... newer stories
Sonntag, 9. Oktober 2005
Wild, frech, ausgelassen
sid, 14:24h
toben sie herum.
Heute schon mindestens zum 3ten Mal da.
Gestern sehr empört, daß ich es gewagt habe 5 Minuten draußen zu stehen (und die Fenster zu putzen & Vogelbad frisch zu befüllen).
Ersteres war eigentlich eh ein sinnloses Unterfangen, da paar Superkluge gerne Brustflecken an die Scheiben zaubern.
Letztens derart übermütig früh morgens an die Scheibe geklopft, daß ich mich gar nicht getraut hab zu lüften.
Na wenigstens sind die Fenster jetzt in einem Zustand, daß ich den einen oder anderen doch beim Baden mit der Kamera erwischen kann. Oder zumindest einen demonstrativ hochgehaltenen Hintern.
Mal sehen, allerdings wird's wohl heute doch nichts mehr mim Stiefmütterchen Einsetzen. Das Schimpfzenario geb ich mir dann doch lieber erst morgen : )
Heute schon mindestens zum 3ten Mal da.
Gestern sehr empört, daß ich es gewagt habe 5 Minuten draußen zu stehen (und die Fenster zu putzen & Vogelbad frisch zu befüllen).
Ersteres war eigentlich eh ein sinnloses Unterfangen, da paar Superkluge gerne Brustflecken an die Scheiben zaubern.
Letztens derart übermütig früh morgens an die Scheibe geklopft, daß ich mich gar nicht getraut hab zu lüften.
Na wenigstens sind die Fenster jetzt in einem Zustand, daß ich den einen oder anderen doch beim Baden mit der Kamera erwischen kann. Oder zumindest einen demonstrativ hochgehaltenen Hintern.
Mal sehen, allerdings wird's wohl heute doch nichts mehr mim Stiefmütterchen Einsetzen. Das Schimpfzenario geb ich mir dann doch lieber erst morgen : )
Ich frag mich nur wo die Grünfinken abgeblieben sind, aber die Meiserln sind sowieso meine erklärten Lieblinge.
... verpflanzen (0 Kommentare) ... bewässern
Samstag, 8. Oktober 2005
Der andere Abend
sid, 21:54h
Gestern Abend war Hs. Geburtstagsparty.
Viel Bier, viel sonstiger Alkohol, viel Magensäfte werden da geflossen sein. Zumindest stell ich mir das so vor. Dazu kommt, daß man einen eventuellen Schlafplatz schon vorreservieren mußte, was für meine Vorstellung spricht.
Jedenfalls waren eine Menge Leute eingeladen, von denen ich vor 5 Jahren dachte, sie nie mehr wiedersehen zu müssen und das auch nicht weiters vor habe. Neben M. auch der Exfreund, wegen dem es schon den halben Sommer Streit gab.
Streit gab es eigentlich deswegen, weil ich ihm nicht über den Weg laufen muß. Und schon gar nicht will. Respektiert wird das ja nicht sonderlich. Da kommt von Godot ein Spruch "Mit Dir ist ja wohl morgen Abend nicht zu rechnen", von H. ein Bestechungsversuch "Ich zahl Dir einen Cocktail, wenn Du kommst." und so weiter.
Bestechlich war ich schon vor Jahren nicht. Korrumpieren laß ich mich auch nicht gerne. Ziemlich traurig, daß es einfach nicht respektiert wird. Dabei hatte ich schon ein Geschenk für H. – und dann der Spruch von Godot und ich dachte, ist es das wert? Ist es das wirklich wert ne Stunde früher hinzufahren, bisserl Smalltalk zu wechseln und dann wieder abzuhauen, bevor die Katastrophe in Form des Exfreunds auf der Bildfläche erscheint?
Viele Magenschmerzen hatte ich seit gut einer Woche deswegen. Zumal ich eigentlich am Abend hätte arbeiten sollen, und ich es wohl doch nicht rechtzeitig geschafft hätte von der Party wieder abzuhauen. Aber dann.. aber dann.. es fügt sich doch immer wieder was.
Eine Freundin war für 3 Wochen in Wien. Viel zu oft hatte ich keine Zeit für sie. Mal der eine Geburtstag, mal ziemlich tot wegen der Arbeit, dazwischen auch krank. Mein schlechtes Gewissen war enorm. Zudem hab ich die Tage verwechselt und dachte, daß sie erst am Sonntag wieder heimfliegt. Am Donnerstag abend sagte sie mir dann, daß es doch heute soweit ist und dann war ganz klar, daß der Freitag ihr gehört.
Der letzte Abend in der Stadt, dieser Abend sollte ihr gehören.
Und es war ein schöner Abend. Abgesehen davon, daß wir in meinem Lieblingslokal war und es dann immer toll ist : )
Heute bin ich zum Flughafen gefahren um sie zu verabschieden. Nicht ganz selbstlos von mir.
Ich liebe die Zugstrecke. Eine halbe Stunde nur für mich (und mein Buch). Außer es sitzen zwei wildgewordene Deutsche neben mir, die so laut reden, daß der ganze Zug unterhalten wird. Mehr als mir lieb ist, weiß ich jetzt über die Morgenrituale und dergleichen bescheid. Mit Lesen war also nix, dann der zweitliebsten Beschäftigung der Strecke frönen: Rausschauen.
Der Herbst in vollen Farben. Einfach nur genießen. Braun, grün, gelb und rot ist das Laub. Ein Augenschmaus. Dazu sehr friedlich und sanft lag der Zentralfriedhof neben der Strecke. Sehr beruhigend, immer wieder.
Die Rückfahrt dann bei einbrechender Dunkelheit. Zuvor mit einem Kaffee zum Mitnehmen schlürfend am Bahnsteig gestanden. Mußte auch mal sein : ) So den Städter raushängen lassen. Einen Platz bei einer anderen Leserin gefunden, also sehr entspannend die Rückreise. Abendrot und der Übergang ins Nachtblau. Dazu die beleuchtete Raffinerie. Einfach nur schön. Für mich.
Viel Bier, viel sonstiger Alkohol, viel Magensäfte werden da geflossen sein. Zumindest stell ich mir das so vor. Dazu kommt, daß man einen eventuellen Schlafplatz schon vorreservieren mußte, was für meine Vorstellung spricht.
Jedenfalls waren eine Menge Leute eingeladen, von denen ich vor 5 Jahren dachte, sie nie mehr wiedersehen zu müssen und das auch nicht weiters vor habe. Neben M. auch der Exfreund, wegen dem es schon den halben Sommer Streit gab.
Streit gab es eigentlich deswegen, weil ich ihm nicht über den Weg laufen muß. Und schon gar nicht will. Respektiert wird das ja nicht sonderlich. Da kommt von Godot ein Spruch "Mit Dir ist ja wohl morgen Abend nicht zu rechnen", von H. ein Bestechungsversuch "Ich zahl Dir einen Cocktail, wenn Du kommst." und so weiter.
Bestechlich war ich schon vor Jahren nicht. Korrumpieren laß ich mich auch nicht gerne. Ziemlich traurig, daß es einfach nicht respektiert wird. Dabei hatte ich schon ein Geschenk für H. – und dann der Spruch von Godot und ich dachte, ist es das wert? Ist es das wirklich wert ne Stunde früher hinzufahren, bisserl Smalltalk zu wechseln und dann wieder abzuhauen, bevor die Katastrophe in Form des Exfreunds auf der Bildfläche erscheint?
Viele Magenschmerzen hatte ich seit gut einer Woche deswegen. Zumal ich eigentlich am Abend hätte arbeiten sollen, und ich es wohl doch nicht rechtzeitig geschafft hätte von der Party wieder abzuhauen. Aber dann.. aber dann.. es fügt sich doch immer wieder was.
Eine Freundin war für 3 Wochen in Wien. Viel zu oft hatte ich keine Zeit für sie. Mal der eine Geburtstag, mal ziemlich tot wegen der Arbeit, dazwischen auch krank. Mein schlechtes Gewissen war enorm. Zudem hab ich die Tage verwechselt und dachte, daß sie erst am Sonntag wieder heimfliegt. Am Donnerstag abend sagte sie mir dann, daß es doch heute soweit ist und dann war ganz klar, daß der Freitag ihr gehört.
Der letzte Abend in der Stadt, dieser Abend sollte ihr gehören.
Und es war ein schöner Abend. Abgesehen davon, daß wir in meinem Lieblingslokal war und es dann immer toll ist : )
Heute bin ich zum Flughafen gefahren um sie zu verabschieden. Nicht ganz selbstlos von mir.
Ich liebe die Zugstrecke. Eine halbe Stunde nur für mich (und mein Buch). Außer es sitzen zwei wildgewordene Deutsche neben mir, die so laut reden, daß der ganze Zug unterhalten wird. Mehr als mir lieb ist, weiß ich jetzt über die Morgenrituale und dergleichen bescheid. Mit Lesen war also nix, dann der zweitliebsten Beschäftigung der Strecke frönen: Rausschauen.
Der Herbst in vollen Farben. Einfach nur genießen. Braun, grün, gelb und rot ist das Laub. Ein Augenschmaus. Dazu sehr friedlich und sanft lag der Zentralfriedhof neben der Strecke. Sehr beruhigend, immer wieder.
Die Rückfahrt dann bei einbrechender Dunkelheit. Zuvor mit einem Kaffee zum Mitnehmen schlürfend am Bahnsteig gestanden. Mußte auch mal sein : ) So den Städter raushängen lassen. Einen Platz bei einer anderen Leserin gefunden, also sehr entspannend die Rückreise. Abendrot und der Übergang ins Nachtblau. Dazu die beleuchtete Raffinerie. Einfach nur schön. Für mich.
... verpflanzen (1 Kommentar) ... bewässern
Programme, wie ich sie liebe
sid, 15:37h
Jahrelang hab ich mich geweigert den Messenger zu installieren, heute hab ich nachgegeben.
Das war vor Stunden.
Seitdem kämpfe ich damit, den Mist online zu bekommen.
Nachdem dann doch eine neue Mailadresse rausgesprungen ist und ich sämtliche Pläne des Tages verworfen hab.
Warum dieser Dreck sich nicht online schalten lassen will, blick ich trotzdem nicht.
Jemand ne Idee?
Das war vor Stunden.
Seitdem kämpfe ich damit, den Mist online zu bekommen.
Nachdem dann doch eine neue Mailadresse rausgesprungen ist und ich sämtliche Pläne des Tages verworfen hab.
Warum dieser Dreck sich nicht online schalten lassen will, blick ich trotzdem nicht.
Jemand ne Idee?
... verpflanzen (2 Kommentare) ... bewässern
Freitag, 7. Oktober 2005
Zeigt mir wie du ißt
sid, 16:48h
und ich sage Dir, ob ich noch einmal mit Dir essen will.
So, oder so ähnlich ist eine meiner Eigenheiten. Nicht, daß ich dann viel sagen werde, aber ich denk mir viel.
Beim Clärchen mach ich mir keine Gedanken mehr. Damals, als ich gleich nach der Matura mit ihr und ihren Eltern zwei Wochen verbracht habe, ging es heiß her.
Zum einen, weil das Faultier auf Reisen extrem pedantisch ist, was die Ordnung im Zimmer angeht, das Clärchen einfach über alles drübersteigt oder fliegt.
Zum andren, weil ich beim Essen dann noch etwas pingeliger bin. Ungefragt in meinem Essen mit den bloßen Fingern stochern – ist nicht gut für den Frieden. Ansonsten gibt es noch einiges an Tischmanieren, die ich einfach voraussetze – nach dem Motto: Iß bitte so, daß mir das Essen nicht vergeht.
Das gilt vor allem, wenn ich eine Stunde in der Küche stehend zugebracht habe. Dann will ich keinen Arm unterm oder zwei Ellenbögen auf dem Tisch. Kein Gerülpse, kein Gefurze, kein zu lautes Schmatzen, kein Tellerablecken…
Clärchens regelmäßige Ansagen: "Darf ich am Boden essen?" sprechen ja Bände.
Diese Woche war wieder Zweitjobwoche. Höhepunkt an jedem Tag das Mittagessen mit den andren. In Gedanken wo anders als beim Gespräch, zufällig genauer beobachtet was sich so gegenüber tut.
Die werdende Juristin, sonst so nobel, sehr amerikanisch bei Tisch. Soll heißen eine Pfote darunter. Die angehende Psychologien ebenso. Suppe aus der Tasse geschlürft, Ellenbögen auf dem Tisch – ich hab mich kurzfristig gewundert.
Dazu kommt, daß unsere ganzen Abteilungen inkl. Chefin etc etc zu der Zeit auch Essen sind. Also der Speisesaal ist da ziemlich voll, Gelegenheit gesehen zu werden gibt’s um so mehr. Zumal mein Gegenüber sehr darauf bedacht ist von den vorbeigehenden Informatikern beachtet zu werden.
Gestern Mittagessen mit ihm. Warum ich mir davor Gedanken gemacht hab, weiß ich nicht mehr. Sehr schnell erinnerte ich mich an die alten Gewohnheiten, grinste innerlich, versucht mir nichts anmerken zu lassen. Dazu muß man sagen, daß er vor Jahren die Hälfte der Bevölkerung für unterbemittelt hielt und ihm seiner Ansicht nach intellektuell nur sehr wenige Leute das Wasser reichen können.
Beim ersten Mal Messerabschlecken dachte ich noch an ein Versehen oder Verschauen.
Beim zweiten Mal war's klar. Trotzdem recht unterhaltsam. Aber mehr auch nicht. Ich bin pingelig – ganz klar. Ich muß meine Ansprüche runterschrauben – auch klar. Aber ich darf nicht soweit gehen, daß ich alles akzeptiere, was mir den Spaß am Essen vermiest.
Dabei steh ich dazu, daß ich meine Manieren weit von perfekt entfernt halte und in der Kindheit sämtliche Anweisungen ignoriert oder überhört habe. Aber je älter ich werde, desto mehr lege ich auf Tischmanieren wert. Und manche Angewohnheiten sollten doch wirklich lieber vor der Glotze bleiben.
So, oder so ähnlich ist eine meiner Eigenheiten. Nicht, daß ich dann viel sagen werde, aber ich denk mir viel.
Beim Clärchen mach ich mir keine Gedanken mehr. Damals, als ich gleich nach der Matura mit ihr und ihren Eltern zwei Wochen verbracht habe, ging es heiß her.
Zum einen, weil das Faultier auf Reisen extrem pedantisch ist, was die Ordnung im Zimmer angeht, das Clärchen einfach über alles drübersteigt oder fliegt.
Zum andren, weil ich beim Essen dann noch etwas pingeliger bin. Ungefragt in meinem Essen mit den bloßen Fingern stochern – ist nicht gut für den Frieden. Ansonsten gibt es noch einiges an Tischmanieren, die ich einfach voraussetze – nach dem Motto: Iß bitte so, daß mir das Essen nicht vergeht.
Danach haben wir ne Zeitlang nix mehr mit einander gerdet.
Das gilt vor allem, wenn ich eine Stunde in der Küche stehend zugebracht habe. Dann will ich keinen Arm unterm oder zwei Ellenbögen auf dem Tisch. Kein Gerülpse, kein Gefurze, kein zu lautes Schmatzen, kein Tellerablecken…
Clärchens regelmäßige Ansagen: "Darf ich am Boden essen?" sprechen ja Bände.
Diese Woche war wieder Zweitjobwoche. Höhepunkt an jedem Tag das Mittagessen mit den andren. In Gedanken wo anders als beim Gespräch, zufällig genauer beobachtet was sich so gegenüber tut.
Die werdende Juristin, sonst so nobel, sehr amerikanisch bei Tisch. Soll heißen eine Pfote darunter. Die angehende Psychologien ebenso. Suppe aus der Tasse geschlürft, Ellenbögen auf dem Tisch – ich hab mich kurzfristig gewundert.
Dazu kommt, daß unsere ganzen Abteilungen inkl. Chefin etc etc zu der Zeit auch Essen sind. Also der Speisesaal ist da ziemlich voll, Gelegenheit gesehen zu werden gibt’s um so mehr. Zumal mein Gegenüber sehr darauf bedacht ist von den vorbeigehenden Informatikern beachtet zu werden.
Gestern Mittagessen mit ihm. Warum ich mir davor Gedanken gemacht hab, weiß ich nicht mehr. Sehr schnell erinnerte ich mich an die alten Gewohnheiten, grinste innerlich, versucht mir nichts anmerken zu lassen. Dazu muß man sagen, daß er vor Jahren die Hälfte der Bevölkerung für unterbemittelt hielt und ihm seiner Ansicht nach intellektuell nur sehr wenige Leute das Wasser reichen können.
Beim ersten Mal Messerabschlecken dachte ich noch an ein Versehen oder Verschauen.
Beim zweiten Mal war's klar. Trotzdem recht unterhaltsam. Aber mehr auch nicht. Ich bin pingelig – ganz klar. Ich muß meine Ansprüche runterschrauben – auch klar. Aber ich darf nicht soweit gehen, daß ich alles akzeptiere, was mir den Spaß am Essen vermiest.
Dabei steh ich dazu, daß ich meine Manieren weit von perfekt entfernt halte und in der Kindheit sämtliche Anweisungen ignoriert oder überhört habe. Aber je älter ich werde, desto mehr lege ich auf Tischmanieren wert. Und manche Angewohnheiten sollten doch wirklich lieber vor der Glotze bleiben.
... verpflanzen (4 Kommentare) ... bewässern
... older stories

Mit freundl. Genehmigung von
