Freitag, 22. Dezember 2023
Von Anime und anderen -fischen
Der Fisch für Weihnachten ist schon eingekauft.
Die Dill-Sauce habe ich gestern mit der Kundin beim Möbelschweden geholt - wir hatten Ausgang ; )

Heute war bisserl seltsam - ich hatte nur 2 Kunden online am Vormittag. Fertig.
Die saßen in der Slowakei bei tiefsten Schneefall inkl. Stromausfall. War bisserl surreal, so warm wie es da grad bei uns war.
Noch bisserl länger geblieben als geplant, dafür soweit alles an Dokumentation für dieses Jahr abgeschlossen.
Gestern ging ja ENDLICH am späten Nachmittag wieder das System, nachdem wir seit Montag nimmer reinkamen und ich dann spätestens heute Abend ein Mail mit sämtlichen Kundeninfos der ganzen Woche hätte schreiben müssen.
So habe ich das gestern noch erledigt, statt früher aus der Firma und zum Punsch zu kommen. Aber das wars mir wert. Ich wollte der netten Kollegin die Arbeit nicht umhängen, der kranken nicht zusätzlichen Streß machen und der anmaßenden sowieso für die nächsten zwei Wochen nix mehr mitteilen müssen.

Dann zum Socializing inkl. Sportunterbrechung, bevor ich endlich heim gefahren bin.


Der vorletzte Fischbeitrag für dieses Jahr ist auch gleichzeitig ein Filmtip:


Josie, der Tiger und die Fische

Am 26.12 kommt die Animeadaption vom Manga Josie, der Tiger und die Fische im Fernsehen..

Wers blutiger haben möchte: Haie im Einkaufszentrum schwimmen auch wieder am Spielplan.

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Donnerstag, 21. Dezember 2023
Von Anmaßungen
In der Früh habe ich gesehen, daß ich es nicht pünktlich zum Termin schaffen werde und habe in der Firma angerufen, damit die Kundin informiert wird.
Als ich dann ankam, war überraschend der Jungspund an der Rezeption und meinte mich darüber belehren zu müssen. Außderm wäre das bei mir ja eh so ein Thema. (Jetzt erklärt sich ein Mailinhalt der Supervisorin.)
Ich war derart baff, daß ich nur sagte, sie dürfe sich gerne bei der ÖBB beschweren.
(Erstens habe ich rechtzeitig informiert, zweitens habe ich die Kundin an diesem Tag über 7 Einheiten - also 7x5min Pause=35 min unbezahlte Pause, die ich EH durcharbeite für gewöhnlich + zusätzlicher unbezahlter Mittagspause, vor allem drittens war das für die Kundin überhaupt kein Thema und viertens ist das Fräulein Rezeption aber so GAR NICHT für mich oder meine Arbeit zuständig und noch viel weniger berechtigt auch nur einen Piep in diese Richtung zu mir zu sagen. ABER aufzustehen und 10 Meter zu gehen, um die Kundin zu informieren oder in einem anderen Fall zum Telefon zu greifen ist ja ein Affront. MADAME - DAS ist aber GENAU DEINE Aufgabe!!).


Am Abend gings nach dem letzten Termin zu einem Weihnachtsmarkt zum Punschtrinken, das bereits 3 Stunden früher gestartet ist.
Obwohl H. am Vorabend angerufen hat und ich extra nach dem Treffpunkt gefragt hatte, waren sie doch anderswo als angegeben. Muß so sein...
Lust hatte ich gar keine, aber H hat es netterweise wieder organisiert und dann wollte ich nicht absagen.
Als ich kam waren H, Hs Frau, G, HT und Herr Pest, wobei ich ihn eigentlich nimmer so nenne. Er hat sich damals fast anständig benommen. Nur fällt mir für ihn derzeit kein Name ein, an dem ich ihn wiedererkennen würd.
Dann war auch noch sein Anhänsel.

Ich kam an mit Buch in der rechten Hand, Maske auf der Nase und grüße in die Runde.
Er macht Cornonafaust - das konnte ich mit links.
Sein rauchendens Anhängsel streckt mir eine Hand entgegen mit Fingernägeln so lang, daß mir die Luft wegblieb. Und auch nicht reagierte. Aus mehreren Gründen.
Kam dann nicht gut an. Ob ich positiv wär. Ich kam gar nicht zum Antworten, weil H. was drauf sagte - HT drückt mich an sich und schob sich sehr schnell zwischen uns. Das Anhänsel nahm das aber sehr übel auf und schmuste später zwar alle zur Verabschiedung ab, schaffte es aber nicht mich mal anzusehen - dabei wollte ich aus der Distanz winken. Das kann ich nämlich auch mit links.
Selbst bei Menschen, die ich befremdlich finde.

Jetzt weiß ich selbst, das das bisserl blöd gelaufen ist. Für mich war da auf der einen Seite Hs Frau mit long covid und mind. zwei Jahre+ im Krankenstand und auf der anderen Seite das Anhängsel ohne jegliche Berührungsängste (um nicht zu sagen - distanzlos), das hab ich nicht ganz auf die Reihe gebracht.
Liegt aber auch daran, daß ich dachte, wir wären "unter uns". Ich wollte sowohl Hs Frau also auch HT und auch G Sachen fragen bzw. Dinge besprechen, die nichts für Außestehende sind. Ist halt meine Meinung, daß ich nix Privates breittreten möchte, in Gegenwart von gänzlich Fremden.

Später, kurz bevor ich mich verabschiede, weil ich noch vor dem angekündigten Sturm zu Hause ankommen möcht, frag ich G, ob das nur ein Anfall von "DiCaprio" ist oder wirklich was Ernsthaftes.
G schaut mich an. Wie, die sind zusammen? Wie, die ist erst so jung?
Wie lange stehst Du schon da, frage ich. Hast Du nicht zugehört? (Was für eine Frage.)
Nein, grinst er mich an.

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Vom Winterspargel
Heute bekam ich von unerwarteter Stelle einen Pannetone geschenkt.
Bin ganz gerührt.

Da aber der Einkauf vorrangig auf meiner Heimfahrt stand, mußte das (morgen Punschtrinken, da ist das auch nicht passend, zumal Sturmwarnung und Freitag noch nicht arbeitsplatzklar) also mit dem großen Einkaufsackerl gehen.

Als ich mich bei der Kasse einreihte, war ich grad bemüht, mit einer Hand aus dem Rucksack Pickerl zu kramen, während ich in der andren Sackerl plus Einkaufskörberl balancierte und versuchte, nix abzuräumen oder zu zerquetschen.
Da spricht mich von schräg hinten jemand an. Gesicht viel zu nah an meinem.

Der Supermarkt an diesem Bahnhof ist ein Ort, an dem viele Alkoholkranke, Obdachlose usw. einkaufen - gerne schnorren oder sich vordrängen möchten und das Einkaufen manchmal zu einem Erlebnis der besonderen Art machen.

Also der Typ viel zu nah an mir, ich verstehe nur "Pickerl" und "Kassenband" und frage, ohne mich umzudrehen, ob er vorgelassen werden möchte.
Aus dem Augenwinkel nehme ich einen vollen Einkaufkorb wahr. Also nix mit Vorlassen.

Vor mir geht nichts weiter. Jemand hat Probleme mit einem Sodex-Schein. Ich versuche inzwischen meine Sachen noch irgendwie zwischen Vordermann-Sachen und bereits ausgebreiteten Hinterkörberl einzuparken und zu bekleben.
Da wendet sich wieder der Mann von hinten an mich und spricht über den Spargel. Nein, sage ich, das sind Frühlingszwiebel. Es ist grad keine Spargelsaison.
Spargel können man auch als TK-Ware kaufen. Das glaube ich eher weniger, aber wohl im Glas bei den Konserven.
Was es mit den Zwiebel auf sich hat. Man kann auch den Lauch verwenden, sage ich. Sage aber nichts vom Flammkuchen. Das soll keine Einladung werden.
Ob man die waschen muß. Ob man die schälen muß. Wie die schmecken.


Als ich beim Einpacken bin, geht mir auf, daß das wohl eine nette Anmache gewesen ist, nur habe ich das mit dem Spargel komplett falsch verstanden.
Neben mir am Packtisch ist noch Platz. Ich beschließe, der schaffts noch oder halt nicht.
An der Kasse gibts aber wieder eine Diskussion, daher gehe ich zum Zug, der auch gleich einfährt.

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Mittwoch, 20. Dezember 2023
Wenn man den Punsch ohne die Rechnung macht...
Letzten Donnerstag war ich mit einer Kundin bei einem Weihnachtsmarkt und durfte auf Firmenrechnung Punsch trinken.
Wie immer gilt: ich muß eine FA-taugliche Rechnung mitbringen.
Nichts leichter als das. Dachte ich mir. War letztes Jahr NIE ein Problem.
Die Kundin sucht sich gefühlt den einzigen Stand OHNE Registrierkasse aus. Bevor ich die Bestellung endgültig aufgebe, frage ich nach einer Firmenrechnung.
Und werd angeschaut wie ein Autobus.
Da müsse sie erst mit der Chefin telefonieren. Ja bitte, sage ich. Weil ohne bestellen wir hier nicht. Ich zahle das nicht aus eigener Tasche dann nach.
Sie telefoniert, gibt mir einen Block - die Rechnung käme per Mail.
Zur Sicherheit aber schreibt sie mir noch ihren Namen auf.
In der Firma gebe ich das durch. Die paar Cents über dem Limit habe ich aus eigener Tasche beglichen.

Am Freitag war noch keine Rechnung da und ich verärgert.


Samstag ging endlich die Kartenproduktion los.
Das war wieder formidabel, was ich im Vorfeld alles rausgesucht und was ich angeschleppt habe, die Stanzteile vom letzten Wochenende wurde aufgelegt, ich sagte noch bisserl dies und bisserl das und los gings. Also nur die Stanzteile und die Flocken von vor Jahren.
Nachdem der Kurbelkäfer aber mit war, nutze ich die Chance die ganzen Einzelteile für meine eigenen Karten zu machen - und paar Mascherl.
Meine restlichen UFOs (UnFertige Objekte) sind liegen geblieben, auch weil ich mich zwischenzeitlich zum Sport verabschiedet habe. Heim gings trotzdem mit dem Spätzug, weil die Bim schon außer Dienst war.

Zu Hause habe ich dann Handstanzer gesucht - Thema Schneeflocke.
Um das Thema abzukürzen, warum ich die nicht mit hatte (schlicht weg vergessen und bereits zu schwer beladen) saß ich dann bis 7h am Sonntagmorgen und habe mir mit den Papierresten von letztem Wochenende die Finger wund gestanzt.

Besagte Flocken kamen dann aber am Sonntag so gut an, daß auch nicht gemurrt wurde, als ich kurz zum Sport ging. Heim gings trotzdem etwas früher.


Am Montagnachmittag - weder Mail noch Rechnung kamen inzwischen in der Firma an - bin ich noch einmal zu dem Stand und habe dezent mit dem Marktamt gedroht.
Visitenkarte hinterlassen und auf Einsicht gehofft.


Dienstagmorgen hätte ich ausnahmsweise schlafen können, da riß mich ein lautes Gluckern aus dem Schlaf.
Seit der Überschwemmung damals bis ich da ziemlich hellhörig und schnellstmöglich wach.
Also Heizung kalt, die Hausverwaltung redet nur larifari (natürlich KEIN Zettel im Eingangsbereich).
In der Firma angekommen reicht es mir mit den Punschsponernadln und ich rufe beim Marktamt an.
Dort störe ich wohl beim Feiern. Man wälzt die Verwantwortung auf die Finanzpolizei ab.
Die Firma ist not amused...

Am Abend kam ich spät heim. In eine eiskalte Wohnung.
Lüftungsschlüsselsuche bei kistenverstellter Wohnung ist dann wirklich nimmer geduldsfördernd.
Den Ersatzschlüssel gefunden. Der eigentliche findet sich viel später eh genau da, wo ich ihn gesucht hatte, nur halt etwas tiefer gerutscht.
Die Heizung im Bad ist leichter zugänglich - warten.
Der &%$ Installateur hat natürlich NICHT das Wasser komplett nachgefüllt. Wäre ja zu einfach gewesen. X Liter raus und wieder X Liter ein. Nein, die Deppen müssen immer Xminus einfüllen, weil es ihnen zu lange dauert.

Da dann endlich die Luft raus und der Heizkörper mit Wasser gefüllt war, kommt auch bisserl Wärme.
Der Zorn aber überwiegt. Abbau vom Arbeitsturm. Heizungsabdeckung aushängen. Dann wieder irgendwie mit den Kisten vor der Kastentür zum Schraubenzieher. Im Blindflug Schraube drehen, dann Fensterbrett (nicht abgeräumt) hochheben, damit der Holzdübel usw.

Endlich Zugriff zum Ventil und dann warten. Warten. Warten.
Dazwischen Rückenschmerzen, Beinschmerzen. Keine korrekte Haltung über dem Arbeitskram und dazwischen dem Übersiedlungsfirmenkram. Laune ziemlich im Arsch.
Nach über 10 Minuten des Entlüftens füllt sich langsam der große Heizkörper mit Wasser. Haltung kann ich kaum wechseln, weil das Ventil so stark aufgedreht ist, kann ich nicht weg. Es patzt ölschwarz.

Aufrichten, kurz hinlegen, damit der Rücken sich ausgleichen kann.
Noch einmal die Heizung im Bad kontrollieren. Dann den großen Heizkörper. Staubsauger anwerfen. Beim Zusammenschrauben dann den Finger auch noch eingezwickt (Fensterbrett-Holzdübelkombi).
Den Installateur verwünscht.
Einmal durchatmen und die Abdeckung einhängen.
Rückbau der Arbeitssachen.
Der Abend ist gelaufen. Die Wohnung wird langsam warm.


Heute persönlich mit der Buchhalterin wegen der Rechnung gesprochen. Ich soll eigene Rechnungen zusammensuchen, die auf die Summe kommen.
Mit der Kundin zusammen schaffe ich das - behalte die aber noch ein.


Morgen privater Punsch. Dort ist mir die Rechnung fast egal.

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