Mittwoch, 15. Juni 2005
Fuchs oder Henne
Auf französisch gibt es eine schöne Farbbeschreibung "roux" bzw. "rousse". Auf Deutsch klingt das nicht so toll. Rothaarig ist zu schwammig und fuchsig auch seltsam. Es geht also um die Farbe, die Fuchs und viele Henderln tragen.

Seit paar Tagen trage ich die auch. Aus Versehen. Ziemlich irritiert seitdem, dabei fing alles harmlos an. Zunächst hab ich mal aus Müdigkeit und Hektik nach der Schraubenzieheraktion meine Stirnfranserln zu kurz geschnitten. Vier Monate geduldig und nur leise fluchend rauswaschen lassen, nachdem eine Friseuse ("nein, nur ganz wenig") im Ignorieren meiner Anweisung richtig viel geschnitten hatte. Jetzt hab ich's mir selber verschnitten…

Die Haare wollten aber schon einige Zeit nimmer ganz so wie ich, also hab ich beschlossen mal zur Abwechslung und weil's eh schon über n halbes Jahr her ist, wieder Chemie reinzuschmieren. Tja, jetzt sind sie friedlich und komisch dunkel. Wie ein fuchsteufelwildest Henderl seh ich im Licht aus. Wäscht sich hoffentlich auch mal wieder raus…
Beim nächsten Mal greif ich gleich zu rot. Am besten ganz dunkel.

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Dienstag, 14. Juni 2005
Irritiert
Die Firma, bei der ich arbeite, hat in der Stadt 4 Standorte. Man hat seinen Fixpunkt, wird aber bei Bedarf verborgt. Sozusagen. Wir haben eine Art Rufbereitschaft. Wer nicht erreichbar ist, bekommt keine Stunden, bekommt kein Geld. Man muß nicht erreichbar sein, allerdings kann das ordentlich nach hinten los gehen. Mein Privatleben und sämtliche Aktivitäten, Arztbesuchen usw. richten sich nach der Rufbereitschaft. Oder nach der Erreichbarkeit, wir bekommen am Vorabend den Anruf. Vorabend ist nicht ganz korrekt, am Nachmittag wird mit dem Durchrufen begonnen. Deswegen hab ich überhaupt ein Handy.

Mein Standort hat derzeit nichts für mich. Keine Kunden. Daher werd ich in die Innenstadt verborgen. Die letzten Wochen gab's da fast nichts für mich. Gestern ein Anruf. Früher Nachmittag, die Chefin persönlich. Ob ich vielleicht eventuell und so weiter.
Ich bin etwas irritiert. Ist das jetzt gut oder schlecht? Gibt es ein Nachspiel oder nicht?

Heute Nachmittag bimmelt das Handy. Es ist mein alter Standort. Dort, wo man mir vor über zwei Jahren einfach ohne ein Wort die Arbeit gekappt hat. Weil ich es gewagt hab einmal nachzufragen. Stimmt nicht, ich hab zwei Mal nach dem Selben gefragt. Die Antwort war mir "den Hahn zuzudrehen". Ein Jahr später fragte ich woanders, ob man mich übernehmen würde.

Jedenfalls wurde sehr freundlich gefragt, wie es morgen Vormittag aussähe. Ich weiß nicht, ist die Chefin nicht da, weiß sie überhaupt von dem Anruf? Die letzten Jahre hat sie auch lieber Stunden verschoben, als einmal bei mir anzufragen. Etwas Bauchschmerzen hab ich. Ein wenig wegen jetzt, um so mehr wegen morgen. Ich werde ja sehen…

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Spannend
was sich so Suchmaschinen für Sachen zusammenreimen. Augenbrauen verpflanzen – ich glaub, darüber weiß ich nichts und mich hat sehr wohl jemand zum Geburtstag angerufen. Sogar die Arbeit, da sie dort nicht fähig waren a. in den Kalender zu schauen, b. bei Telefonat zwei Wochen zuvor zuzuhören. Hat mich eine gute Stange Geld gekostet, dann waren meine letzten Stunden in Spanien auch schon fast rum.

Endlich.

Und zu Hause, am Flughafen, ein beblumter Mamazwerg und Godot, der mit mir nachher noch in meinem Lieblinkslokal war. Und die Rechnung übernommen hat, obwohl ich eingeladen hatte. Aus Dankbarkeit und um nicht gleich wieder allein zu sein. Das war ich die Tage zuvor sehr oft. Das Heimkommen war wirklich das Schönste. Nicht nur an diesem Tag, es machte den ganzen Ärger und die vielen Kränkungen der Tage davor um einiges leichter. Eine andere Geschichte.

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Montag, 13. Juni 2005
Soeben bei Barbara
"Gehen wir einen Kaffee trinken, gehen wir essen oder soll ich gleich auf Deiner Mortadella reiten?" Bildungsfernsehen um 16.15h.

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Das Ende der Schlammpartie
Nova Rock ist vorbei. Zumindest für dieses Jahr.
Obwohl ich lieber frierend zu Hause war, mir Zeltnächtigungen und Schlamm hab entgehen lassen *uff* hab ich denoch für ein Sekündchen dran teilgenommen.
Godot hat direkt von einem Konzert eine SMS geschickt. Von einer Freundin kam eben der Veranstaltungsbericht und jetzt warte ich schon gespannt auf die Erzählungen von Peter Pan. Hoffentlich ist er heil aus dem Schlamm wieder rausgekommen : )

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Schrecksekunden
mehr für den Flatterich, als für mich. Der Afroflattermann und Kumpane bringen seit neuestem zwei andre mit. Oder es ist die Jugendgang, ich muß da mal mehr Zeit investieren um das rauszukriegen.
Balkontür steht einen Spalt offen, zwecks Lüften – da kommt er wild zwitschernd reingeflogen. Allerdings hat er auch gleich wieder den Weg rausgefunden.

Letztes Jahr hat mir ein Kohlmeiserl den Spaß schon beschert.

So, grad ist wohl einer gegen das Glas geknallt, muß mal nachsehen, ob alles ok war. Der Rumser war recht laut. Vogerls.. wozu hab ich wohl die Jalousien zu... sauft mehr Wasser, weniger vergorene Früchte... *seufz*

Ok, wie doof muß man sein, um jetzt gegen das Küchenfenster zu knallen? Meine Güte, ich krieg ich noch einen Herzinfarkt. Die Jugend von heute muß wohl jeden Scheiß doppelt versuchen.

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Futter fürs Volk
Nachdem mein Volk sich jetzt wieder fleißig da aufhält, wo es hingehört – bis auf das Mistexemplar, das gerade im Inneren meiner Pyjamahose hochgekrochen ist und mich gebissen hat – und ich seit einigen Wochen genervt Bißspuren zähle, ist es mal wieder so weit. Faultier zieht zu allen unmöglichen Nachtzeiten aus und begibt sich auf die Jagd.

Gesucht wird der gemeine *snief* Dickmaulrüsselkäfer, der es sich nicht nehmen läßt Jahr für Jahr meine Pflanzen zu ruinieren. Eingeschleppt über eine Gärtnerei (herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle) machen sich diese widerwärtigen nachtaktiven Viecher gefräßig über alles her. Die Käfer von oben, die Larven von unten. Sprich Wurzel abknabbern und dabei den größeren Schaden anrichten, als die ausgewachsenen Tiere. Nicht mal vor den Erdbeeren wird Halt gemacht. Dafür legen die auch schon mal 5 Meter Krabbelweg hin.

Bis jetzt waren sie nur auf den bekannten Plätzen. Faultier frohlockte. Zu früh. Gestern Nacht hab ich die Mistkerle am Ende des Balkons entdeckt. Frech grinsend. Ins Licht der neuen Taschenlampe. Die alte geht nimmer. Funktionsstörungen hatte sie schon, als sie mir mal zwischen den Zähnen gerutscht und auf dem Boden gelandet ist. Könnten aber auch die Batterien sein.

Letzte Woche hab ich Abhilfe geschafft. Beim Hofer gab's eine Akkutaschenlampe und ich hab seitdem einen besseren Lichtkegel. Nicht direkt auf Menschen und Tiere richten steht in der Gebrauchsanweisung. Tja, seitdem versuche ich die Viecher zuerst zu blenden. Heute hat sich so ein Mistkerl glatt runterplumpsen lassen, als er das Licht bemerkte. Gefunden hab ich ihn nicht.

Gleich in der ersten nächtlichen Taschenlampeausprobierhalbenstunde hab ich insgesamt 10 Viecher erlegt. 7 von der Brombeere gezerrt, 3 von der Jakobsleiter. Einer ist mir wohl entwischt. Dabei wird meine Technik immer besser. Nachdem die sich ja fallen lassen, hab ich einen Untersetzer dabei, den ich, wenn Platz genug ist, gleich mal drunter halte. Momentan arbeite ich mit einer großen Plastikpinzette, die Käfer haben eine ganz schöne Kraft, wenn sie sich festklammern.

Dann wird der Käfer auf den Boden geleert und kommt in den Genuß meiner uralten Cloggs des schwedischen Möbelhauses. Zur Sicherheit tret ich manchmal ein zweites Mal drauf. Das ist dann der Aufruf für mein Volk. Derzeit gewöhnen sie sich erst wieder daran, daß es Frischfleisch gibt. Ich hab fast das Gefühl, daß sie in spätestens 4 Wochen an die Untersetzer trommeln, wenn ich zu nachlässig mit der Fütterung werd.

Jedenfalls werden mindestens zwei Völker bedient. Weitere, sofern sich in ihrer Wohngegend ein Käfer entdecken läßt. Wenigstens haben die Kerls was zu tun und freuen sich. Ich würd mich halt noch mehr freuen, wenn ich die Viecherplage endlich los wär, aber das seh ich nicht kommen. Absammeln ist das Um & Auf. Dazukommt die Larvenvernichtung und das Ausbringen von natürlichen Feinden. Mit Spitzmäusen und Maulwürfen ansiedeln tu ich mich schwer, daher muß ich teuer Millimeteraale kaufen. Bleibt mir weiterhin das Jagen und sammeln. Was tut man nicht alles für sein Volk…



.. außerdem ist es spannend zu zusehen, wie sie die Leichen abtransportieren und am nächsten Morgen ist alles sauber, als wär nie was gewesen. Brave Tierchen, morgen gibts wieder Leckerli.

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Der Test, der alle beschäftigt
und den ich für sehr merkwürdig halt. Die Kontrollfragen hab ich zum Großteil entdeckt. Jaja, jemand, der jahrelang für Markt- & Meinungsforschungsinstute gearbeitet hat, macht man so fix nix mehr vor : )
Die ersten 4 Plätze halten sich ja fast die Waage, ich hatte wohl nur grad großen Hunger, daher zuerst die Existenz *gg*

Also dann...

You scored as Existentialism. Your life is guided by the concept of Existentialism: You choose the meaning and purpose of your life.

“Man is condemned to be free; because once thrown into the world, he is responsible for everything he does.”
“It is up to you to give [life] a meaning.”
--Jean-Paul Sartre

“It is man's natural sickness to believe that he possesses the Truth.”
--Blaise Pascal

More info at Arocoun's Wikipedia User Page...

Existentialism

65%

Hedonism

55%

Utilitarianism

50%

Justice (Fairness)

50%

Strong Egoism

35%

Divine Command

35%

Kantianism

30%

Apathy

25%

Nihilism

0%

What philosophy do you follow? (v1.03)
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