Donnerstag, 28. Juli 2005
Die behinderten Schilder
Bei Nacht und Nebel strahlendem Sonnenschein an einem Vormittag haben sie uns fast vor die Tür einen Behindertenparkplatz installiert. Bei uns sind Querparker und zwei Begrenzungsschilder wurden gelich neben dem Gehsteigohrwascherl aufgestellt. Darauf die Nummer des Fahrzeugs, das wohl die Parkberechtigung hat.

Die Schilder standen mitten auf dem Gehsteig. Die ersten paar Tage waren diese Hindernisse äußerst gefährlich. Bei zu knappen "ums-Eck-rennen" mußte ein Ausweichmanöver angehängt oder ein Zusammenstoß in Kauf genommen werden.
Einige Wochen amüsierte ich mich, die Nummer auf den Schildern mit den dort parkenden Autos zu vergleichen. Einmal stand da sogar ein Wagen mit Plakette – nur, zwei der Zahlen waren in der falschen Kombination. Sonst steht der Parkplatz immer leer. Eine gelungene Aktion…

Jedenfalls dürfte irgendwann mal jemand Einsehen mit uns gehabt haben und die Schilder wurden an die Hausmauer gerückt. Seitdem gibt es keine schrägen Ausweichmanöver mehr. Nur ab und zu macht sich jemand den Spaß, die beweglichen Schilder ein wenig zu verdrehen.

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Mittwoch, 27. Juli 2005
"Aber ich fahr nicht gerne Autobus…"
"Nix da, Du fährst da jetzt nicht mit der Kirche ums Kreuz hin."

Per online Fahrplan dirigiere ich Godot zu seinem Auto. Das haben wir letzte Nacht stehen lassen, zu viel Alkohol – da muß das nicht sein.
Heimfahrt mit dem Taxi, bzw. ich öffentlich. Er hat mir zwar Taxigeld gegeben, wollte es zahlen, aber ich war noch fit und etwas neugierig drauf, wie der Bus durch die Stadt kommt. Die Option war "Wenn es mir zu blöd ist, kann ich immer noch ein Taxi nehmen".

Schön durch die nächtliche Stadt zu holpern, da und dort doch schon einiges an Leben. Zeitungen, die ausgetragen werden, Bäckereien, die sich auf den Ansturm in 3 Stunden rüsten, Leute, die von der Arbeit kommen oder gerade hinfahren. In der Innenstadt dann noch die Nachtschwärmer.

Ein kurzer Sprint zu dem anderen Bus und schon durch die sehr vertrauerten Straßen heim. Laut Plan kreuzen sich die Busse, ohne Möglichkeit den anderen zu erwischen. In den Bussen war es auch sehr friedlich, keine Alkoholleichen, kein Gepöbel. Viel Zeit einfach nur die Stadt zu genießen und ein wenig nachzudenken, eine Stunde ohne Streß zu verbringen. Red Hot Chili Peppers im Kopf, Tori auch ein wenig.

Daß es so – oder ähnlich – kommen würde war mir in dem Moment klar, als ich nachgab und nicht mehr darauf bestand noch mit der letzten Ubahn heimzufahren. Als der Wodka ausgepackt wurde und die Stamperln im halben Minuten Takt gekippt wurden.

Passend zu der Zeit ein halbes Beziehungsdrama und ich unparteiisch dazwischen, bemüht Ruhe zu bewaren, friedlich zu reden ohne den anderen verbal unter die Gürtellinie zu treten.
Godot hat im 10 Minuten Takt in der Kloschüssel mal wieder seine beste Freundin gefunden und war so gut wie nicht anwesend. Die Wogen haben sich dann etwas geglättet, letztendlich hat uns dann das Schnarchen daran erinnert, was der Rest der "Cocktail"Runde macht.
Die Zeit haben wir genutzt und sind eine kurze Runde mit dem Hund raus gegangen. Frische Luft und Bewegung tun immer gut.

Auf der Heimfahrt macht sich dann der Magen bemerkbar. Das Mittagessen war zwar reichhaltig, aber dann doch nicht genug auf Dauer. Wohl auch ein Grund weshalb Godot so schnell zur Umarmung kam. Die anderen hatten vor unsere Eintreffen noch gegessen.

"Was hältst Du davon, wenn wir heute Pizza bestellen?" Mal sehen, und auch, ob Godot die nächsten 3 Tage wirklich die Finger vom Wodka lassen wird, er muß das selber wissen. Er ist alt genug.
Heute soll aber nur ein Spielabend sein. Wir werden sehen und ich weiß, wann die Ubahn fährt. Vielleicht schaff ich es heute in dem dicken Buch etwas weiterzukommen.

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Dienstag, 26. Juli 2005
willst jetzt nimmer telefonieren oder wie???
prangert der ICQ vor einer Woche. Und ganz eigentlich hatte ich nach der Sache auch nicht wirklich Lust dazu. Außerdem war der Vorwurf unberechtigt.
Heute haben wir so oft telefoniert, daß ich nicht mal genau weiß wie viele Anrufe es waren. Einmal eine sehr nette Nachfrage, was ich denn am Samstag gewollt habe mit ziemlich ausführlicher Erklärung warum der Rückruf nicht möglich war: Der Schmusetiger hatte ein unentdecktes Geschenk gebracht und - den Rest spar ich für Anfragen auf *g*

Jedenfalls gab es noch eine Menge Erklärungen zu dem Sonntagsdebakel, Bericht über ein Gespräch mit H. und noch mehr.
Na ja, eigentlich saß Godot nur mal wieder im Auto und hatte wohl Langeweile. Dafür hatte ich während der Großreinigungsaktion im Bad Unterhaltung und später kam noch eine (zum Glück unbegründete) Hagelwarung durch. Hilft alles nix, die Pflanzen müssen diese Woche endlich in die Erde...

Akku an einem Tag leertefonieren reicht ja wohl als Widerlegung *g*

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