Sonntag, 21. Juni 2020
Resozialisationversuch gescheitert
Aber sowas von...

Nachdem ich mich langsam via Badmintongruppe an die Sozialisierung herangetastet habe, allerdings immer am Fluchstuhl (also am Eck mit viiiiel Platz um mich rum) und im Freien, dachte ich tatsächlich, das könnte mit der Familie gut gehen.

Allerdings scheint mir mein Onkel seinen Grant von Februar noch immer nicht verziehen zu haben (und seien wir uns ehrlich, ich bin auch noch sauer auf alle, die zu Hause noch wen haben, aber mir derartigen Druck und Angst zu machen versuchten, daß ich heute noch deswegen kotzen könnt) und obwohl ich ihm im Vorfeld mehrfach sagte, daß ich grad nicht so gut mit Menschen kann, wars wohl nicht Warnung genug.

Als ich kurz das Familienfoto für Amerika anspreche, blafft er mich an, in den Staaten hätten sie ja wohl grad ganz andere Sorgen.
Haben sie tatsächlich, genau deshalb bin ich der Meinung, sie würden sich über etwas + freuen.

In Zeiten von "zusammenhalten" finde ich es albern, welche Privat-kleinkriege wegen Nichtigkeiten er austrägt ("mit der rede ich nie wieder") und sofort unüberlegt übers Knie bricht, obwohl ich genau weiß, daß in paar Wochen wieder Frieden herrscht.
Prinzipiell wäre es mir auch egal, was mir NICHT egal ist: die Kur im Spätherbst (!!!!) abgzusagen, weil eben aktuell Streit mit der Hunde-sitterin. Dabei noch nicht mal gefragt, ob sonst wer den Wuff nehmen tät. Aber zuvor mit Anwalt (!!!) die Kur durchsetzen. MIR KOMMT SO DAS KOTZEN!!!
Und ja, da hab ich wohl nicht wirklich versucht, damit hinterm Berg zu halten.

Seit 1,5 Jahren nehme ich ihn Schutz, stelle mich vor ihn, stärke ihm den Rücken, besänftige den Mamazwerg.
Der Mamazwerg sagt schon länger, was Sache ist. Ich finde immer noch Ausflüchte etc und nun fällt er mir damit auch in den Rücken.
Zumal er kriegen, kriegen, kriegen würde - während ich um jeden Termin noch nicht mal kämpfen muß, sondern auch noch am Kopf balanciere etc etc.

Egal.
Und über die Ilsebill sag ich besser nix. Die fuhr mich beim Karten-austeilen grundlos an, da bekam sie es 5 min später gleichartig zurück.
Ich seh das so: wer net einstecken kann, sollte nicht austeilen. PUNKT.

Die sind also los, man bat mich, noch zu bleiben.
Das war dann auch noch sehr schön.

Bis dann der Anruf kam, daß sie gut angekommen sind. Mein Onkel brüllt ins Handy, da hört man zu, ob man will oder nicht, und meinte sofort, also mich müsse man in nächster Zeit nimmer dabei haben, ich brauche nimmer eingeladen werden.
Schön, daß wir alle so erwachsen sind. Bisserl mal sacken lassen, bevor wir Entscheidungen treffen und etwas übers Knie brechen. (siehe oben)


Nun denn. Muß ich mich wenigstens nicht damit befassen, wie ich in den nächsten Wochen Arbeit, Erholung und Rausfahren unter einen Hut kriegen soll.
Seit Februar geht mir eh der Gesprächsstoff aus bzw. eher die Lust, immer die gleichen Themen (auch die, die mich Nüsse interessieren) durchzukauen...

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Sonntag, 21. Juni 2020
Von der heart worming-Einladung
Der Mamazwerg und ich sind eingeladen, es ist ein Familientreffen in der neuen Wohnung.

Zauder noch ein wenig, weil ich mich derzeit derart fern von allen sozialen Situationen halte, daß ich tatsächlich merkbar fremdel, trotzdem freue ich mich über die Einladung sehr.


Gabs dieses Jahr schon ähnlich.

Und das nicht nur, weil wir uns dieses Jahr noch gar nicht gesehen haben, sondern auch weil ich seit letztem Jahr schon ein Geschenk hier eingelagert habe : )


Ich werde einen Kirschkuchen mitnehmen, nachdem meine Frage nach "Torte" mit "Kuchen geht immer" beantwortet wurde. War sicherlich nur ein Mißverständnis, spart mir aber viel Arbeit *g*

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Freitag, 19. Juni 2020
Vom Kollegenfisch (stinkend)
Ja, da habe ich mich also gefreut, daß seit Montag die Firma wieder offen ist.
Und sag auch noch zum auch anwesenden Kollegen, daß ich ein Buch, das er mitgenommen hatte, brauche für den Freitagstermin.

Jetzt braucht er selber das Buch grad gar nicht, weil sein Kunde nicht stattfindet und weiß seit Montagabend, daß ich es brauche.

Wer möchte raten, wie die Sache ausging?

Es ist manchmal zum Speiben. Wirklich wahr.


Das Stärkste aber ist: Wir haben ein Rundschreiben bekommen. Verhaltensregeln. Wir müssen auch unterschreiben, daß wir die gelesen / verstanden haben und einhalten.

Die Firma hatte für heute bisserl Zeit- bzw. Raumknappheit (die Tafeln wurden abmontiert, sonst wäre es aufgefallen), daher bot ich an, meine Kundin nach hinter zu verlegen (kam mir eh entgegen).
Der Kollege sieht, daß ich direkt im Anschluß in den Raum muß.
Der 5 Minuten gelüftet werden muß. (Vom Desinfizieren red ich gar net).

Ich komme früher. Und warte. Die Rezeptionistin klopft. Der Kollege kommt raus und geht zum Kopierer. Ich kann nicht rein, weil der Kunde noch drin ist.
Dann kommt der Kunde raus. Meine Kundin wird nervös, weil sich kein andrer Kunde an Mindestabstände hält. Ich gehe ins Zimmer. Pumakäfig.
Zwei Männer 90 Minuten lang bei geschlossenen (!!) Fenstern.

Draufhin hab ich den Kollegen reingeschickt, das Fenster zu öffnen.
In der Luft kletter ich nämlich nicht auf Stühlen rum.
Dann alles desinfiziert, damit meine Kundin nach 5min reinkann.


Sag ich später zur Direx, daß ich das nicht sehr nett finde, wenn es Vorschriften gibt und die Kollegen nix einhalten.
Zuckt sie mit den Schultern und sagt zu mir "Und was soll ich jetzt tun? Du kennst ihn doch. Der wird sich nimmer ändern."

Mit Verlaub. Wer ist hier der Boss?
Beim Betriebsrat kann ich mich nicht beschweren, das ist der Kollege.
Beim Supervisor geht auch nicht, dazu müßte der ja mal im Haus sein.

Ich frag mich, was für ein Irrenhaus das ist.
Wir könnten sehr viel produktiver sein, wenn auch nur die Hälfte der Leute ernst nehmen würden, was zu tun ist.

Es nervt.
Und die ganze Freude, die anderen wieder zu sehen - für die Fisch.

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