Freitag, 17. August 2012
Texualitäten
Ich hab kein Problem mit Kurznachrichten.
Man bekommt in limitierter Zeichenanzahl sogar ziemlich breit- gefächerte Informationen. Manchmal.
Selbst zu tippern geht mir hingegen - außer in Notfällen - meist sehr auf die Nerven. Zumal es ins Geld geht, nur Belanglosigkeiten herumzusenden und das mag ich erst recht nicht. Mein Kontingent an kostenfreien Nachrichten muß noch ein halbes Monat aushalten und ist seit heute schon ziemlich erschhöpft.

Bei kurzen Terminabsprachen ist es mir lieber 5 Minuten zu telefonieren und alles zu klären, statt über Stunden hinweg immer wieder auf Fragmente zu warten und am Ende oft dennoch nicht mehr zu wissen.

"Ich telefonier nicht gern" - erst gestern wieder gehört.
Auch so eine Aussage, die sich manchmal in einem ganz andrem Licht zeigt. Dann aber teilweise mitten in die Nacht hinein endlich mal paar Zeichen loszuwerden, finde ich dann aber anstrengend.

Noch anstrengender Nachrichten im Minutentakt, während ich versuche den restlichen Tag zusammen zu halten und noch daran nage, wie ich eine Antwort so kurzfasse, daß ich dennoch (hoffentlich!) eine konkrete Ansage zurück bekomme.

Ist irgendwie nicht. Es nerv.
Ich mach jetzt via Zeichenfolge den andren Termin fest, stell die Wecker ab und den morgigen Tag um.

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Dienstag, 14. August 2012
Krebstage
Krebstage und Perseiden vertragen sich nicht.
Schon die Krebstage allein haben es in sich, das Mondhoroskop warnt vor dem Gefühlssturm.
Nun von dem hab ich dann langsam die Nase voll. Dazwischen war mir so erbärmlich, daß ich doch wirklich erwog, den Froschkönig zu kontaktieren.
Schlimm, fand auch die Herzhälfte das und bot einen Übernachtungs- platz im blauen Haus.

Aber... das geht alles nicht, das Krebsen strengt an.

Den Tag über raus aus dem Schneckenhäuschen, die Arbeit genießen und eh wieder viel zu lange dort bleiben. Während sich immer mehr die Einsiedlerei einschleicht und das Scherenklappern. Zumal ich schon wieder Lebenszeit am Ende der Mailbox verschwende. Würd ich das nicht tun, hätte ich seit Tagen für heut Abend was vor. Was für einen Sinn hat denn der hübsche Feiertag, wenn man am Abend davor zu Hause hockt? Das kann ich sonst auch.

Da wurde mir für Sonntag dies zugesagt, für Dienstag dann jenes. Und dann abgesagt, abgesagt, hängen gelassen. Es kotzt so ein wenig an. Gäbe keinen Grund dafür, aber das Krebsdasein macht mich unrund.

Passend dazu borg ich mir als Abendmotto einen Spruch aus (ich hoffe das geht klar): Get Lost in a Period Drama Tonight.


Und in all diesem unruden Scherentierdasein schnapp ich mir den Springschlüssel und strecke vorsichtig und recke noch vorsichtiger den Rücken (der hat mir heute sowas schon ziemlich bös übel genommen) und fische eine Karte heraus. Und noch eine. Und noch eine. Und da ist wieder diese so vertraute Nähe.
Wie gestern Nacht, als auf meine Nachricht innerhalb von zwei Minuten eine Anwort aus der Kälte kam und das Schneckenhaus anwärmte.

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Dienstag, 14. August 2012
Laurentiustränen
Jedes Jahr um die Perseiden herum, drückt es gewaltig aufs Gemüt.

Zuviele Gedanken, und noch mehr davon im Kreis. Hilft alles nichts. Sah es vor sieben Wochen noch so aus, als kämen wir doch vom Abstellgleis runter, so seh ich aktuell nur noch den Prellbock.

Ich habs wirklich satt. Dabei komm ich noch auf dumme Gedanken, die mich nicht weiterbrächten. Somit siegt der Verstand und beschert undurchschlafene Nächte.
Aber mal vorläufig besser so als anders.

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