Sonntag, 3. Juli 2005
Zeit vergessen
Den halben Abstellraum in ein Desaster verwandelt um an das Klapsesserl zu kommen. Selbiges raus auf den Balkon gestellt. Die Sonne scheint so wild seit Stunden und daß, nachdem uns gestern November vorgegaukelt wurde. Tuch fürs Bein, Sonnenbrille und das dickste Buch, das ich gerade habe, geschnappt und inmitten der Pflanzen gesessen.

Bein darf ja keine Sonne abbekommen, deswegen hab ich's eingewickelt. Mal sehen, was der Arzt morgen sagt. Aber vllt sieht der nicht das farbige Knie *gg*

Das Buch ist ziemlich dick, deswegen hab ich beschlossen es zu meiner Balkonlektüre zu machen. Für Straßenbahnlektüre ist es eigentlich schon zu schwer.
Früher hab ich regelmäßig im Sommer einige Zeit draußen lesend verbracht, bis der Schatten dann zu groß wurde (gegen Mittag steht die Sonne hinterm Haus). Gelesen hab ich, weil ich nur in der Sonne rumsitzen oder -liegen nicht aushalte. Das ist mir zu öd, außer ich schlaf : )

Jedenfalls bin ich jetzt da draußen gesessen. Füße auf den Rändern von den Blumenkisterln aufgestellt, paar friedliche Ameisen von mir runter gejagt, eine reife Tomate gegessen. Es geht nichts über sonnenwarme Früchte, die Energie schmeckt man direkt.
Kurz die Pflanzen einfach nur angeschaut und dann das Buch aufgeschlagen. Den Duft der Pflanzen eingeatmet, das Geräusch vom verschreckten Grünfink wahrgenommen und die Zeit über dem spannenden Buch vergessen.

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Nächtliches Flüssigkeitsverlangen
Interessant, welch starkes Verlangen nach Flüssigkeit das Popcorn mitten in der Nacht in mir weckte. Normalerweise bin ich ein Minimumtrinker, ein "ich muß mich zwingen" Trinker. Trotzdem stand ich zwei Mal in der Nacht in der Küche und hab gierig Tee geschlürft. Daß eine halbvolle Wasserflasche neben dem Bett steht, hab ich bis eben verdrängt.

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Samstag, 2. Juli 2005
Hundecontest - letzte Anmeldungen
So, ich hab nochmal nachgesehen, wer wen bis jetzt so gemeldet hat.

Meldungen angenommen hab ich von Frau Kinky, Peter Pan (der eine Link geht nicht), Kookie, Wise.up, Sven und Spirit.

Nicht reingenommen werden alle "Hot Dog" Bilder. Einfacher Grund, eigentlich wollte ich ausgefallene Hunderassen sehen, das hab wohl bis jetzt nur ich geschafft. Na ja...

Ich würd sagen bis nächsten Samstag (9. Juli) läuft noch die Anmeldefrist, dann kommt der Contest.

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Duster
ist es draußen, ist es in mir drinnen. Mag nicht drüber reden.
Liegt auch daran, daß ich nicht sicher bin, ob mein Blog nicht entdeckt wurde. Sollte ich dann was sagen, wird die Sache noch schlimmer.

Seit einer halben Stunde versuch ich mich aus dem Loch zu ziehen. Frischen Tee hab ich gemacht. Zwischen zwei Sorten hatte ich die Wahl. Tee hab ich mehr, aber bei den zwei Sorten weiß ich, daß meine Laune besser wird. Die Entscheidung ist gefallen, ich nehme den Tee, den ich selbst entdeckt hab. Keine Abhängigkeit von wem anderen, um sich selber wieder ein wenig besser zu fühlen.

Lieblingshäferl rausgestellt, das heitert möglicherweise auch auf. Zwei Kerzerln anzünden, damit´s hier nicht so düster ist. Frühstück wird aus Ciabatta mit Orangenmarmelade bestehen. Die hilft sicher auch.
Was für ein Tag. Er kann nur noch besser werden. Ich werd mich später aufraffen und in Gesellschaft begeben. Muß auch solche Stunden geben, was soll's. Und in paar Stunden sieht die ganze Welt eh wieder anders aus.

Gerade meldet sich die Gesellschaft, wann mit mir zu rechnen ist und macht sicher gleich Druck. Fühl mich schon ein Eizerl besser.

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Freitag, 1. Juli 2005
Loch im Bein
Seit heute Vormittag. Von dem Stein im Bein.

Den haben die Schwestern mit der Pinzette herausoperiert.
Zuerst ist der Stein natürlich weiter hineingerutscht. Taktisch lag er günstig – genau auf der Schwellung, darunter ist noch zusätzlich ein Bluterguß.

Wie ein Splitter sah er aus. Deswegen wollte ich ihn auch rauswachsen lassen. No way – die Schwester hatte angebissen. Blutgeil wie ein Vampir grinste sie mich an, es gab kein Entkommen. Schon davor hat sie wild mit der Pinzette am Schorf herumgezupft. "Wah, nein das ist drunter noch nicht zu... " - Sie reißt an: "Jetzt seh ich's auch", als das Blut gleich geflossen ist.

Ich war knapp vorm Umkippen, als der Stein endlich draußen war. Schlecht war mir noch nach über einer Stunde. Wie der Eisberg von der Titanic. An der Oberfläche so unschuldig klein hinterließ er ein ziemliches Loch.

Daneben noch ein Stein (auch Rollsplitt), den haben wir aber auf Montag verschoben. Den heutigen Übeltäter hab ich mir einpacken lassen. Mal sehen, ob ich ihn mal gescannt bekomme. Immerhin darf ich offiziell an der Kruste rumzupfen und klares Wasser dran lassen. Und da die Wunde seit gestern trocken ist, werd ich heute unverschämt NICHT auf dem Rücken schlafen : )

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"Mein Vater hat sich ausgesperrt."
Entschuldigung einer Kollegin, die kurz mal zur Rettung aufbrach. Aber nicht einfach so ausgesperrt. In Unterhosen ausgesperrt.
Ich stelle mir das bildlich vor: Älteres Herr steht nur mit Unterhosen bekleidet auf dem Gang. Mit was telefoniert er dann? Gut, diese Überlegung beiseite schieben, von wem aus telefoniert er, was sagt die Person zu der beinahe Nacktheit?

Die Kollegin kehrt nach kurzer Zeit zurück. Die Nachbarin hätte geläutet, ob er auf ein paar Palatschinken rüber kommen wolle. Er habe dann die Tür offen gelassen, die später zugefallen sei.

Warum die Nachbarin keinen Reserveschlüssel hat, fragt jemand. Das wußte die Kollegin auch nicht, früher einmal hatte die Nachbarin einen. Da wär wohl vielleicht was vorgefallen, oder kein Vertrauen mehr. "Wenn er in Unterhosen zum Essen rübergeht steckt möglicherweise mehr dahinter". Schallendes Gelächter. Wenigstens haben wir es lustig in dem Zimmer, obwohl ich noch immer nicht in den Kopf bekommen, wie man sich so gut wie nackig an einen Tisch setzen kann. Nicht mal im Urlaub hab ich für so was Verständnis. Aber ich will auch mein Essen genießen und nicht sämtliche Brusthaare meines Vis-à-vis zählen oder Brüste ins Essen hängen sehen.

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