Mittwoch, 15. Oktober 2008
Ohrenschmeichler
Heute doch nicht beim Konzert, stattdessen bisserl Geld in die leeren Truhen bringen und deswegen gibt die Lady of Shalott halt in dieser Form.
Manche Gedichte hätte ich vllt doch gern gelernt.

Nachdem ich mich gegen 3 drohende "nein über G. will ich nix hören" durchgesetzt hab und doch Frieden herrscht und nach einem schönen Mittag, hab ich den Würgegriff in die Tasche gepackt und mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch nicht, als der Kunde etwas aufbrausend wurde - gut, hab ich gesagt, dann schüttel ich das halt jetzt so aus dem Ärmel und letztendlich ist er friedlich von Dannen gezogen.

Und das hab ich mir nu verdient.

Licht aus, Bühne frei.

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Montag, 13. Oktober 2008
Sechzig Minuten außerhalb der Wirtschaft
Den Herr auf Frau selbst tauschen lassen.

Die Pipimaus im Reisebüro weiß wieder nicht mit welchem Reisedokument ich einreisen kann. Wozu sitzt die an der Quelle?? Bin bestätigt direkt zu buchen ohne extra für null Leistung zu zahlen. SO!!
Notiz an mich: das heimische Reisebüro so schnell nimmer betreten, weil die sonst wissen, daß ich sie um die Provison gebracht hab.

Am Freitag dem Schießen entgehen, stattdessen laufendes Sushi jagen. DAFÜR!!!

Der Betreuer in der Bank ist verwundert, daß ich nicht 5 min vor Geschäftsschluß meine Versicherungsblahinher machen will. Ich wollt halt nicht so sein, andere Menschen gehen gern pünktlich heim.

Die Dame in der Apotheke nur ausgefratschelt - nix gekauft. Hab ich aber gleich am Anfang gesagt.

Ein halbes Brot ist besser als keines.

Drei Teuros für unnötigen Herbstschnickschnack ausgegeben. Sieht aber doch so schööön aus.

Den Seiher mitgenommen, den Topf bis morgen hinterlegt. Nein, der Mamazwerg kann ihn nicht auslösen "ich studiere" - "Seit wann?" - "Na hör mal?!?" - Tschuldigung, Englischkurs ist mir studiumstechnisch aus dem Kopf gerutscht.

"Wir sind aber kein Optiker" - "Wieso, Sie verkaufen doch Brillen?" - "Ja, aber nur Sonnenbrillen".
Aha - Ramschladen, sag das doch gleich. Denn Piercingzeugs hab ich dort auch rumliegen sehen.

Das Hotel ist NICHT im Katalog. Ich bin also weder zu blöd noch schaasaugert. Morgen das nächste Reisebüro belagern, ob es diesen SpezialHoteldrinKatalog hat.

Am Heimweg kontrolliert, ob die "abgesagt" Schilder schon hängen. Und ich hatte RECHT - ha. Die Dame von da hat nämlich zu Mittag zurückgerufen.

In das neue Elektrogeschäft eingefallen und versuch einen neuen Fön zu bekommen. Der derzeitige Überbrückungskandidat tut auf Stufe 2, als wäre er ein Flugzeugantrieb. Angstzustände beim Fönen find ich doof.

Die Waschküche ist schon wieder besetzt und hier sieht trotzdem wie im Schweinestall aus.

Warum mir G. schon die 2 Nachricht in 3 Tagen schickt, versteh ich net. Interessiert mich nicht, soll er lassen. Der riecht das - meint auch der Mamazwerg.

Alle Schatzis haben die Durststrecke überlebt und stehen wieder wie eine Eins.

Der Mamazwerg hat mir eh ein Mail geschickt. Sogar doppelt. Nur blöd, daß der Mamazwerg noch immer den PUNKT in der Adresse vergißt und irgendwem andren eine Freude macht.

Die morgigen Arbeitszeiten haben sich geändert. Net meckern, froh sein, daß es Plural ist. Trotzdem keinen Plan, was ich mit wem mach.
Notiz an mich: Kopie anfertigen.

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Begleitungssuche
Morgen dann - aber allein mag ich nicht.
Hat wer Lust (u. Möglichkeit) mit zum Konzert zu kommen?

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Ortsuneinige Schriftversch*nerung
Derzeit diskutiere ich schriftlich mit dem Frölein von der VHS WO der Kurs stattfinden wird. Findet er dort statt, hab ich keinen Bock, findet er knapp neben der Haustür in der Straße statt, tät ich meine nichtvorhandenen zeitlichen und finanziellen Ressourcen anzapfen und mich hinbewegen.

Sie sagt dort, ich sag da - weil es so auf dem Infozettel steht.

Hilft alles nix, morgen versuch ich mal den Kursleiter zu erwischen.

Aber so ganz ehrlich... vllt spar ich mir das doch, nachdem am Freitag das Clärchen sich sehr komplimentierend über meine SauKlaue Schrift geäußert hat.
Ich war ja schon immer der Meinung, es läge nur in der Unfähigkeit der Lesenden meine Werke nicht zu verstehen. Hach... *schwarzefeder-boawerfend*

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Samstag, 11. Oktober 2008
Es geht auch ohne den Dieda



Hier gefunden.

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Der Anker ist geworfen
Noch fliege ich als Herr Faultier, Sid aber das wird sich wohl noch beheben lassen.
Der Urlaub ist gebucht, die Bestätigung da. Das Geld noch auf der Bank, aber sobald die Kreditkarteninfo da ist, wechselt es das Institut.

Der Anker soll mich davor bewahren in den nächsten Monaten zu sehr abzutreiben und im Nirgendwo zu landen. Wie ein Lichterl in der Dunkelheit soll er scheinen, wenn alles (er)drückt und verloren geht.

Zwei Wochen scheinen jetzt fast zu kurz. Es fühlt sich gut an. Ich freu mich.

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Journalistens(chwe)ein
Die Unsensibilität kennt keine Grenzen. Und jedes mal aufs Neue bestätigt, warum ich den Weg NICHT gegangen bin. Kennen wir ja schon aus dem Sport. Allerdings jemanden zu fragen, der schon seit 2 Minuten offensichtlich mit den Tränen kämpft, wie er sich nun fühlen - ja, wie denn? wenn er grad den Tod eines Menschen bekannt gegeben hat?

Wie, wie, wie? Los - wir wollen alles wissen. Wir wollen sehen, wie Ihr in Tränen ausbrecht um uns in Eurem Leid zu suhlen. Los, heul doch endlich. Zeig uns, daß Du nicht unter Beruhigungsmitteln stehst.
Mich wunderts nur, daß noch niemand der 90jährigen Mutter ein Mirko unter die Nase gehalten hat um zu sehen, wie sie dieses Geburtstagsgeschenk verkraftet.

Erster Preis für unnötige Schweinerei. Prost Mahlzeit.

Eigenartig, daß die Unfallbilder in den intern. Medien anders aussehen, als die von der inländischen. So genau hab ich nicht hingesehen, aber der Wagen sah doch ganz anders aus.

Hinsehen ist da nicht so bei mir. Jedes derart zerstörte Wrach reißt bei mir den Schorf auf. Ich habe auch Zeitungsbilder von einem Unfallwrack. Bloß wars nicht irgendwer, es war Familie.

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Für alle, die das absichtlich mißverstehen wollen - es geht nicht um die Person. Es geht um die Art, wie sich manche öffentlich in solchen Situationen betragen.

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