Montag, 28. August 2023
Feuerhaut
Die Sache vom Wochenende breitet sich nun auch körperlich massiv aus.
Die Haut brennt wie Feuer. Selbst der Regen hilft nicht mehr.

Ich brauche dringend Abstand.
Von allem und allen.
Dazu gehört auch, daß ich im September keinen Schritt auf irgendeinen Friedhof setzen werde.
Es muß möglich sein, daß ich mal 4-5 Wochen NICHT dorthin fahre.

Für den Moment bin ich wirklich durch.

... verpflanzen (0 Kommentare)   ... bewässern


Samstag, 26. August 2023
Den Vogel abgeschossen
und damit meine ich nicht nur die flugunfähige Taube, die zwischen den Gleisen immer den Kopf einzieht, wenn ein Zug kommt.

Vor paar Tagen hörte ich bereits ein "ich hab die Kleine sooo lange nicht gesehen, ich will die Kleine sehen" und fand das schon bisserl affig.
Konkurrenz unter Verwandten. Wer die Kleine am öftesten, frischesten sieht.
Genau von den Leute, die bis vor Weihnachten kein gutes Haar ließen. Ob gesehen oder ungesehen (um nicht zu sagen aufgehetzt...).

Ich werde gar nicht gefragt, wie es mir paßt - es wird einfach ein Mail verschickt, daß ich eventuell nachkomme.

Wozu soll ich nachkommen, wenn man gemeinsam wohin fährt??
Hat mich bereits stuzig gemacht, aber noch nicht mißtrauisch genug. Zumal eventuell weniger möglich ist als wahrscheinlich.


Seit Monaten dominiert er (zu allem anderen) meine Wochenenden.
Zuerst waren es mind. wöchentliche Treffen bis zur Beisetzung.
Dann war die Hälfte von uns paar Tage nicht da - aber wir waren noch nicht einmal 20 Stunden zurück, da waren wir schon wieder am Friedhof und wieder und wieder.

Ich glaub, ich hatte nur 2 Wochenenden gänzlich für mich seitdem.
Wenn überhaupt.
Oder wenigstens - nach meiner Planung.


Heute habe ich einen schlechten Tag.
Depressive Verstimmung.
Das Abschiednehmen vom in den Tod geschickten Standort macht mir sehr zu schaffen.
Als ich mich wem anvertraut hab, erntete ich fast Spott.
Ich solle mich nicht so ärgernn.
Ich ärgere mich nicht, mir schmerzt das Herz und die Seele brennt.

Mir wird wieder nichts zugestanden.
Unter der Woche rotier ich in der Firma bzw. im Unterbrechermodus, was teils noch fordernder ist.
So wie gestern - für 4,5 Stunden reinkommen, bei nur 4 Einheiten. 45 Min. Pause - 45 Min Arbeit - Pause - Arbeit - das ist anstrengend...
Zu Hause kann ich mich nicht bewegen.
Die Hitze hat zwar damit auch zu tun, aber alles ist vollgestellt mit Dingen, die ich aus der Firma heimtrage. Weg- und aussortieren geht gerade nicht - es ist zu heiß und zu feucht.


Es ist zudem grad Allergiehochsaison für mich.
Zusätzlich brennt die Haut, weil ich die Hitze nimmer wegstecken kann. Wie ein Nesselausschlag um den Hals und dann abwärts...

Vorhin war mir zum Heulen. Fast hätte ich schon gesagt, ich komme nicht mit.
Dann wieder so ein Scheißsatz "man weiß ja nicht, wie lange die Kleine gut gelaunt ist" - seit über 15 Jahren ordne ich nun mein Leben den Launen vom Kleinkindern unter - das ist Irrsinn....

Den Telefonat endete mit einem - "Ich kann am Bahnsteig warten":
Gut sagte ich, dann am Bahnsteig und legte auf.

Das kam sicher nicht von mir, weil ich gar nicht wußte, welcher der 4 möglichen Bahnsteige es sein könnte.
Als ich dann schon ewig stand und der verletzten Taube zusah, wurde irgendwann mal das Handy abgehoben - "Ich bin gleich dort".
Bahnsteig wäre ein Mißverständnis?

Ja leckt mich gesammelt am Arsch.
Mich wollte sowieso niemand dabei haben.
Soll doch mal endlich jemand ehrlich sein und aufhören mit den Lügen!
Hauptsache, ich bekomme am Hitzewochenende wieder keine Erholung, weil mich irgendwer unnötig streßt.

Es wird wieder Zeit für Abstand.
Ich dachte ja, wir würden uns wegen wichtiger Dinge in die Haare kriegen.
Auf das Kleinkindgetue hätte ich aber auch kommen können.
Der Herr Professor hats ja vorgemacht.


Ich werde mal sehen, ob ich in die Sportsachen reinkomme und ob ich bisserl Zeit am Band schaffe.
Der heimliche Plan gerade: hier wieder raussein, bevor es zu einem Zusammentreffen kommt.

... verpflanzen (0 Kommentare)   ... bewässern


Freitag, 25. August 2023
Nicht auf den Fisch, aber die Natur
ist ein Ehepaar gekommen.

Letzten Woche eine wunderbare Dokumentation gesehen, die den Titel Unsere große kleine Farmy (The Biggest Little Farm‎, USA 2018) trägt.

Weil ihr geliebter Hund Todd zu viel bellt, verlieren Molly und John Chester ihre Wohnung. Das Paar verlässt daraufhin die Grossstadt und stürzt sich Hals über Kopf in die Verwirklichung ihres lang gehegten Traums: die Gründung einer eigenen Farm. Was romantisch klingt, erfordert den Idealisten alles an Einsatz ab. Glücksmomente und Rückschläge wechseln sich ab. Aber es lohnt sich: Auf über 80 Hektar dürrem Land entsteht ein grünes Paradies mit 10’000 Obstbäumen und allen erdenklichen Haus- und Wildtieren die im Einklang miteinander leben.

Zwischen fragilen Wasserleitungen, gierigen Schnecken, zu allem entschlossenen Kojoten und einem neuen alten Ökosystem, erkennen die Chesters, dass in der grossen Vernetzung des Lebens alle ihren Beitrag leisten können – im Vertrauen auf die Weisheit der Natur und das Leben selbst.
(Text: SRF)

... verpflanzen (0 Kommentare)   ... bewässern