... newer stories
Samstag, 4. Mai 2013
Der alte Mann und der Fisch
sid, 01:04h
Aber wenn wir dann morgen spielen, da kann ich dann nicht so sehr wie sonst, sagt er zu mir.Eine halbe Stunde zuvor hab ich mit dem Lieblingskollegen darüber gekichert, wie steif er sich bewegt. Eigentlich hat er mich gefragt, ob ich nicht auch finde, daß er zugenommen hat. Seit dem Urlaub, sag ich.
Aber derart steif aufstehen, tut er schon länger.
Wie ein alter Mann.
Wie ein alter Mann.
Paßt ja dann sehr gut.
Ich hab ihm zu Weihnachten ein Buch geschenkt, daß er vor seinem Urlaub lesen wollte. Nun hab ichs zum Lesen. Der alte Mann. Und noch kein Fisch. Oder schon, aber nicht den, den er fangen will. Und schon über Seite 40 hinaus. Macht aber nichts, ich hab Zeit.
Macht nichts, sage ich zu ihm, dann spielen wir morgen "alte Herren, alte Damen" Badminton.
Genau, lacht er - alte Leute Badminton - so machen wir das.
Andere Fischgeschichten eventuell hier.
... verpflanzen (0 Kommentare) ... bewässern
Donnerstag, 2. Mai 2013
Essen mit Prinzeßchen
sid, 01:08h
Mit Prinzeßchen kenn ich mich ja ein Stück weit aus.
Selbst ja die von der Erbse und jedes Mal leidend, weil so weich kann eine fremde Matraze gar nicht sein, daß ich nicht doch die Sprungfedern spür und mich die Nacht über blau lege, hab ich ja auch öfters mal Umgang mit so ganz speziellen Typinnen.
Heute Familientreffen. Sehr unerwartet und das kam so:
Die Kronprinzessin hat den lang geplanten Termin kurzfristig abgesagt, weil eine Party viel wichtiger ist und es aber so gar nicht geht, deswegen schon frühzeitig (also vor Morgengrauen) selbige zu verlassen, nur um dann schnöde mit dem Fußvolk zu speisen.
Also wurde ich gefragt. Ich hätte ja viel schneller zugesagt. Gezögert habe ich nur, weil ja aktuell regelmäßig mit den Abendnachrichten der Halsschmerz über mich hereinbricht und mich bis zum Morgen nicht mehr verlassen will. Dank der abgedrehten Heizung und der tiefen Nachttemperaturen brauch ich nach dem Aufstehen noch immer über eine Stunde, bevor die geschwollenen Augen halbwegs aufgehen. Stimme braucht eigentlich länger, wird aber ausgetrickst.
Also Wecker stellenund die Steuerangelegenheit mal wieder verschieben und freuen.
Und dann geschah das Wunder.
Kaum saßen wir und hatten die Speisekarten aufgeschlagen, klingelte es royal durch. Wo wir denn nun wären. Nicht lange (oder doch, aber bis dahin hatten wir erst die Getränke am Tisch), und wir wurden beehrt. Ein "wie, Du auch da" (ich habs mal höflicher umschrieben) an mich und dann gings irgendwie los.
Vllt bin ich zu sehr in Feiertagslaune oder ruhe doch sehr in mir selbst (meinte zumindest der Arzt gestern, dessen Nadel ich nicht einmal gespürt hab) - aber da kam eine - ich nenn es mal Unruhe - auf, daß ich mich einfach zeitweise ausgeklinkt habe.
Diese latente passiv-aggressive Art, von der ich dachte, daß sie nun weit hinter ihr läge, kam wieder durch. Ist auch möglich, daß ein Jahr Pause mich einfach viel vergessen ließ.
Sei es, wie es sei. Der Tag war fein und ich bin auch paar Trümmer losgeworden, die hier auf Übergabe gewartet haben.
Manchmal muß man Augen und Ohren zumachen und sich auf die netten Sachen konzentrieren.
Und manchmal darf man nicht erwarten, daß manche mit dem Alter auch erwachsen werden.
Selbst ja die von der Erbse und jedes Mal leidend, weil so weich kann eine fremde Matraze gar nicht sein, daß ich nicht doch die Sprungfedern spür und mich die Nacht über blau lege, hab ich ja auch öfters mal Umgang mit so ganz speziellen Typinnen.
Heute Familientreffen. Sehr unerwartet und das kam so:
Die Kronprinzessin hat den lang geplanten Termin kurzfristig abgesagt, weil eine Party viel wichtiger ist und es aber so gar nicht geht, deswegen schon frühzeitig (also vor Morgengrauen) selbige zu verlassen, nur um dann schnöde mit dem Fußvolk zu speisen.
Also wurde ich gefragt. Ich hätte ja viel schneller zugesagt. Gezögert habe ich nur, weil ja aktuell regelmäßig mit den Abendnachrichten der Halsschmerz über mich hereinbricht und mich bis zum Morgen nicht mehr verlassen will. Dank der abgedrehten Heizung und der tiefen Nachttemperaturen brauch ich nach dem Aufstehen noch immer über eine Stunde, bevor die geschwollenen Augen halbwegs aufgehen. Stimme braucht eigentlich länger, wird aber ausgetrickst.
Also Wecker stellen
Und dann geschah das Wunder.
Kaum saßen wir und hatten die Speisekarten aufgeschlagen, klingelte es royal durch. Wo wir denn nun wären. Nicht lange (oder doch, aber bis dahin hatten wir erst die Getränke am Tisch), und wir wurden beehrt. Ein "wie, Du auch da" (ich habs mal höflicher umschrieben) an mich und dann gings irgendwie los.
Vllt bin ich zu sehr in Feiertagslaune oder ruhe doch sehr in mir selbst (meinte zumindest der Arzt gestern, dessen Nadel ich nicht einmal gespürt hab) - aber da kam eine - ich nenn es mal Unruhe - auf, daß ich mich einfach zeitweise ausgeklinkt habe.
Diese latente passiv-aggressive Art, von der ich dachte, daß sie nun weit hinter ihr läge, kam wieder durch. Ist auch möglich, daß ein Jahr Pause mich einfach viel vergessen ließ.
Sei es, wie es sei. Der Tag war fein und ich bin auch paar Trümmer losgeworden, die hier auf Übergabe gewartet haben.
Manchmal muß man Augen und Ohren zumachen und sich auf die netten Sachen konzentrieren.
Und manchmal darf man nicht erwarten, daß manche mit dem Alter auch erwachsen werden.
... verpflanzen (0 Kommentare) ... bewässern
Mittwoch, 1. Mai 2013
Wilde Hühner
sid, 01:18h
Es fühlt sich so eigenartig an, daß morgen Feiertag ist. Einerseits so dringend und notwendig, einen Tag Luft. Andererseits so irreal, daß der Wecker so spät erst läutet. Auch wenns zu früh sein wird.
So ganz anders die Pläne seit Sonntag. Aber auch gut so. Trotzdem muß einiges dringend erledigt werden.
Luft gibts zusätzlich von anderer Seite. Dieser komplizierte Kundentermin, der dem Chef gern im Magen liegt, ist endgültig vom Plan. Hat mich kurz aus der Spur geworfen, weil man mich so ganz ohne Info gelassen hat, nachdem letzte Woche paar Tage so viel Streß deswegen war. (Also nicht wegen an sich, sondern Klärung eines bestimmten Termins.)
Laura Veirs - Phantom Mountain
Irgendwie freu ich mich trotz des Streß´ auf den Mai.
Alles wird gut. Oder so. Und dazwischen ein bisserl Hypnose. In der einen oder anderen Form. Bisserl Illusion für den Phantomberg.
So ganz anders die Pläne seit Sonntag. Aber auch gut so. Trotzdem muß einiges dringend erledigt werden.
Luft gibts zusätzlich von anderer Seite. Dieser komplizierte Kundentermin, der dem Chef gern im Magen liegt, ist endgültig vom Plan. Hat mich kurz aus der Spur geworfen, weil man mich so ganz ohne Info gelassen hat, nachdem letzte Woche paar Tage so viel Streß deswegen war. (Also nicht wegen an sich, sondern Klärung eines bestimmten Termins.)
Laura Veirs - Phantom Mountain
Irgendwie freu ich mich trotz des Streß´ auf den Mai.
Alles wird gut. Oder so. Und dazwischen ein bisserl Hypnose. In der einen oder anderen Form. Bisserl Illusion für den Phantomberg.
... verpflanzen (4 Kommentare) ... bewässern
... older stories

Mit freundl. Genehmigung von
