Donnerstag, 18. Oktober 2012
Neues Altes aus der Anstalt
Diesmal ist alles anders. Noch mehr als sonst. Andrer Platz - flimmernder Schirm. Noch drei andere da.
Und was für welche.

Manchmal, da hör ich den Werkstudenten ja gern zu. Aber manchmal, da kommt so viel Zeugs aus denen raus. Da fragt man sich...
Es gab eine Diskussion darüber, daß Master höherwertig wär als Magister. Argumentiert wurde mit der Mindeststudienzeit. Fräulein - MINDEST bedeutet nicht MAXIMAL.
Irgendwann mal konnte ich nimmer weghören und hab mir Unmut eingehandelt - der Hinweis über den Bachelor war dann wohl doch zuviel fürs Ego. Immerhin fand dann die eine im Netz, daß der Master NICHT mehr wert als ein Magister ist. Ach was.

Dann kam die übliche Beschwererei, daß innerhalb von einer Woche zwei Tests zu schreiben wären.
Was will man da noch denken (gesagt hab ich ja bis auf die Bachelor-/ Mastersache eh nix). Wir haben in einer Wochen 7 Prüfungen und mehr gemacht - und?
Lustig wars nicht, aber wenn hier die Steuererklärung anfällt und in 4 Wochen retourniert werden sollt, nimmt das restliche Leben auch keine Rücksicht darauf. Familie und Arbeit schon gar nicht.
Und solange die alle sehr sehr viel Zeit für noch mehr Partys finden, hält sich mein Mitleid sowieso in Grenzen.

Vorne gab es dann eine Besprechnung. Ohne uns. Seit ich in der neuen Gruppe bin, sind wir nicht mehr Teil.
Interessanterweise gings um den Kontakt zu draußen. Es gab wohl Beschwerden, wie die Umgangsformen seien.
Stilles Kopfschütteln bei mir - genau die Kollegen, die uns nur in einer Tour anblaffen, regen sich darüber auf, wie sie von andren behandelt werden?? Stunden später wurde lautstark der Beweis geführt.
Es ist nämlich nicht möglich dem 3Mädler-Haus ruhig zu sagen, daß es etwas ZU laut ist. Nein, da muß derart rübergekeift werden, daß die Reaktionen vorprogrammiert sind.
Aber mir kann das egal sein - ein Fensterplatz entschädigt für Vieles.

Und der Essenskollege. Irgendwie zwischen den formellen Angelengenheiten der einzige Grund, warum ichs dort noch aushalt.

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Dienstag, 16. Oktober 2012
Vom seeligen Efeustein
Mir fehlen noch immer die Worte, die Fassung kehrt langsam zurück.

Ist ja nicht so, daß jeder Friedhofsbesuch ein leichter wär. Zumal wir da ja schon einiges an unschönen Erfahrungen haben.

Gut gelaunt sind wir am Kanal entlang spaziert und haben haben uns gut unterhalten. Am Tor stand ein Maronibrater, gegenüber hat ein neues Lokal eröffnet.

Am Weg zum Grab bemerken wir überall umgestürzte Grabsteine. Vandalismus mutmaßt der Mamazwerg, die Friedhofsverwaltung zwecks roter Karte sage ich.

Und so kommts, daß wir uns gar nicht weiter umsehen, bis wir kurz vorm einen Stein stehen und dann machts klick.

Diesmal ist zwar die Laterne noch da, aber massiv beschädigt. Mutwillig und nicht durchs Wetter, denn vor paar Wochen war noch alles intakt.

Dafür sehen wir den Stein. Also den ganzen Stein. Wie frisch geschlüpft sieht er aus. Ganz rosa.
Weit und breit kein einziges Blatt. Kein Krümmel Erde. Nichts, was darauf schließen läßt, daß seit Jahren hier ein Efeu wuchert. Gewuchert ist.
Entsetzen. Wut. Fassungslosigkeit.

Bei der Verwaltung weiß man auch nichts zu sagen. Man ruft die Gärtnerin an. Die kommt dann auch kurze Zeit später, etwas bleich, sowas hat sie auch noch nicht erlebt. Vor 3-4 Wochen war noch alles intakt. So einen sauberen Stein hätte sie auch noch nie gesehen. Da ist ja nicht mal mehr das kleinste Nopperl drauf.


Später dann, scherzt die Freundin über das Verschwinden, weil man eh kaum anders mit der Situation umgehen kann.
Wenn das so ist, sag ich, dann muß dieser Stein seelig gesprochen werden - was für Nonnenkrampfadern geht, muß bei dem Efeu auch möglich sein.
Wir werden sehen.

Und im Frühling teuer einen neuen Efeu pflanzen lassen.

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Montag, 15. Oktober 2012
Ein Kubikmeter Arbeit(smaterial)
Eigentlich wollte ich heute nur mal schnell die Fenster putzen. Außen. Eine Angelegenheit von max. 10 Minuten.
Und dann endlich den ganzen Abrechnungskram erledigen, der seit Wochen herum liegt.

Dann dacht ich, da die Sonne so hübsch scheint und die Heizung ja irgendwann mal auch heiß werden wird (die Hoffnung erfriert zuletzt), könnte ich doch ganz schnell mal den Heizkörper entstauben.

Und ganz eigentlich drück ich mich seit Wochen und Monaten und Jahren davor, das Arbeitszeug einmal umzudrehen.
Das geschieht so ein bisserl sowieso, wenn ich an die Heizung muß, aber ich dachte, ich könnte doch wenigsten so im Ansatz die Berge ausspalten.

Stunden später - mittlerweile weit über 12 Stunden später - habe ich mich von gefühlten 2 Tonnen Papier, real leider wohl nur einem Kilo getrennt.
Aber immerhin. So leicht ist das gar nicht. Jedes System verlangt Absicherung und Zusatzmaterial. Allerdings hab ich es wirklich geschafft mich von der 12ten Kopie der Kopie der Kopie (pro Blatt) zu trennen.

Unterm Strich ists noch immer viel zu viel und auch zu schwer.
Der Plan war Reduktion, aber die Expansion, die sich da jährlich einschleicht, wächst schneller.
Mit der Umstellung von vor zwei Jahren kommen noch einmal gute 12 cm Breite dazu (and more to come).

Für die außerHaus-Kunden hab ich aktuell auch einiges hier rumliegen, was mich nicht ganz so glücklich macht. Also daß ich als Zwischenlager herhalten darf. Das Zeug selber - nun ja, solange es liegen bleibt und nicht vom Stapel rutscht, ists mir grad egal.
Es liegt halt teilweise am Bastelstapel. Was jetzt schlecht und gut zusammen ist.

Allerdings hätte ich dieses Wochenende endlich die Inventarliste fertig machen wollen, damit ich dann ab nächstem We fit bin.
Dafür hab ich andre Inventarlisten geschrieben. Man gönnt sich ja keine Pausen ; )

Ich staune noch immer, wie der eineinhalb Kubikmeter Kram so viel Arbeit und Zeitraub mit sich bringt.
Heute zur Sicherheit mal mit Wärmekissen am Rücken schlafen.
Davor noch eine eine Vorbereitung eingeschoben. Wenn ich dann endlich (einen) Platz zu arbeiten find : )

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