Montag, 15. August 2005
Haustierbesitzer
Prinzipiell sollte man sich die Anschaffung eines Haustieres genauesten überlegen. Nicht nur, was das Tier so braucht, wohin der Käfig oder Schlafplatz bekommt.

Viel wichtiger sind Fragen wie: hab ich genug Zeit für das Tier? Auch die nächsten 10 Jahre? Will ich mir Zeit dafür nehmen? Hab ich Lust mich damit zu befassen? und vor allem: Wer kümmert sich darum, wenn ich auf Urlaub oder im Krankenhaus bin.

Am Sonntag stellte ich mal ganz klar fest, daß die Hasen mit Sicherheit keine 3 Wochen unausgemistet bleiben können. Abgesehen mal von den armen Viechern, meiner Nase stinkt es schon seit Tagen.
Wie komm ich dazu, den Käfig auszumisten?? Nachdem ich schon sämtliche Haltungsinfos selber suchen mußte. Wieso hat ein Tierbesitzer nicht wenigstens EIN Buch über die Haltung des betreffenden Tieres?

Jedenfalls bin ich mittlerweile schon extrem dafür, daß es Kontrollen geben sollte. Keine Ahnung wie das umzusetzen wäre. Aber was für und wie manches Tier so gehalten wird geht auf keine Kuhhaut mehr. Auch auf keine Faultierhaut.

Wir werden sehen, wer jetzt mistet. Wetten werden in den Kommentaren angenommen.

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Faultier vor der Flucht
Eigentlich wollt ich noch ein wenig zu Hause rumlümmeln. Im Bett - fernschlafen. Mit gutem Gewissen zwei Tage lang nix tun, nur faulenzen (so sieht auch die Wirtschaft aus).

Nachdem mich schon wieder ein Anruf aus meinem "eigentlich lieg ich im Bett und renk mir den Rücken wieder ein" stört, drängt sich fast eine vorzeitliche Flucht aus der Wirtschaft hin zur Sonne auf.

Wer wann angerufen hat um was zu sagen - es geht mir allmählich stark auf den Pelz. Und der ist mittlerweile nimmer so dick. Trotz der Schokolade, die ich vorhin gefunden hab. 72% versteht sich.

Ob ich eine Liste anlegen soll, hab ich gefragt. Nein nein, das nicht. Na dann ist's gut. Heute darf nur noch bis 21.30 angerufen werden. Und nächstes WE sowieso nicht. Außer es hat jemand Lust zu erleben, wie ich den Feuerdrachen raushängen lass.
Ich glaub, ich werf mich noch kurz vor das Video, das ich jetzt zum x-ten Mal zurückspulen darf und verschiebe die Flucht um ein paar Minuten. Und nachdem ich selbst dazu noch nicht gekommen bin, muß auch der Hundecontest noch bisserl warten.
Es tut mir leid, ich bin auf der Flucht ; (

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Das Supermodel
Letzte Woche hatte ich eine Kundin außer Haus. Typ Model. Superdünn (wenn nicht schon dürr), großer Busen (wenn nicht Marke Nachgeholfen), tolle Augen (wenn nicht Kontaktlinsen).

Auf dem riesigen schweren Schreibtisch stand ein großes Bild von ihr. Eine verruchte Schwarzweißbettaufnahme. Der Neid einiger ist mir sicher.

Allerdings irritierte mich etwas ihre Nase.
An die faßte sie sich häufiger und macht seltsame Geräusche. Angeblich eine Allergie gegen Kälte.
Hab ich ja noch nie gehört.

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Sonntag, 14. August 2005
Fluchtresümee
* Hat ja alles keinen Sinn, erwischen tun sie mich dennoch einmal.

* Flüchten ist nicht immer billig und zu Hause vergammelt das Futter.

* Die Milch hat sich auch nicht gehalten, kein Kakao für mich ; (((

* In einer Stunde mal vorsichtig nachsehen, welche Lebensmittel sich noch schmollend verabschiedet haben. Zum Einkaufen für mich kam ich gar nicht, bloß die Hoppler haben kräftig abgestaubt.

* Einmal Handy ganz ausschalten bringt nur Vorwürfe. Zwei Abende das Handy ausschalten noch viel mehr.

* Sämtliche Lieblingssendungen auf Video aufzunehmen ist zwar schlau, aber wenn man die Sonntagssendungen überspielen muß und noch immer zu wenig Platz ist, war man eindeutlich zu lange flüchtig.

* Weckerlos aus dem Schlaf ausschrecken und panisch auf die Uhr sehen & den Anruf erwarten zeigen eindeutige unerwünschte Konditionierung.

* Stille kann unheimlich schön sein.



Kassette ist mittlerweile durchgesehen, der Abfluß fließt wieder einwandfrei ab und der Kohlmeiserich hat mir heute zwei Mal ein Ständchen gebracht.

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Wiedersehen
Gestern nach der Arbeit zu einem Mittelalterfest gefahren. Zusammen mit Menschen, die mir sehr nahe stehen. An den Ort, an dem mein Drahteserl mich abgeworfen hat. Der Ort, der für die Geschichte des Landes entscheidend war. Ein Ort mit Geschichte, ein Ort der Schlachten.

Nachdem wir die schwulen Schildkröten abgeliefert und die Mägen gestärkt hatten, ging es los. Dazwischen kam noch ein Anruf, die Tochter würde nachkommen.

Meine Kindergartenfreundin. Die Freundin, die mich etliche Freundschaften gekostet hat. Die Freundin, die spitze darin ist zu fordern und zu nehmen, aber nicht zu geben. Die Freundin, der ich einmal deutlich die Meinung gesagt hab, die es nicht verstanden hat. Der einzige Mensch, mit dem ich gebrochen habe, obwohl mich das bis heute belastet, aber unterm Strich für mich das Beste war.

Das Treffen verlief sehr friedlich. Sehr unpersönlich auch, aber das war für die Situation wohl das Beste. Fünf Jahre ist es nun her. Ein wenig seltsam sie mit Kind zu sehen. Nächste Woche wird ihre Tochter ein Jahr alt. Die Zeit vergeht...

Das Beste an dem Mittelalterfest war, daß es keine Handyempfang gab. Nur an den zwei Eingängen gab es Netz, aber nur aus dem Nachbarland. Das hat viele Leute abgeschreckt, die ganze Zeit an der Gurke zu hängen. Sehr entspannend. Zudem mein Handy sowieso abgedreht war. Einmal 9 Stunden lang nichts von dem Drama, vor dem ich die letzten Abende geflohen bin, mitbekommen, mich dem ganz offiziell entziehen.

Es war ziemlich erholsam und schön, mit Menschen zusammen zu sein, die einen bedingungslos mögen.

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Donnerstag, 11. August 2005
Ich hab's beendet
Seit Sonntag vormittag gehört mein Leben nicht mehr mir.
Es reißt mich zwischen Telefonaten und Hoppler versorgen hin und her. Was sie will, was er will und ich mitten drin (auf dem Bauch rutschend den abgeposchten Hasen suchen).
Ich hab es weder geschafft zum Arzt zu gehen, die Bank erwartet mich auch sehr dringend, das Supersonderangebot hab ich verpaßt, Wäsche waschen unmöglich, nicht mal vor den Lieblingssendungen abhängen war drin. Die Wohnung sah bis gestern Nacht aus zum Speiben.
Die Tage und die Nächte waren geprägt von den Gesprächen und den Hopplern. Mittlerweile träum ich nur noch davon.

Gestern hab ich dem ein Ende gesetzt, der Hinhalterei, dem "ihm nicht sagen, was Sache ist". Ich finde das nicht fair, auch wenn es nicht meine Sache ist, aber der Handyterror während der Arbeitszeit war nicht mehr auszuhalten. Und war ich endlich zu Hause ging's ja dort weiter. Ich hab ihm gesagt was Sache ist, nachdem sie mir zuvor erklärt hat, jemand würde es ihm am Wochenende beibringen. Sie hat es wem andren aufs Aug gedrückt, statt es selber zu machen. Herzrausreißen abzugeben find ich ziemlich scheiße.

Ich hab mein Leben wieder ein wenig an mich gerissen. Seine Warterei beendet. Den Gefallen hab ich ihm getan, nicht ihr.
Die Wohnung sieht wieder wohnlich aus. Mal sehen, ob ich heute mich endlich mal um die Pflanzen kümmern kann. Und am Wochenende bin ich nur per Anrufbeantworter erreichbar...

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