Freitag, 8. Dezember 2006
Feiertag ist
und statt wie alle anderen Lemminge einkaufen zu laufen, bleib ich absichtlich zu Hause.
Feiertag ist Feiertag und Sonntag ist Sonntag - basta.

Zugegeben für den Schweden hätt ich mich erwärmen können, allerdings erschlagen sich dort auch morgen die Leute und so allein macht das dann heute keinen Spaß.

Zwei Leutz versucht telefonisch zu erreichen, niemand geht ran. Dann, nacheinander, plumpsen die Nachrichten rein. Beide krank, die eine zu Hause geblieben, gar nicht mehr letztes WE in die Stadt gekommen. Dringend Ruhe verordnet bekommen. Die andre stimmlos. Ruft mich 5 Minuten später doch an. Ich hab Tränen in den Augen, so weh tut das Zuhören.

Und jetzt sitz ich zu Hause, hab nichts von dem erledigt, was hätte erledigt werden können. (Doch, paar mp3s aufgeräumt, nachdem ich ein Programm reinstaliert habe.) Ärger mich bisserl vor mich hin, daß mich das kranke Kind einer Kundin angesteckt hat und das nachträgliche Geplänkel mit der Vorgesetzten diesbezüglich. In der Nacht klingt ich wie Darth Vader.

Die Glotze liefert nur Schrott und vielleicht mach ich mich sogar frühzeitig an die Steuererklärung. Mal sehen. Wäsche waschen wollt ich auch. Gestern schon und vorgestern. Aber da war ich jedes Mal schon so frierend am Weg ins Bett, daß ich's nichts mehr dapackt hätte. Schön, wenn man viele Flocken für die Akupunktur hinlegt, um dann vom nächst besten Kunden (eigentlich einem nichtdabeizuseienden Kind) angesteckt zu werden…) Ich geh mal meinen Feiertagsfrust ins Bett verlegen.

Und nehm zwei Bücher mit.

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Donnerstag, 7. Dezember 2006
Feiersprenung
Die erste Weihnachtsfeier ist geschafft, allerdings hatte ich mir mehr erwartet. Vor allem, nachdem es letztes Jahr so nett geworden ist, aber nein nein nein.

Faultier kam schon mal verspätet an, allerdings habe ich von 8h weg gearbeitet und mir die Freiheit genommen noch heim auf eine Dusche zu fahren. Außerdem hatte ich keinen Bock auf die angekündigte Rede (lag aber am Redner) und Futter sollte es erst nach 20h geben.
Als ich also endlich aAdW war, bewegte sich die Hungerschlange grad ums Buffet (und ich sogleich hinterher). Erfolgreich wie letztes Jahr: grad die letzten kalten Reste, aber was soll's...

Gleich nach dem Futter wurde ein Fragespiel gestartet. Ich sollte dazu anmerken, daß alle Kollegen der Stadt eingeladen waren, die man oft, wenn überhaupt, nur zwischen Tür und Angel sieht und genau das eigentlich eine tolle Möglichkeit ist um mal in Ruhe mehr miteinander zu reden. Das Fragespiel fand natürlich im Raucherbereich statt, und sollte mindestens eine Stunde dauern...

Den Rest dürft Ihr Euch selbst denken, ich war noch vor 23.45 zu Hause um mir nicht das R. Willli. in Concert (in der Glotze) reinzuziehen.

Wirklich traurig - vorletztes Jahr griff jemand zur Klampfe um "an unsere Lieben im Krieg zu denken" (dazu sag ich jetzt mal nix...) und das Jahr davor zwang uns eine Wilde mit hysterischer Kreischstimme ein englisches Kinderlied zum Mithampeln auf.

Nächstes Jahr werde ich dann mal in mich gehen, ob ich auf die Buffetreste verzichten werde und statt dessen was wirklich Nettes unternehme.

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Freitag, 1. Dezember 2006
Lieber schwimmen
Mein gestriger Kunde ist ein ganz ausgeschlafenes Kerlchen. Unentwegt hat er ganz elegant den Sportverschluß der Wasserflasche mit den Zähnen geöffnet und sich den Wasserstrahl in den Mund gespritzt.

Irgendwann dann fragte ich:" Und - sind Sie zur Ubahn gelaufen?" Worauf er:" Nein, ich schwimme lieber". In dem Moment dreht er die Flasche um, der Verschluß war nicht zugedreht und gießt sich von oben bis unten mit Wasser voll.


Gut, nacherzählt klingt es nicht komisch, aber die Handbewegung und dann der Gesichtsausdruck dazu - ich heute heute deswegen Tränen gelacht (gestern ging nicht).

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