Freitag, 20. Oktober 2006
Bombenstimmung
Die Amis klagen ja jeden und überall wegen Nichtigkeiten oder eigener Blödheit.

Diese Woche wurden wir während der Arbeit evakuiert. Zuerst sahs aus wie ein Scherz, erwies sich aber schnell als sehr ernste Sache.
Gegenüber vom Haus wurde eine Fliegerbombe gefunden. Wie man weiß, sind diese Überbleibsel aus dem Krieg nicht ganz ungefährlich.
Vor wenigen Jahren sind in Salzburg zwei Menschen zerfetzt worden bei dem Versuch eine solche Fliegerbombe zu entschärfen.
Vielleicht lags an der letzten Sirenübung, vielleicht an den Erzählungen meiner Großmutter vom Krieg, vielleicht auch an dem Zeug, das ich letztens im Fernsehen gesehen habe und zuviel Informationen über "rosa Nebel". Jedenfalls hat mich nach einiger Zeit Panik befallen und ganz ganz wirklich weg ist sie noch immer nicht.

Und um den Kreis zu den klagwütigen Amis zu schließen - kam noch nie jemand in Europa oder Asien auf die Idee, die US Regierung wegen noch über scharfer gefährlicher Monition zu verklagen? Wer kommt für die Entschärfung auf? Wer zahlt die Schäden, entschädigt die Opfer?
Manche Nationen sollten bisserl genauer drüber nachdenken, was sie anrichten, bevor sie das nächste Mal wo einen Bombenteppich streuen.

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Montag, 16. Oktober 2006
Geruchssinn verrückt
Faultier - etwas damisch von der frühen Uhrzeit, der ersten geschafften Arbeitsetappe des Tages und noch damischer wegen Überbrückungszeit, die mit einem viel zu engen Zeitkorsett vollgestopft ist - setzt sich in der Ubahn nichts ahnend neben eine Person.

Ich kann ja leider nicht an jedem rumschnüffeln, bevor ich Platz nehme. Hätte ich's doch nur getan. Umsetzen war mir leider zu blöd. Kann ja nicht so schlimm werden. Denkste…
Nach einer Minute meldet die Nase Alarm. Geatmet wird nur noch durch das Nasenloch abseits der Nachbarin. Eine Station später setzt sich noch jemand dazu. Wir atmen beide sehr flach.

Zwei Minuten später: ein Herr mit viel zu viel Aftershave setzt sich als 4ter zu uns. Die Rettung. 10 Sekunden Aftershave in der Nase, 20 Sekunden süßen penetranten Uringestank.
Die Selbstbeherrschung kämpft mit dem Frühstück. Ich schimpf innerlich mit mir, versuche mir nichts anmerken zu lassen. Fünf Stationen können eine Ewigkeit dauern...

Dreißig Minuten später. Vor mir steigt ein Mann aus der Straßenbahn aus. Wieder der penetrant süße Uringeruch in der Luft. Ich dreh langsam am Rad. Wie letzten Freitag als es im Kino (ganz passend: Das Parfum) auch so roch.
Durchatmen, weitergehen, Frischluft einsaugen. 15 Minuten später in der Arbeit.
Dort sehr irritiert, ertapp ich mich immer wieder herumzuschnüffeln. Der Geruch hat sich in der Nase festgesetzt.

Zwischen Arbeit und Arbeit düs ich nach Hause. Die Hose wird eingesprüht. Reiner Placebo, aber auf den Rüssel ist derzeit kein Verlaß mehr. Der ist angeschlagen, erkennt aber den Gutduft.

Nach der Arbeit - Faultier sitz am Puter, Hose hängt zwecks Auslüftung am Stuhl daneben. Einbildung ist alles, ich rieche schon wieder den Gestank.
Zeit für eine Pause, sag ich zur Nase, stecke sie tief in ein Duftkissen und lege sie vor die Glotze.

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Montag, 9. Oktober 2006
Kulttierur
Ab und zu muß man übertreiben. Ohne Übertreibung macht das Leben nur halb so viel Spaß.

Die Museen war von 18 bis 1h geöffnet, Faultier hatte dem Mamazwerg ein paar Ideen zur Auswahl vorgestellt, die der Mamazwerg mit ja/nein/weiß nicht gutierte. (Und das Wort ist jetzt falsch geschrieben, und ich hab keine Zeit nachzudenken ; ) )

Jedenfalls konnten wir uns so ungefähr auf 4 Ausstellungsorte einigen. Und los gings kurz vor 18h. Gleichzeitiges Eintreffen mit/bei der Ubahn und zum ersten Museum. Insgesammt hatten wir schon nach der ersten Stunde 4 hinter uns gebracht. Erstaunlich. Sehr frech hab ich den Mamazwerg dann auch noch durch die Albertina gezerrt, andere Leute haben dafür wohl 2 Stunden gebraucht, wir waren um 20h schon wo anders. Beim dritten Anlauf sind wir dann endlich wie die Lemmingen an Schmetterlingen vorbeigeschlichen und auch noch 10 vor 1h ins letzte Museum gehechtet. An die 14/15 Schauplätze haben wir letztendlich gepackt, wer hätte das gedacht.
Und dann gabs noch eine Premiere: des Mamazwergs erste Nachtbusfahrt ; )

Und wer eine genau Liste der Schauplätze haben will, die kann ich nachreichen.

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Von der Arbeit aus
bloggen ist lustig, von der Arbeit aus bloggen ist schön..

man muß nur tierisch aufpassen sich danach auch WIRKLICH auszuloggen, sonst freut sich der nächste Kunde/Kollege und man hat Einträge "geschrieben" von denen man nix weiß.

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