Mittwoch, 25. März 2020
Vom Konfettikopieren
Andre horten Klopapier, ich offensichtlich Kopierpapier.
Hat zumindest grad sehr den Anschein.

Nachdem ich morgen einen Spezialtermin habe (also mit Zeug, auf das ich grad weder online noch sonst wie Zugriff habe), habe ich eben den Arbeitsberg umgedreht.

Also nicht nur die aktuellen 10 cm, sondern wirklich den Berg genommen. Hab mich sogar von etwa 30 Blatt Papier getrennt - eher mehr, gefühlt wenig, aber doch.

Festgestellt, daß ich in der vielen Zeit, die ich immer noch unbezahlt in der Firma hänge, tatsächlich vorausschauend Dinge kopiert habe, die ich morgen scannen kann.
Werde also nur den Scan von 2 Seiten brauchen, auf die ich ggfs. zumindest morgen noch verzichten kann.
Gleich gehts an den 20cm aussortierten Papierkram, den ich weiter aufsortieren werde, um zu sehen, WAS ich aktuell auch verwenden kann, um die Kunden bei Laune zu halten.

Eigentlich wollte ich mich heute nimmer mit der Arbeit befassen, aber mal eine übernDaumenSortierung schadet nicht und hilft dann, wenn ich mich wirklich demnächst ans Durchschauen der Dinge mache.
Sollte ich mich von den alten Kundenakten trennen, würde tatsächlich noch locker ein halbes bis Kilo Altpapier anfallen.

Bei der aktuellen Lage hoffe ich, daß kein Nachbar genug Zeit oder Nerv hat, im Papiermüll rumzuwühlen und verzichte daher aufs Konfetti reißen - 4 Teile müssen vorerst reichen. Wobei das Training auch nicht schlecht wär.

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Dienstag, 24. März 2020
Die erste Woche
Shutdown haben wir hinter uns.
Ab dieser Woche einen kleinen Schritt zurück zur Normalität.
Einige Kunden gehen mit uns online.

Mit den eigenen Leute ist die online-Arbeit noch immer schlimm, aber nimmer so dramatisch.
Sie kennen mich, ich kenne sie - da gibts kein Kameradiskussion.

Stück für Stück finde ich heraus, wie was (besser) geht, trotzdem kein Idealzustand und hoffentlich nicht auf Dauer.

Morgen erstmal einen Tag Pause.
Der wird mir guttun.
Dieser unnötiger Streß von schland etc. letzte Woche war sehr fordernd.

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Montag, 23. März 2020
Von Abstandswatschen
In der Schnellbahn gabs derart Kuschelkurs, daß man gar net erst überlegen braucht, worauf diese Leute grad NICHT sind.
Irgendwie arm, daß die jetzt so sichtbar (Rudelbildung) sind und sich nimmer in der Masse verstecken können.
Mir persönlich ists ja wurscht, was die tun, aber das sollen bitte schön weit weg von mir machen. Weniger nun wegen mir, aber mit dem Exil-arbeitsplatz will ich nicht Überbringer sein. Das wäre fatal und aktuell das, was mich wirklich gedanklich sehr umtreibt.

Beim Merkur war zunächst alles unauffällig, bis es anscheinend ein geheimes Signal gab und alle kuscheln wollten.
Da war ich fast dran, zu wem zu sagen "Hören Sie mal, das mit dem Abstand ist watscheneinfach: wenn Sie so knapp an mir dran stehen, daß ich Ihnen noch eine pracken kann, dann sind Sie wohl zu nah! Sollten aber Sie und ich nicht auf Michelangelo machen können, ist alles gut."

Die Leute sollen sich zuwekreuln, gut - aber bitte auch gleich eine Verzichtserklärung für die nächsten 6 Monate unterschreiben.
Das fände ich schön.

Die Brotdealerin tat mir heute besonders leid. Montag eh immer der volle Wahnsinn, aber gepaart mit Ausgangssperre...


Arbeiten war dann interessant & bisserl aufreibend, aber der Versuchs -hase sehr putzig.
Alles in allem gehts mir heute gut - obwohl ich erst nach 8h ins Bett bin, und kurz nach 11h bereits wieder wach.

Wichtig ist: ich sitz wieder im Sattel.
Zwar auf einem störrischen Kamel (wer hat denn was andres erwartet?), aber noch halte ich mich.
Morgen zwei von meinen regulären Kunden. Ich freu mich.
Und über den nicht stattgefundenen Anruf denk ich heute nimmer nach.

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