Freitag, 24. Juni 2005
Was auch immer ich schreiben wollt,
ich hab's vergessen. Donauinselfest ist, hingehen oder nicht entscheide ich in paar Minuten. Zu viele Leute sind mir das eigentlich. Hinzu kommt meine derzeitige Panik, an mir könnte jemand anstoßen. Heute versehentlich bei der Arbeit passiert. Nicht mal angestoßen, nur touchiert. Der Schrei kommt ich grad noch unterdrücken, mir vis-à-vis saß ein sehr junges Mädchen, das wollt ich nicht erschrecken.

Beim Verbandswechsel war's total klasse, wieder die gleiche Schwester (leider jetzt dann 3 Wochen auf Urlaub). Grinst mich an und fragt "Zähne schon zusammengebissen?" bevor es los geht. Sehr gut, wir verstehen uns. Sie ist sehr zufrieden mit mir. Sowohl, daß ich den Arm gepflegt hab, als auch, daß ich tapfer am Rücken verbandslos schlafe (bin kein Rückenschläfer ;((( ) Was der Arzt verordnet hat ignoriert sie schlicht weg. Der hat keine Ahnung, das Gitter würde mit der Wunde verkleben und die nächste Verbandsabnahme wär wohl zu einem Gebrüll meinerseits ausgeartet. Bin auch dafür, daß die Haut lieber drauf bleibt.

Godot ist schon auf der Insel. Hmm.. also doch einpacken, schauen, ob ich in die andere Hose reinkomm und Richtung Söhne Mannheim humpeln. Stiegen nehm ich hüpfend in Angriff. Ich fühl mich wie ein Känguruh, bloß der Beutel ist hinten. Rolltreppe fahren geht, rauf 3 Stufen, runter – keine Chance. Zumindest will ich nicht einen Salto runtermachen. Alles ein logistisches Problem.

Das Haus, in dem ich heute gearbeitet hab, hat einen Aufzug. Aber erst im Mezzanin. Es ist ein Jugenstilhaus (denk ich). Daneben das Cafe Hawelka. Herrn Hawelka hab ich heute morgen gesehen, er hat gelächelt. Ein toller Mann.
Eine große breite Treppe bis ins Mezzanin, dann zwei Gänge, je nachdem in welchen Teil machen möchte. Rauf geht ja noch, Aufzug ist dann ein Muß. Bis in den 4ten Stock würd ich ewig brauchen. Runter ebenso und dann hüpf hüpf hüpf die Stufen hinunter zur Straße.

Na ja, ich versuch mal die Schmerzen im Knie zu ignorieren und pack das Bein ein. Schau mer mal, ob ich's bis zur Insel pack. Den Krach hör ich schon ne Weile.

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Freitag, 24. Juni 2005
Eine Hausversammlung, die ist lustig…
eine Hausversammlung, die ist schön…

- langweilig
- voller rauchender Leute
- besucht von netter Nachbarn
- billig wegen der Freigetränke
- aufweckend durch Husterer ins Mikro
- vollgerammelt mit sehr viele Overhead Folien, die man ab Reihe 4 nicht mehr lesen konnte
- lang mit ausführlicher Wiederholung des bereits vor einem halben Jahr Gesagten
- besetzt mit Sprüche wie "stranguliert durch die Leuchte" (mein Favorit)

Hmm.. Rest fällt mir grad ein, aber das Schönste war
- die Brüllduelle
- daraus folgend der Abbruch der Veranstaltung


Hach, wir freuen uns alle schon auf die nächste verbale Schlammschlacht.

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Mittwoch, 22. Juni 2005
Feststellungen der letzten 24 Stunden
* Putzen mit links – kein Problem.
Wirtschaft glänzt, Wohlfühlfaktor +5

* Mit feuchten Haaren durch den Regen zur Nachbehandlung erspart Fragen über den feuchten Verband.

* Egal, WANN man kommt, unter 2 Stunden Wartezeit passiert selten was.

* Die Bundeshymne als Klingelton fetzt und ergibt Kommunikation mit dem Sitznachbarn.
Langeweilefaktor –2

* Nein, ich stangel nicht die Schule.
Komplimentfaktor 2

* Besser auf das eigene Gefühl hören, als auf den Arzt beim Verband entfernen.

* Die Hand hätte gar nicht verbunden gehört.
Rechtbehaltenfaktor 5

* Mein Blut hat eine tolle Farbe.
Begeisterungsfaktor 4

* "Des brennt nur a büssl", wenn der Spray schon gesprüht wird, ist etwas zu spät.
Zusammenreißfaktor 5

* Zähne zusammenbeißen und Bein stillhalten läuft beim Zahnarzt genau umgekehrt.

* Verbandszeugs gibt’s nur in der Apotheke nicht beim orthopädischen Bedarf. Überteuertes Klebeband haben sie aber. Selbiges gekauft, da die + 150 Meter zur Apotheke nimmer schaffbar erschienen.

* Für einen 6 Minuten Weg mindestens 15 Minuten zu brauchen ist keine Schande.

* Auch nicht, eine optisch unvorteilhafte Hose zu tragen.
Scheiß drauf, ich hab Schmerzen und das ist trotz allem kein Schönheitswettbewerb im Spital.

* Im Bett liegen (verordnet worden) ohne und mit offem Verband schafft Probleme.

* Den Pflanzen ist mein Zustand ziemlich egal und wollen versorgt werden. Mal hoffen, daß sich alles retten läßt.

* Verunfallen bringt endlich das Pizzaessen mit Godot zustande.

* Ahnungslosigkeit was ich fürs Pizzaessen anziehen soll bzw. was über den Verband paßt.

* Bein offen lassen ist keine Option, so was will niemand beim Essen sehen (auch nicht kurz davor oder danach).

* Godot ist schon wieder überfällig.
Interessensfaktor -1
Hungerfaktor +1/2

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