Freitag, 6. April 2012
Ganz schlecht
sid, 13:38h
Mitten in die reduzierte Tagesplanung hinein eine Sms.
Leer. Von G.
Genau das, was ich nicht will.
Beschleunigter Herzschlag und der Anfang einer Panikattacke. Ich will das nicht. Ich habe heute einiges zu tun. Davon will ich nichts verschieben, aber mit den kreisenden Gedanken geht das auch nicht.
G. hebt nicht ab, ich spreche ihm auf Band.
Durchatmen, den Tag mal so laufen lassen, wie er geplant war. Den Plan fassen, eine weitere Sms nicht bis zum Abend zu lesen. Sicher ist sicher. Kopf im Sand.
Das trifft mich alles viel zu sehr. Noch mehr die Ungewißheit, aber es gibt nur entweder oder.
Grad fiepst die nächste Nachricht herein.
Ich rede mir ein, es sind nur Osterwünsche und können bis zum Abend warten. Hier wird funktioniert und die Gefühlsachterbahn unterdrückt.
Leer. Von G.
Genau das, was ich nicht will.
Beschleunigter Herzschlag und der Anfang einer Panikattacke. Ich will das nicht. Ich habe heute einiges zu tun. Davon will ich nichts verschieben, aber mit den kreisenden Gedanken geht das auch nicht.
G. hebt nicht ab, ich spreche ihm auf Band.
Durchatmen, den Tag mal so laufen lassen, wie er geplant war. Den Plan fassen, eine weitere Sms nicht bis zum Abend zu lesen. Sicher ist sicher. Kopf im Sand.
Das trifft mich alles viel zu sehr. Noch mehr die Ungewißheit, aber es gibt nur entweder oder.
Grad fiepst die nächste Nachricht herein.
Ich rede mir ein, es sind nur Osterwünsche und können bis zum Abend warten. Hier wird funktioniert und die Gefühlsachterbahn unterdrückt.
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sid,
Freitag, 6. April 2012, 20:12
Und dann denk ich mir kurz nach 18h - scheiß drauf, sei nicht so feige - und seitdem fließen die Tränen.
Im Sommer wäre das zweite Jahr nach der Diagnose voll.
Also ich heute zum Treffpunkt gefahren bin und versucht hab, nicht an das zu denken, was ich mir dachte, hab ich daran gedacht, was für ein spannendes Leben er gehabt hat. Zumindest seinen Erzählungen nach. Und selten ohne Begleitung nach Hause gegangen. Daran muß man jetzt denken. Nicht an die letzten 20 Monate.
Und grad, als mich letzte Woche jemand gefragt hat, ob ich in Trauer wär, weil ich ganz schwarz in die Firma gekommen bin, und ich gesagt hat, nein - jetzt nicht mehr und mir dachte, diese eine Woche noch, aber dann höre ich auf mit dem Schwarztragen - da bleibt das Schwarz an mir hängen.
Ich weiß gar nicht.. ich weiß gar nichts. Ich hoffe, die Dreierreihe ist jetzt voll und es kommen jetzt bloß die ganzen Babys und sonst nix Wildes.
Im Sommer wäre das zweite Jahr nach der Diagnose voll.
Also ich heute zum Treffpunkt gefahren bin und versucht hab, nicht an das zu denken, was ich mir dachte, hab ich daran gedacht, was für ein spannendes Leben er gehabt hat. Zumindest seinen Erzählungen nach. Und selten ohne Begleitung nach Hause gegangen. Daran muß man jetzt denken. Nicht an die letzten 20 Monate.
Und grad, als mich letzte Woche jemand gefragt hat, ob ich in Trauer wär, weil ich ganz schwarz in die Firma gekommen bin, und ich gesagt hat, nein - jetzt nicht mehr und mir dachte, diese eine Woche noch, aber dann höre ich auf mit dem Schwarztragen - da bleibt das Schwarz an mir hängen.
Ich weiß gar nicht.. ich weiß gar nichts. Ich hoffe, die Dreierreihe ist jetzt voll und es kommen jetzt bloß die ganzen Babys und sonst nix Wildes.
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berenike,
Samstag, 7. April 2012, 17:34
Sie haben aber auch gerade viele Verluste zu verkraften. Das tut mir Leid. Ich wünsch Ihnen was und besonders in Bälde ganz viele Geburten!
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sid,
Samstag, 7. April 2012, 17:52
Lieben Dank.
"Viel" ist relativ. Wir wußten ja in dem Fall, was und daß es auf uns zukommen wird. Dennoch bin ich genau deswegen überrascht, wie unvorbereitet man teilweise trotzdem reagiert. Mein Kopf ist heute derart voll (und nicht nur wegen der unseeligen Haargeschichte schon wieder), daß ich gar nicht zum Nachdenken komm. Zudem hat Sari sich für heute das Ziel gesetzt, Mitmenschen aufzuheitern und das gelingt sehr gut. Hab für heute auch noch volles Programm und warte mal die nächsten Stunden ab.
"Viel" ist relativ. Wir wußten ja in dem Fall, was und daß es auf uns zukommen wird. Dennoch bin ich genau deswegen überrascht, wie unvorbereitet man teilweise trotzdem reagiert. Mein Kopf ist heute derart voll (und nicht nur wegen der unseeligen Haargeschichte schon wieder), daß ich gar nicht zum Nachdenken komm. Zudem hat Sari sich für heute das Ziel gesetzt, Mitmenschen aufzuheitern und das gelingt sehr gut. Hab für heute auch noch volles Programm und warte mal die nächsten Stunden ab.
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