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Mittwoch, 3. August 2005
So absolut lustlos
sid, 21:31h
Müd bin ich. Nicht mal genug Energie um gereizt zu sein hab ich. Am liebsten verkriechen möchte ich mich.
Draußen regnet es, das ist an sich egal, wär da nicht das Schuhproblem. Godot holt mich nicht ab, weil er sich in der Zeit vertan hat und irgendwas von Stau spricht. Eine Ausrede, das weiß ich.
H. meldet sich nicht. Es war ausgemacht, daß er das Ding fertig stellt und es heute endlich online geht. Handy wird abgewürgt. So was ist immer verdächtig. Ich fürchte, ich krieg heute noch einen bösen Anfall. Die Nacht bis nach 3h hab ich mir um die Ohren geschlagen um mir seine Probleme anzuhören. Ich hätte drauf bestehen müssen, daß er noch in der Nacht fertig arbeitet. Jetzt häng ich in der Luft, die Zeit läuft mir seit 2 Wochen mal wieder davon. Aber diesmal ist es anders. Diesmal ist der Wind der Zielflagge auf der Nase spürbar.
Ich soll jetzt quer durch die Stadt, in der Ubahn. Alter Erinnerungen werden wach werden. Keine guten. Aussteigen bei der Station, an der ich über zwei Jahre regelmäßig zu den wildesten Uhrzeiten ausgestiegen bin. Ignorieren nur einen Blick weit von dem Häuserblock entfernt zu sein, in dem er gewohnt hat, in dem seine Eltern noch immer sind. In einer Wohnung sein, die fast ident angelegt ist.
Sofern ich überhaupt etwas zum Anziehen finde. Es regnet und es ist schwül. Tolle Kombination, ich hab so zu gar nichts Lust. Auch nicht zum Fernschlafen. Verkriechen unter der Decke ist auch nicht – zu warm, Schweißperlen bilden sich sofort. Und jetzt wird auch noch mein Blog zu einem Jammerblog. Wie elend : (
Hab ich schon erwähnt, daß wir endlich die Dienstausweise bekommen haben, und mein Bild wirklich zum Kotzen ist? Ohne einen Gedanken zu verschwenden würd ich's am liebsten verbrennen. Ich seh aus wie voll auf Drogen. Manchmal frag ich mich, wie doof man sein muß um solche Bilder zu schießen. Die Farbe meiner Augen stimmt außerdem auch nicht. Alles sehr komisch. So was ansehen zu müssen, während man bei der Futterausgabe sein Tablett jongliert ist nicht gerade appetitfördernd. Aber noch hab ich den Ausweis vor dem Rest der Abteilung gut versteckt.
H. hab ich erreicht. Mal sehen, ob ich mir die Nacht um die Ohren schlagen wird. Ich such mal einfach meinen uralt Schlabberpulli. Der Regen wird die nicht vorhandene Frisur gut kaschieren und dann wird ich wohl doch los machen…
Draußen regnet es, das ist an sich egal, wär da nicht das Schuhproblem. Godot holt mich nicht ab, weil er sich in der Zeit vertan hat und irgendwas von Stau spricht. Eine Ausrede, das weiß ich.
H. meldet sich nicht. Es war ausgemacht, daß er das Ding fertig stellt und es heute endlich online geht. Handy wird abgewürgt. So was ist immer verdächtig. Ich fürchte, ich krieg heute noch einen bösen Anfall. Die Nacht bis nach 3h hab ich mir um die Ohren geschlagen um mir seine Probleme anzuhören. Ich hätte drauf bestehen müssen, daß er noch in der Nacht fertig arbeitet. Jetzt häng ich in der Luft, die Zeit läuft mir seit 2 Wochen mal wieder davon. Aber diesmal ist es anders. Diesmal ist der Wind der Zielflagge auf der Nase spürbar.
Ich soll jetzt quer durch die Stadt, in der Ubahn. Alter Erinnerungen werden wach werden. Keine guten. Aussteigen bei der Station, an der ich über zwei Jahre regelmäßig zu den wildesten Uhrzeiten ausgestiegen bin. Ignorieren nur einen Blick weit von dem Häuserblock entfernt zu sein, in dem er gewohnt hat, in dem seine Eltern noch immer sind. In einer Wohnung sein, die fast ident angelegt ist.
Sofern ich überhaupt etwas zum Anziehen finde. Es regnet und es ist schwül. Tolle Kombination, ich hab so zu gar nichts Lust. Auch nicht zum Fernschlafen. Verkriechen unter der Decke ist auch nicht – zu warm, Schweißperlen bilden sich sofort. Und jetzt wird auch noch mein Blog zu einem Jammerblog. Wie elend : (
Hab ich schon erwähnt, daß wir endlich die Dienstausweise bekommen haben, und mein Bild wirklich zum Kotzen ist? Ohne einen Gedanken zu verschwenden würd ich's am liebsten verbrennen. Ich seh aus wie voll auf Drogen. Manchmal frag ich mich, wie doof man sein muß um solche Bilder zu schießen. Die Farbe meiner Augen stimmt außerdem auch nicht. Alles sehr komisch. So was ansehen zu müssen, während man bei der Futterausgabe sein Tablett jongliert ist nicht gerade appetitfördernd. Aber noch hab ich den Ausweis vor dem Rest der Abteilung gut versteckt.
H. hab ich erreicht. Mal sehen, ob ich mir die Nacht um die Ohren schlagen wird. Ich such mal einfach meinen uralt Schlabberpulli. Der Regen wird die nicht vorhandene Frisur gut kaschieren und dann wird ich wohl doch los machen…
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Mittwoch, 3. August 2005
Sommerwerbung
sid, 00:49h
Der Sommer ist da, das merkt man auch an der Werbung. Das Sommerloch fällt durch Stumpfsinnigkeit auf. Zu viel nackter Haut, die für ganz andere Produkte werben.
Die meisten Werbestrategien verstehen wohl nur die Männer, die sie entwickelt haben. Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen einen zu knapp bekleideten wackelnden Frauenhintern und einem Telefontarif. Den Witz mit den künstlich erweiterten Brüsten und Getränken ist mir auch nicht verständlich. Die Idee dahinter versteh ich, kranker Pissoirwitz, aber angesprochen fühl ich mich nicht, dieses Produkt zu kaufen. Ganz im Gegenteil.
Seit einiger Zeit bemerk ich auch mit Schaudern, daß die Anglizismenunart vom deutschen Fernsehen zu uns herüberschwappt. Bei dem Wort Cerialien könnt ich jedes Mal das Kotzen bekommen. Das heißt noch immer Getreide auf deutsch, sollen sie doch Müsli sagen. Lange lange hab ich mich drüber amüsiert, bis es nach über 10 Jahren wohl nun doch den Weg ins heimatliche Werbedeutsch gefunden hat. I´m not amused.
Man könnte fast sagen: die Werbetexter haben einen guten Job gemacht. Noch so ein superidiotischer Ausdruck, der null Sinn macht. Ich kann einen Job haben, aber keinen guten Job machen. Machen kann ich maximal eine gute Arbeit und die leiste ich dann eigentlich.
Danke Werbetexter, setzen – 5.
Die meisten Werbestrategien verstehen wohl nur die Männer, die sie entwickelt haben. Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen einen zu knapp bekleideten wackelnden Frauenhintern und einem Telefontarif. Den Witz mit den künstlich erweiterten Brüsten und Getränken ist mir auch nicht verständlich. Die Idee dahinter versteh ich, kranker Pissoirwitz, aber angesprochen fühl ich mich nicht, dieses Produkt zu kaufen. Ganz im Gegenteil.
Seit einiger Zeit bemerk ich auch mit Schaudern, daß die Anglizismenunart vom deutschen Fernsehen zu uns herüberschwappt. Bei dem Wort Cerialien könnt ich jedes Mal das Kotzen bekommen. Das heißt noch immer Getreide auf deutsch, sollen sie doch Müsli sagen. Lange lange hab ich mich drüber amüsiert, bis es nach über 10 Jahren wohl nun doch den Weg ins heimatliche Werbedeutsch gefunden hat. I´m not amused.
Man könnte fast sagen: die Werbetexter haben einen guten Job gemacht. Noch so ein superidiotischer Ausdruck, der null Sinn macht. Ich kann einen Job haben, aber keinen guten Job machen. Machen kann ich maximal eine gute Arbeit und die leiste ich dann eigentlich.
Danke Werbetexter, setzen – 5.
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Der Kopf quält mich.
sid, 02:59h
Dabei hab ich schon das ganze Fernsehprogramm verschlafen, extra nichts gemacht. Nicht einmal die aller dringendsten Sachen, die ich wieder einmal das ganze Wochenende vor mir hergeschoben habe.
Langsam aber sicher geht mir das Wetter auf den Magen. Hinzu kommt die Unfähigkeit bei Bewußtwerden, daß der Schmerz nicht nur so ein vorüberschleichendes Intermezzo wird, eine Tablette zu suchen und einfach zu schlucken.
Inzwischen dröhnt es, Geräusche werden zu Farben. Der Magen überlegt sich, ob der Inhalt da blieben soll, wo er ist. Wegdenken funktioniert nur alle Augenblicke, aber nicht durchgehend genug. Sämtliche Punkte drücken hinterlassen Spuren, aber keine Wirkung.
Tablette suchen, Stein in die Hand nehmen, auf schnellen Schlaf hoffen. Mehr geht nicht. Es wäre zum Heulen, täte es nicht zu weh.
Langsam aber sicher geht mir das Wetter auf den Magen. Hinzu kommt die Unfähigkeit bei Bewußtwerden, daß der Schmerz nicht nur so ein vorüberschleichendes Intermezzo wird, eine Tablette zu suchen und einfach zu schlucken.
Inzwischen dröhnt es, Geräusche werden zu Farben. Der Magen überlegt sich, ob der Inhalt da blieben soll, wo er ist. Wegdenken funktioniert nur alle Augenblicke, aber nicht durchgehend genug. Sämtliche Punkte drücken hinterlassen Spuren, aber keine Wirkung.
Tablette suchen, Stein in die Hand nehmen, auf schnellen Schlaf hoffen. Mehr geht nicht. Es wäre zum Heulen, täte es nicht zu weh.
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Montag, 1. August 2005
Von Haserln
sid, 03:35h
Nach dem 3ten Anruf geb ich nach, ja ich werde das Küchenfenster zu machen gehen. Gestern nacht fand ich's nicht kalt genug um in die Nachbarnwohnung zu stapfeln.
Damit die Haserln auch was von meinem nächtlichen Besuch haben, hab ich 2 Stückerln von einem Apfel mitgenommen. Die Haserln reißen sich drum (nicht gleich, aber dann doch). Aus den geplanten 5 Minuten inkl. Fensterschließen wird dann doch eine halbe Stunde. Schließlich sollte man vielleicht auch mit den Tieren reden? Jedenfalls find ich noch immer, daß Schlappohrhase aussieht wie der von Dürrer.
Später hör ich telefonisch was das jetzt genau ist, aber der Unterschied zwischen Hase und Kaninchen geht mal wieder an mir vorbei. Essen kann man wohl beides, streicheln ebenso.
Staunen am anderen Ende der Stadt, daß die Hasen überhaupt ans Gitter kamen und nicht Panik vor mir hatten. Na ja, die haben mich ja jetzt schon mehrfach gesehen - und diesmal hatte ich keine Zeitung in der Hand. Dabei mag ich keine fremden Tiere erziehen ("Sid, klopf dem Hasen mal hinten drauf, damit er aufhört."). Jedenfalls hatten die HaserlnSpaß was zu tun und ich auch. Gute Generalprobe für die Urlaubsvertretung in 2 Wochen. Mal hoffen, daß Schlappohrhase doch nicht trächtig ist, sonst werd ich noch Vertretungshaserlmama in der Zeit.
Und weil ich bei den Haserln war und Peter Pan schon in den Federn liegt, wünsch ich ihm auch paar nette Haserlträume : )
Vergiß nicht, mir dann alles haarklein zu erzählen *gg*
Damit die Haserln auch was von meinem nächtlichen Besuch haben, hab ich 2 Stückerln von einem Apfel mitgenommen. Die Haserln reißen sich drum (nicht gleich, aber dann doch). Aus den geplanten 5 Minuten inkl. Fensterschließen wird dann doch eine halbe Stunde. Schließlich sollte man vielleicht auch mit den Tieren reden? Jedenfalls find ich noch immer, daß Schlappohrhase aussieht wie der von Dürrer.
Später hör ich telefonisch was das jetzt genau ist, aber der Unterschied zwischen Hase und Kaninchen geht mal wieder an mir vorbei. Essen kann man wohl beides, streicheln ebenso.
Staunen am anderen Ende der Stadt, daß die Hasen überhaupt ans Gitter kamen und nicht Panik vor mir hatten. Na ja, die haben mich ja jetzt schon mehrfach gesehen - und diesmal hatte ich keine Zeitung in der Hand. Dabei mag ich keine fremden Tiere erziehen ("Sid, klopf dem Hasen mal hinten drauf, damit er aufhört."). Jedenfalls hatten die Haserln
Und weil ich bei den Haserln war und Peter Pan schon in den Federn liegt, wünsch ich ihm auch paar nette Haserlträume : )
Vergiß nicht, mir dann alles haarklein zu erzählen *gg*
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