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Dienstag, 7. Mai 2013
Streßtest
sid, 16:53h
Mein Hausarzt hatte mal einen guten Nachmittag und keine Patienten, somit viel Zeit für mich und nimmt nun nach Jahren doch die Sache selbst in die Hand. Zumindest überweist er.
Wär ich damals statt in den Kraken gleich dorthin gefahren, könnt ich paar Geschichten weniger erzählen.
Der Arzt sagt mir, wohin er mich vom Hausarzt überweisen haben will, damit ich kein Übernachtungsgast werd. Und bittet bis zum nächsten Termin um die Resultate.
Finalmente lande ich im Labor für einen Test, der eigentlich schon vor Jahren gemacht hätte werden können, sollen - nur nicht wollen, stattdessen mich mit andren Sachen stressen. Warum den niemand an mir gemacht hat - es bleibt ein Rästel. Wie so vieles auf dieser Odysee.
Also sitze ich endlich da, mit meiner doppelten Wartenummer, leicht abgehetzt und sehr darum bemüht, das Blut nichts davon merken zu lassen.
Wieder eine Nadel im Arm und dann die Prozedereerklärung. Im Netz stand überall, ich bekäme einen Zugang. Wär auch bisserl einfacher mit den ganzen Nadeln, aber ist nicht. Kein Zugang.
Aufklärung über die Nebenwirkungen. Große Augen und los gehts.
Tick tick.
Nachdem ich also unerwartet doch noch rechtzeitig eingetrudelt bin, perlt der Streß langsam ab, während sich die Nebenwirkungen bemerkbar machen. Noch kurz mit dem andren Labor ein Abmeldungs- gespräch und noch zwei mit der Firma. Gut so - denn der frühe Nachmittagstermin wurde abgesagt und ich habe mehr Zeit.
Also entspannen. Tick tick. Buch zwar in der Hand, aber die Augen geschlossen und an die Wand gelehnt. Entspannt.
Glen Hasard & Marketa Irglova - Falling Slowly (Sountrack Once)
Nach einiger Zeit kommt eine Assistentin raus und fragt mich besorgt, obs mir gut geht. Muß ziemlich fertig ausgesehen hab : )
Alles gut und alles fein, bis mein Wecker ratscht. Dann nochmal Nadel.
Wo wir denn wollen, weil so direkt drüber sollten wir nicht.
Seltsame Frage finde ich - da ist ja doch noch fast ein halber Zentimeter Platz für tadellos wo anders.
So knapp drüber täts unnötig weh, sagt sie zu mir. Na dann machen wir das nicht, sag ich. Und sie machts doch.
Ah - sagt sie, Sie haben wohl doch nichts gespürt.
Doch zu genüge - aber das bedeutet nicht, daß ich wild herumzucken muß, schließlich hab ich eine Nadel im Arm und hätte den gern auch spielfähig und für schreien... nein, dafür zu viele Nadeln in den letzten Wochen im Arm gehabt. Das überlasse ich den harten Kerlen ; )
Wär ich damals statt in den Kraken gleich dorthin gefahren, könnt ich paar Geschichten weniger erzählen.
Der Arzt sagt mir, wohin er mich vom Hausarzt überweisen haben will, damit ich kein Übernachtungsgast werd. Und bittet bis zum nächsten Termin um die Resultate.
Finalmente lande ich im Labor für einen Test, der eigentlich schon vor Jahren gemacht hätte werden können, sollen - nur nicht wollen, stattdessen mich mit andren Sachen stressen. Warum den niemand an mir gemacht hat - es bleibt ein Rästel. Wie so vieles auf dieser Odysee.
Also sitze ich endlich da, mit meiner doppelten Wartenummer, leicht abgehetzt und sehr darum bemüht, das Blut nichts davon merken zu lassen.
Wieder eine Nadel im Arm und dann die Prozedereerklärung. Im Netz stand überall, ich bekäme einen Zugang. Wär auch bisserl einfacher mit den ganzen Nadeln, aber ist nicht. Kein Zugang.
Aufklärung über die Nebenwirkungen. Große Augen und los gehts.
Tick tick.
Nachdem ich also unerwartet doch noch rechtzeitig eingetrudelt bin, perlt der Streß langsam ab, während sich die Nebenwirkungen bemerkbar machen. Noch kurz mit dem andren Labor ein Abmeldungs- gespräch und noch zwei mit der Firma. Gut so - denn der frühe Nachmittagstermin wurde abgesagt und ich habe mehr Zeit.
Also entspannen. Tick tick. Buch zwar in der Hand, aber die Augen geschlossen und an die Wand gelehnt. Entspannt.
Glen Hasard & Marketa Irglova - Falling Slowly (Sountrack Once)
Nach einiger Zeit kommt eine Assistentin raus und fragt mich besorgt, obs mir gut geht. Muß ziemlich fertig ausgesehen hab : )
Alles gut und alles fein, bis mein Wecker ratscht. Dann nochmal Nadel.
Wo wir denn wollen, weil so direkt drüber sollten wir nicht.
Seltsame Frage finde ich - da ist ja doch noch fast ein halber Zentimeter Platz für tadellos wo anders.
So knapp drüber täts unnötig weh, sagt sie zu mir. Na dann machen wir das nicht, sag ich. Und sie machts doch.
Ah - sagt sie, Sie haben wohl doch nichts gespürt.
Doch zu genüge - aber das bedeutet nicht, daß ich wild herumzucken muß, schließlich hab ich eine Nadel im Arm und hätte den gern auch spielfähig und für schreien... nein, dafür zu viele Nadeln in den letzten Wochen im Arm gehabt. Das überlasse ich den harten Kerlen ; )
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Samstag, 4. Mai 2013
Der alte Mann und der Fisch
sid, 01:04h
Aber wenn wir dann morgen spielen, da kann ich dann nicht so sehr wie sonst, sagt er zu mir.Eine halbe Stunde zuvor hab ich mit dem Lieblingskollegen darüber gekichert, wie steif er sich bewegt. Eigentlich hat er mich gefragt, ob ich nicht auch finde, daß er zugenommen hat. Seit dem Urlaub, sag ich.
Aber derart steif aufstehen, tut er schon länger.
Wie ein alter Mann.
Wie ein alter Mann.
Paßt ja dann sehr gut.
Ich hab ihm zu Weihnachten ein Buch geschenkt, daß er vor seinem Urlaub lesen wollte. Nun hab ichs zum Lesen. Der alte Mann. Und noch kein Fisch. Oder schon, aber nicht den, den er fangen will. Und schon über Seite 40 hinaus. Macht aber nichts, ich hab Zeit.
Macht nichts, sage ich zu ihm, dann spielen wir morgen "alte Herren, alte Damen" Badminton.
Genau, lacht er - alte Leute Badminton - so machen wir das.
Andere Fischgeschichten eventuell hier.
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Donnerstag, 2. Mai 2013
Essen mit Prinzeßchen
sid, 01:08h
Mit Prinzeßchen kenn ich mich ja ein Stück weit aus.
Selbst ja die von der Erbse und jedes Mal leidend, weil so weich kann eine fremde Matraze gar nicht sein, daß ich nicht doch die Sprungfedern spür und mich die Nacht über blau lege, hab ich ja auch öfters mal Umgang mit so ganz speziellen Typinnen.
Heute Familientreffen. Sehr unerwartet und das kam so:
Die Kronprinzessin hat den lang geplanten Termin kurzfristig abgesagt, weil eine Party viel wichtiger ist und es aber so gar nicht geht, deswegen schon frühzeitig (also vor Morgengrauen) selbige zu verlassen, nur um dann schnöde mit dem Fußvolk zu speisen.
Also wurde ich gefragt. Ich hätte ja viel schneller zugesagt. Gezögert habe ich nur, weil ja aktuell regelmäßig mit den Abendnachrichten der Halsschmerz über mich hereinbricht und mich bis zum Morgen nicht mehr verlassen will. Dank der abgedrehten Heizung und der tiefen Nachttemperaturen brauch ich nach dem Aufstehen noch immer über eine Stunde, bevor die geschwollenen Augen halbwegs aufgehen. Stimme braucht eigentlich länger, wird aber ausgetrickst.
Also Wecker stellenund die Steuerangelegenheit mal wieder verschieben und freuen.
Und dann geschah das Wunder.
Kaum saßen wir und hatten die Speisekarten aufgeschlagen, klingelte es royal durch. Wo wir denn nun wären. Nicht lange (oder doch, aber bis dahin hatten wir erst die Getränke am Tisch), und wir wurden beehrt. Ein "wie, Du auch da" (ich habs mal höflicher umschrieben) an mich und dann gings irgendwie los.
Vllt bin ich zu sehr in Feiertagslaune oder ruhe doch sehr in mir selbst (meinte zumindest der Arzt gestern, dessen Nadel ich nicht einmal gespürt hab) - aber da kam eine - ich nenn es mal Unruhe - auf, daß ich mich einfach zeitweise ausgeklinkt habe.
Diese latente passiv-aggressive Art, von der ich dachte, daß sie nun weit hinter ihr läge, kam wieder durch. Ist auch möglich, daß ein Jahr Pause mich einfach viel vergessen ließ.
Sei es, wie es sei. Der Tag war fein und ich bin auch paar Trümmer losgeworden, die hier auf Übergabe gewartet haben.
Manchmal muß man Augen und Ohren zumachen und sich auf die netten Sachen konzentrieren.
Und manchmal darf man nicht erwarten, daß manche mit dem Alter auch erwachsen werden.
Selbst ja die von der Erbse und jedes Mal leidend, weil so weich kann eine fremde Matraze gar nicht sein, daß ich nicht doch die Sprungfedern spür und mich die Nacht über blau lege, hab ich ja auch öfters mal Umgang mit so ganz speziellen Typinnen.
Heute Familientreffen. Sehr unerwartet und das kam so:
Die Kronprinzessin hat den lang geplanten Termin kurzfristig abgesagt, weil eine Party viel wichtiger ist und es aber so gar nicht geht, deswegen schon frühzeitig (also vor Morgengrauen) selbige zu verlassen, nur um dann schnöde mit dem Fußvolk zu speisen.
Also wurde ich gefragt. Ich hätte ja viel schneller zugesagt. Gezögert habe ich nur, weil ja aktuell regelmäßig mit den Abendnachrichten der Halsschmerz über mich hereinbricht und mich bis zum Morgen nicht mehr verlassen will. Dank der abgedrehten Heizung und der tiefen Nachttemperaturen brauch ich nach dem Aufstehen noch immer über eine Stunde, bevor die geschwollenen Augen halbwegs aufgehen. Stimme braucht eigentlich länger, wird aber ausgetrickst.
Also Wecker stellen
Und dann geschah das Wunder.
Kaum saßen wir und hatten die Speisekarten aufgeschlagen, klingelte es royal durch. Wo wir denn nun wären. Nicht lange (oder doch, aber bis dahin hatten wir erst die Getränke am Tisch), und wir wurden beehrt. Ein "wie, Du auch da" (ich habs mal höflicher umschrieben) an mich und dann gings irgendwie los.
Vllt bin ich zu sehr in Feiertagslaune oder ruhe doch sehr in mir selbst (meinte zumindest der Arzt gestern, dessen Nadel ich nicht einmal gespürt hab) - aber da kam eine - ich nenn es mal Unruhe - auf, daß ich mich einfach zeitweise ausgeklinkt habe.
Diese latente passiv-aggressive Art, von der ich dachte, daß sie nun weit hinter ihr läge, kam wieder durch. Ist auch möglich, daß ein Jahr Pause mich einfach viel vergessen ließ.
Sei es, wie es sei. Der Tag war fein und ich bin auch paar Trümmer losgeworden, die hier auf Übergabe gewartet haben.
Manchmal muß man Augen und Ohren zumachen und sich auf die netten Sachen konzentrieren.
Und manchmal darf man nicht erwarten, daß manche mit dem Alter auch erwachsen werden.
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