie gut, daß ich grad Uni schwänz und die Vorlesung heute auch ausfallen muß, weil ich Kohle ranschaffen muß.

Vllt kriegt es ja der Fußboden in den nächsten 90 min hin sich selbst aufzuwaschen. Wär mal wirklich ein Fortschritt hier. In der Zwischenzeit kümmer ich mich um meine spezielle Steuererklärung, vielmehr darum wen zu finden, der mir den Bescheid erklären kann und um die Einladungen vom Mamazwerg und irgendwann vllt auch um mein Rechtsproblem mit einer Bank und irgendwann, wenn die Zwergenarbeit ENDLICH beim Binden ist, hab ich mein Leben zurück.

Was mach ich dann bloß damit? Die Nächte durchschlafen und nicht mehr kurz nach 4h in Panik korrekturträumend aufwachen wird mir fehlen. Ach ja, und meine Verabredung für heute Abend sollte ich auch noch absagen, ich hock ja wieder beim Mamazwerg fest.

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Drahteselversuch
Da standen wir also, der Drahtesel und ich. Das erste Aufeinandertreffen seit unserer Rekonvaleszenz. Gut sieht er aus. Das neue Hinterteil hab ich sofort bemerkt. Bevor es losging gleich mal eine halbe Stunde Zwergengemaule und Gepumpe. Ich versteh nicht, wie der Esel trotz Überholung schon wieder luftleer sein kann.

Dann geht's los. Etwas mulmig, etwas befangen. Irgendwie sitz ich höher als früher. Aber das kann auch Einbildung sein. Der Zwergendrahtesel ist immerhin etwas niedriger. Kritisch lausche ich auf die Geräusche beim Schalten. Ganz trau ich dem Frieden noch nicht. Aber immerhin tapfer 15 km trotz Beinschmerzen (die sich seit ner Woche breitmachen) geschafft. Wollt gar nimmer runter vom Esel. Hab versehentlich den Mamazwerg abgehängt und bin erst kurz vor der nächsten Brück draufgekommen : )

Keine Beschwerden danach, weder Muskelkater noch sonst was. Bloß der Nacken tut weh, aber das kommt vom Sitzen. Na ja wir hängen ja schon wieder bis kurz vor Mitternacht wie gehabt überm Korrekturlesen.
Die Straßenbahnfahrer machen sicher schon Witze darüber, daß ich immer auf den letzten Drücker angeschurlt komm.

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